Otto Laubinger - LinkFang.de





Otto Laubinger


Otto Laubinger (* 11. März 1892 in Eichenrod; † 27. Oktober 1935 in Bad Nauheim) war Schauspieler am Berliner Staatstheater und Funktionär in der Zeit des Nationalsozialismus. 1922 spielte er in dem Film Der böse Geist, 1930 in Das gestohlene Gesicht an der Seite von Hans Otto.

Leben

1932 trat Laubinger der NSDAP bei und wurde Leiter der Fachgruppe Theater und Film im völkisch gesinnten, antisemitischen Kampfbund für deutsche Kultur.[1]

Nach der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten wurde er Ministerialrat und Leiter der Abteilung Theater im Reichspropagandaministerium.[1]

Am 1. April 1933 übernahm er die Präsidentschaft der Genossenschaft Deutscher Bühnenangehöriger (GDBA), nachdem seine Vorgänger Carl Wallauer und Erich Otto aus dem Amt gedrängt worden waren. Als Präsident der GDBA übernahm er die Schriftleitung des amtlichen Organs der Genossenschaft Der neue Weg. Am 5. April 1933 erklärte er gemeinsam mit den anderen Mitgliedern des gleichgeschalteten Verwaltungsrates „hinter den Führern der nationalen Regierung zu stehen“ und sich „bewusst und überzeugt in die nationale Bewegung einzugliedern“.

Von 1933 bis zu seinem Tod 1935 war er auch Präsident der Reichstheaterkammer, einer Unterabteilung der Reichskulturkammer, die als berufsständische Organisation den Zugang zu allen künstlerischen Berufen regelte.[1]

Er wurde auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf begraben.

Am 25. August 1939 benannte die Köpenicker Bezirksverwaltung die Goethestraße im Südbereich der Villenkolonie Wendenschloß in Laubingerstraße um und den Goetheplatz in Laubingerplatz.[2] Diese Benennungen wurden erst 1960 mit der Vergabe der Namen Müggelbergallee und Müggelbergplatz aufgehoben.[3]

Literatur

  • Paul Beyer: National-Dramaturgie: Ein „erster Versuch“; Praktische Untersuchung über die nahe Zukunft der Dramatik in Deutschland. Mit Vorwort von Otto Laubinger. Berlin 1933

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 Ernst Klee: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, S. 355.
  2. Laubingerplatz und Laubingerstraße. In: Berliner Adreßbuch, 1940, Teil 4, Köpenick, S. 2150.
  3. Laubingerplatz. In: Straßennamenlexikon des Luisenstädtischen Bildungsvereins


Kategorien: KfdK-Mitglied | Schauspieler | Gestorben 1935 | Geboren 1892 | Theaterschauspieler | Stummfilmschauspieler | NSDAP-Mitglied | Deutscher | Mann

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Otto Laubinger (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.