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Parasitischer Röhrling


Parasitischer Röhrling

Systematik
Unterklasse: Agaricomycetidae
Ordnung: Dickröhrlingsartige (Boletales)
Unterordnung: Boletineae
Familie: Dickröhrlingsverwandte (Boletaceae)
Gattung: Scheinröhrlinge (Pseudoboletus)
Art: Parasitischer Röhrling
Wissenschaftlicher Name
Pseudoboletus parasiticus
(Bull. : Fr.) Šutara

Der Parasitische Röhrling (Pseudoboletus parasiticus, Syn. Xerocomus parasiticus)[1], auch Schmarotzer-Röhrling oder Parasitischer Scheinröhrling genannt, ist eine seltene Pilzart, der als Parasit ausschließlich an Kartoffelbovisten wächst.

Merkmale

Sein Hut ist 1–8 cm breit, feinfilzig, trocken und hell-olivbraun. Seine Röhren sind sandbraun bis schmutzig-oliv, sein Stiel ist schlank, graugelb, stets gebogen, da er um den Wirt herumwächst und zur Basis hin zugespitzt. Seine Poren sind sehr weit, das Fleisch ist weißlich und nicht blauend. Die Fruchtkörper erscheinen gesellig bis büschelig, oft zu mehreren an einem Bovist.

Ökologie und Phänologie

Der Parasitsche Röhrling wird in der Regel als Parasit auf Kartoffelbovisten angesehen. Er bevorzugt dabei den Dickschaligen Kartoffelbovist, Funde auf anderen Arten der Gattung Scleroderma sind selten. Er ist ein ausgesprochener Säurezeiger und bevorzugt sandige Böden, stellt aber keine besonderen Ansprüche an die Wasserversorgung. Er ist sowohl in trockenen, heideartigen Biotopen als auch im Randbereich von Mooren zu finden. Er kommt in diversen Waldtypen bis hin zu bodensauren Fichtenforsten vor.

Die Fruchtkörper erscheinen im Mitteleuropa meist im August und September.

Verbreitung

Der Parasitische Röhrling ist in ganz Europa verbreitet, er kommt wahrscheinlich auch in Nordamerika und Nordafrika vor.

Gefährdung

Die Art wird in den Roten Listen gefährdeter Großpilze von Hessen[2] und Nordrhein-Westfalen[3] als stark gefährdet (Kategorie 2) eingestuft.

Systematik

Einige Autoren stellen die Art in die Gattung Filzröhrlinge (Xerocomus).

Bedeutung

Im Unterschied zu seinem giftigen Wirtspilz ist er ungiftig, sein Wert als Speisepilz ist jedoch umstritten und im Hinblick auf die Gefährdung fragwürdig.

Quellen

Literatur

Einzelnachweise

  1. Pseudoboletus parasiticus. (Bull.) Šutara, Česká Mykol. 45(1-2): 2 (1991). In: Index Fungorum / speciesfungorum.org. Abgerufen am 11. April 2012.
  2. Ewald Langer: Rote Liste der Großpilze Hessens. Erste Fassung. Hrsg.: Hessisches Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Forsten, Referat Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung. 2000, ISBN 3-89274-210-3, S. 91 (PDF; 539 KB ).
  3. Irmgard Sonneborn, Willi Sonneborn, Klaus Siepe: Rote Liste der gefährdeten Großpilze (Makromyzeten) in Nordrhein-Westfalen. 1. Fassung. Hrsg.: Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen. 1999, S. 271 (PDF; 1,08 MB ).

Weblinks

 Commons: Parasitischer Röhrling (Pseudoboletus parasiticus)  – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Parasitischer Röhrling (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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