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Ottnang am Hausruck


Ottnang am Hausruck
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Vöcklabruck
Kfz-Kennzeichen: VB
Hauptort: Niederottnang
Fläche: 30,28 km²
 :
Höhe: 554 m ü. A.
Einwohner: 3.855 (1. Jän. 2016)
Postleitzahl: 4901
Vorwahl: 07676
Gemeindekennziffer: 4 17 22
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 16
4901 Ottnang am Hausruck
Website: www.ottnang.ooe.gv.at
Politik
Bürgermeister: Friedrich Neuhofer (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(25 Mitglieder)
9
8
6
2
Lage der Marktgemeinde Ottnang am Hausruck im Bezirk Vöcklabruck
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Ottnang am Hausruck ist eine Marktgemeinde im Bezirk Vöcklabruck im oberösterreichischen Hausruckviertel mit 3855 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016 ). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Vöcklabruck.

Geografie

Ottnang am Hausruck liegt auf 554 m Höhe im Hausruckviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 6,8 km, von West nach Ost 7,7 km. Die Gesamtfläche beträgt 30,3 km². 32,6 % der Fläche sind bewaldet, 57,6 % sind landwirtschaftlich genutzt.

Ortsteile der Gemeinde

Achleithen, Bergern, Bruckmühl, Bärnthal, Deisenham, Englfing, Gatterlacken, Grub, Grünbach, Hagleithen, Hausruckedt, Holzham, Holzleithen, Hub, Kronabitten, Gartenstraße, Kropfling, Laah, Mansing, Mitterarming, Niederottnang, Niederpuchheim, Oberkienberg, Obermühlau, Oberottnang, Plötzenedt, Rackering, Redl, Roithing, Schachen bei Furtpoint, Schlag, Simmering, Stockedt, Thomasroith, Untermühlau, Vorderarming, Vornwald, Walding, Wassenbrunn, Wiesing.

Geologie

Nach Ottnang ist eine regionale Zeitspanne im Tertiär benannt, das Ottnangium, auch als Ottnang-Stufe oder Ottnangien bezeichnet, gelegentlich verkürzt zu Ottnang. Das Ottnangium ist eine regionale chronostratigraphische Stufe des Miozäns (Neogen) im zentralen Paratethys-Bereich. Ausschlaggebend für die Namensgebung dieser geologische Stufe sind Gesteine, die in Ottnang und Umgebung auftreten und gut dort erforscht werden konnten.

Einwohnerentwicklung

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 3743 Einwohner, 2001 dann 3745 Einwohner.

Geschichte

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Fürstentum 'Österreich ob der Enns' zugerechnet. Auf dem Schloss Oberbergham in der Ortschaft Plötzenedt war vom 17. bis zum 19. Jahrhundert der österreichische Zweig des Adelsgeschlechts der Pflachern ansässig. Während der Napoleonischen Kriege war Ottnang mehrfach besetzt. Während der Februarkämpfe 1934 kam es in der Ortschaft Thomasroith zu bewaffneten Auseinandersetzungen.

Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum „Gau Oberdonau“. 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs. Die Gemeinde war bis Ende 2004 Teil des Gerichtsbezirks Schwanenstadt und wurde per 1. Jänner 2005 Teil des Gerichtsbezirks Vöcklabruck.

Wappen

Blasonierung: Zwischen grünen, gezähnten Flanken in Silber ein schwarzer, aufgerichteter Bär mit roter Zunge und roten Krallen, der in der linken Tatze eine schwarze, rot leuchtende Grubenlampe hält. Die Gemeindefarben sind Weiß-Grün.

Das Gemeindewappen wurde 1971 verliehen. Der Bär verweist auf die Ortschaft Bärnthal, die Grubenlampe auf den ehemaligen Braunkohleabbau in Thomasroith.[1]

Politik

Bürgermeister
  • bis 2015 Josef Senzenberger (SPÖ)
  • seit 2015 Friedrich Neuhofer (ÖVP)

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Ottnang am Hausruck
  • Pfarrkirche Bruckmühl
  • Pfarrkirche Ottnang am Hausruck
  • Der Südfeldstollen in Thomasroith wurde als Schaustollen vom Bergknappenverein Thomasroith eingerichtet und erinnert an die rund 250 Jahre Braunkohle-Bergbau im Hausruckgebiet - u. a. auch in Thomasroith, wo einst die Bergdirektion stand.

Wirtschaft

Ottnang ist als Zentrum für den Holztreppenbau bekannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich aus der ehemaligen Zimmerei Weidinger das heute noch bestehende Unternehmen Holztreppen Weidinger. Anfang der 1970er Jahre machten sich einige Mitarbeiter dieses Unternehmens selbständig und gründeten „Hausjell, Purrer & Stockinger Holztreppenbau“.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Marktgemeinde
  • Johann Haas, genannt Schmidtofferl (* um 1817), Anführer einer Abspaltung der Sekte der Pöschlianer
  • Gustav Ehart (1876–1968), Eisenbahner und sozialdemokratischer Abgeordneter zum OÖ. Landtag
  • Josef Skrabal (1892–1934), Kämpfer im Österreichischen Bürgerkrieg 1934
  • Maria Enser (1900–1989), SPÖ-Abgeordnete zum Nationalrat
  • Alois Kaltenbrunner (1901–1966), SPÖ-Abgeordneter zum OÖ.-Landtag
  • Wilhelm Remplbauer (1933–1992), SPÖ-Abgeordneter zum Nationalrat
  • Barbara Prammer (1954–2014), Politikerin (SPÖ), 2006–2014 Präsidentin des Nationalrats
  • Marianne Gesswagner (* 1977), Sängerin

Weblinks

 Commons: Ottnang am Hausruck  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Herbert Erich Baumert: Die Wappen der Städte, Märkte und Gemeinden Oberösterreichs (3. Nachtrag). In: Oberösterreichische Heimatblätter, Heft 1/2, 1973, S. 13 (PDF )

Kategorien: Ort im Bezirk Vöcklabruck | Ottnang am Hausruck | Hausruck und Kobernaußerwald | Gemeinde in Oberösterreich

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Ottnang am Hausruck (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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