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Pünderich


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Cochem-ZellVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verbandsgemeinde: Zell (Mosel)
Höhe: 110 m ü. NHN
Fläche: 5,41 km²
Einwohner: 867 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 160 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56862
Vorwahl: 06542
Kfz-Kennzeichen: COC, ZEL
Gemeindeschlüssel: 07 1 35 073
Adresse der Verbandsverwaltung: Corray 1
56856 Zell (Mosel)
Webpräsenz: www.puenderich.de
Ortsbürgermeister: Hans Werner Junk
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Pünderich ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Cochem-Zell in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Zell (Mosel) an. Pünderich ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.[2]

Geographie

Der Ort Pünderich liegt rechts der Mosel im Landschaftsschutzgebiet „Moselgebiet von Schweich bis Koblenz“. Die moselabwärts nächsten Orte sind Briedel und Zell, moselaufwärts Reil (links der Mosel), Burg und Enkirch.

Zu Pünderich gehören auch die Gemeindeteile Auf der Buche, Wohnplatz Im Zinselt und Waldfrieden.[3]

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes befindet sich in einem Dokument aus dem Jahre 1128, in dem Papst Honorius II. der Abtei Springiersbach einen Hof in „Pundricho“ vermachte.

Pünderich wurde kirchlich von der Kirche auf der Marienburg betreut und gehörte landesherrlich zu Kurtrier. Ab 1794 stand Pünderich unter französischer Herrschaft. 1815 wurde der Ort auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Seit 1946 ist er Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

1984 erhielt der Ort den Titel „Schönstes Dorf im Regierungsbezirk Koblenz“.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl der Gemeinde Pünderich, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2][1]

Jahr Einwohner
1815 517
1835 838
1871 813
1905 946
1939 1.032
1950 1.158
Jahr Einwohner
1961 1.119
1970 1.049
1987 893
1997 973
2005 936
2014 867

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Pünderich besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Sehenswürdigkeiten sind die Pündericher Marienburg, die auch Namensgeberin der lokalen Weinlage ist, sowie der mit einer Länge von 786 m längste (Eisenbahn-)Hangviadukt Deutschlands. Sehenswert sind auch das Alte Fährhaus aus dem Jahre 1621 und das Alte Rathaus von 1548.[5] Der Ort besitzt noch zahlreiche weitere Fachwerkbauten aus dem 16. Jahrhundert. Eine interessante Aussichtsplattform mit herrlichem Weitblick ist der Prinzenkopf-Aussichtsturm. Der Anfang der 80er Jahre errichtete hölzerne Aussichtsturm wurde im September 2008 abgerissen. Ein neuer Aussichtsturm aus Stahl wurde im Juni 2009 eröffnet.

Seit Sommer 2008 wird an sonnigen Wochenenden das „Alte Fährhäuschen“ am Fährkopf als Einkehrstation betrieben. Geöffnet ist diese je nach Wetterlage von Anfang Mai bis Ende Oktober. Im Prinzip verkehrt in diesem Zeitraum tagsüber auch die Moselfähre „Marienburg“.[6]

Museen

Oberhalb der Kirche in der Düppelstraße steht noch das aus Schieferbruchsteinen gebaute „Eichhäuschen“. Dort wurden noch bis 1981 große und kleine Weinfässer aus Eichenholz geeicht.

Die Fasseichstätte ist heute als Museum noch ausgestattet wie in alten Zeiten. Im Hintergrund stehen zwei Eisenkessel mit 1200 Liter und 150 Liter Inhalt. An den Eisenkesseln befinden sich Zählwerke. Ein alter Holzofen diente zum anglühen der Brenneisen. So können die nachstehend abgebildeten Original-Eichwerkzeuge auch heute noch besichtigt werden.

Siehe auch

Wirtschaft und Infrastruktur

Haupteinnahmequelle ist noch der Weinanbau (größtenteils Riesling), flankiert vom Tourismus. In den letzten Jahren sind viele moderne Gästezimmer und Ferienwohnungen gebaut worden, teils mit „Sternequalität“. Dadurch, dass Pünderich einer der wenigen Orte an der Mosel ist, welcher nicht von einer Straße oder durch die Bahn vom Moselufer getrennt ist, ist Pünderich mittlerweile ein beliebter Ferienort geworden. Auch kommen viele Gäste im Sommer aus den Nachbardörfern, um auf den Wiesen am Moselufer unter den Walnussbäumen zu relaxen. Zwei Campingplätze und ein Wohnmobilstellplatz ergänzen das touristische Angebot.

Literatur

  • Alfons Friderichs: Wappenbuch des Kreises Cochem-Zell, Darmstadt 2001, ISBN 3-00-008064-3.
  • Alfons Friderichs: Persönlichkeiten des Kreises Cochem-Zell, Trier 2004, ISBN 3-89890-084-3.
  • Alfons Friderichs: Urkunden & Regesten der Städte und Orte im Kreis Cochem-Zell, Trier 2010, ISBN 978-3-89890-125-3.
  • Karl Josef Gilles, Winfried Schneiders, Alois Busch: Pünderich. Geschichte eines Moseldorfes. Kliomedia, Trier 2009, ISBN 978-3-89890-135-2 (Ortschroniken des Trierer Landes 51).

Weblinks

 Commons: Pünderich  – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. 2,0 2,1 Pünderich. In: Regionaldaten. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, abgerufen am 8. September 2015.
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile , S. 24 (PDF; 2,3 MB).
  4. Gemeinderatswahlen Pünderich – Endgültiges Ergebnis. In: Kommunalwahl. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, 2014, abgerufen am 8. September 2015.
  5. Burghart Schmidt, Helmtrud Köhren-Jansen, Klaus Freckmann: Kleine Hausgeschichte der Mosellandschaft. Köln 1989, S. 194–201.
  6. Von der Pinaricher Pont und seinen Fährmännern. Gemeinde Pünderich, abgerufen am 8. September 2015.

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Pünderich (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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