Pan Walther - LinkFang.de





Pan Walther


Pan Walther (* 10. November 1921 in Dresden; † 14. November 1987 auf einer Reise nach Bangkok) war ein deutscher Porträt- und Landschaftsfotograf,[1] der sich selbst als Lichtbildner bezeichnete. Er sah sich als einen Künstler, der mittels fotografischer Technik mit Licht zeichnet.[2] Sein Wirken galt der Fotografie als künstlerischem Medium und Ausdrucksmittel. Er war Schwarzweißfotograf.

Werdegang

Pan Walther erblickte 1921 in Dresden als Siegfried Grünberg, Sohn von Fritz Grünberg, das Licht der Welt. 1936 ging Pan Walther zu seinem Pflegevater Fritz Walther nach Den Haag und wurde bei dem Fotografen Willy Schürmann ausgebildet. Er legte 1945 die Meisterprüfung bei Franz Fiedler in Dresden ab.

Walther hielt sich zwischen 1938 und 1945 regelmäßig im Haus von Wim Noordhoek im Dorf Plasmolen in der Stadsregio Arnhem-Nijmegen in den Niederlanden auf und lernte dort anthroposophische und humanistische Theorien kennen. Er kam in Kontakt mit Enno Brokke, Jan Gregoor und Ap Sok, die später als Künstlergruppe De Cuykse Groep bekannt wurden. Beeinflusst von Pan Walther, konzentrierte sich Noordhoek, der ursprünglich Zeichner war, immer mehr auf die Fotografie. Zusammen unternahmen Walther und Noordhoek von 1948 bis 1949 eine Reise nach Italien.[3]

1946 eröffnete Pan Walther zusammen mit seiner Frau Christine ein Atelier in Dresden und die gemeinsame Tochter (und spätere Fotografin) Franzis von Stechow wurde geboren. Während der Zeit in Dresden entwickelte Pan Walther die Eigenart seiner Fotografie. Er hielt seine Modelle mit zwanzig bis dreißig Aufnahmen aus verschiedenen Blickwinkeln fest, die zudem unterschiedlich ausgeleuchtet wurden, um dann das Treffendste auszuwählen und zu vergrößern. Er porträtierte auch bekannte Persönlichkeiten wie Otto Dix, Willy Brandt und Woldemar Winkler.[4]

Den Lichtbildner Pan Walther verband eine enge Freundschaft mit den ebenfalls aus Dresden stammenden Künstlern Josef Hegenbarth[5] und Hermann Glöckner.[6] Künstlerfreundschaften, die auch nach der Übersiedlung Pan Walthers im Jahr 1950 nach Münster fortbestanden.

In der westfälischen Metropole errichtete Walther ein Fotoatelier und lehrte ab 1951 an der Werkkunstschule Münster. Im Jahr 1963 wechselte er als Dozent an die Werkkunstschule Dortmund und entwickelte dort seine eigene Gestaltungslehre Foto elementar. Er bot 1982 und 1983 Fotoseminare zum Thema Licht-Formgebung in der Fotografie in Fallingbostel an.[7]

Pan Walther war Mitglied der Gesellschaft Deutscher Lichtbildner und der Deutschen Gesellschaft für Photographie. Für sein Lebenswerk wurde Pan Walther mit zahlreichen Anerkennungen und Auszeichnungen geehrt, darunter 1973 der Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen. Seine Werke sind in namhaften Museen vertreten, wie dem Museum Ludwig in Köln, in der Bibliotheque Nationale in Paris und dem Museum of Modern Art in New York.[8]

Schüler

Schüler von Pan Walter waren unter anderem Michael Kapsalos,[9] Josef H. Neumann[10] und Dagmar Ossig.

Literatur

Veröffentlichungen

  • Sehen, Empfinden, Gestalten. Augustus-Verlag, Augsburg 1993, ISBN 3-8043-5033-X.
  • Creativ Fotografieren. Teil 2. Gestaltung mit Licht, Form und Farbe. Verlag Laterna magica, München 1981, ISBN 3-87467-208-5.
  • Künstlerische Porträtfotografie. Verlag Laterna magica, München 1986, ISBN 3-87467-306-5.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. artnet: Pan Walther abgerufen am 3. August 2014.
  2. Stichting van Mourik: Pan Walther abgerufen am 3. August 2014 (niederländisch)
  3. Niederländisches Fotomuseum: Biografie Wim Noordhoek abgerufen am 3. August 2014 (englisch)
  4. LWL, Wolfgang Marisse: Pan Walther – Die Kunst mit Licht zu zeichnen abgerufen am 3. August 2014.
  5. Sehen, Empfinden, Gestalten. Josef Hegenbarth und Pan Walther abgerufen am 3. August 2014.
  6. Freundschaft über Grenzen hinweg abgerufen am 3. August 2014.
  7. Nordmark Seminare: Bad Fallingbostel abgerufen am 3. August 2014.
  8. Rigabuch: Pan Walther abgerufen am 3. August 2014.
  9. Website Michael Kapsalos abgerufen am 8. Mai 2015
  10. Hannes Schmidt: Bemerkungen zu den Chemogrammen von Josef Neumann. Ausstellung in der Fotografik Studio Galerie von Prof. Pan Walther. in: Photo-Presse. Heft 22, 1976, S. 6.


Kategorien: Porträtfotograf | Hochschullehrer (FH Dortmund) | Fotograf (Dresden) | Hochschullehrer (Fachhochschule Münster) | Gestorben 1987 | Geboren 1921 | Fotograf (Deutschland) | Deutscher | Mann

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Pan Walther (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.