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Otthein Herzog


Otthein Herzog (* 25. September 1944) ist ein deutscher Informatiker.

Biografie

Herzog studierte von 1966 bis 1972 am Leibniz Kolleg der Universität Tübingen, Elektrotechnik an der Universität Stuttgart, Informatik an der Universität Karlsruhe sowie Informatik und Mathematik an der Universität Bonn und schloss in Bonn mit einer Arbeit zur Synthese von Zellulären Netzwerken ab. Er wurde 1976 zum Dr. rer. nat. an der Universität Dortmund über die Analyse der Kontrollstruktur von parallelen Programmen mit Hilfe von Petri-Netzen promoviert. Sein zunächst klassisch begonnener Weg als Wissenschaftler führte ihn 1977 in die Software-Entwicklung und die praxisorientierte Forschung bei IBM, wo Produktentwicklungen, Logik und Linguistik im Projekt LILOG und wissensbasierte Systeme wesentliche Schwerpunkte seiner Arbeit bildeten.

1993 wurde Herzog auf eine Professur für Künstliche Intelligenz an der Universität Bremen berufen, die er bis zu seiner Pensionierung 2009 innehatte. Dort gründete er 1995 zusammen mit Kolleginnen und Kollegen das Technologie-Zentrum Informatik der Universität Bremen (Sprecher bis 2009) und 2004 das Mobile Research Center (Sprecher bis 2010). Herzog war von 2004 bis 2007 der erste Sprecher des Sonderforschungsbereichs 637 „Selbststeuerung logistischer Prozesse - ein Paradigmenwechsel und seine Grenzen“. Seit 1998 ist er Affiliate Professor am Machine Learning and Inference Laboratory der George Mason University in Fairfax, VA, das ursprünglich von Richard Michalski gegründet und nach dessen zu frühem Tod von Janusz Wojtusiak geleitet wurde. Im Juni 2010 wurde er auf die Professur „Visual Information Technologies“ in der „School of Humanities and Social Sciences“ der Jacobs University Bremen berufen.

Seit 2006 ist er gewähltes Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften, von 2008 bis 2011 war er dort Sprecher des Themennetzwerks IKT, und von 2011 bis 2013 Mitglied des acatech-Präsidiums mit dem Verantwortungsbereich „Internationale Beziehungen“. 2008 wurde er zum Fellow der Gesellschaft für Informatik gewählt.

Lehre

Die von Herzog bevorzugte Lehre beinhaltet studentisch geführte Projekte, welche einen Großteil des Studiums der Informatik an der Universität Bremen ausmachen. Beispiele sind das abgeschlossene Projekt ADDiCT[1] (Automatische Generation von Film-Trailern) oder das im Wintersemester 2007 gestartete Projekt Mobile Semantic Desktop[2], welches die Disposition innerhalb eines Fahrradkurierunternehmens vereinfachen konnte.

Literatur

  • Stefan Kramer, Peter Ludes (Hrsg.): Networks of culture. For professors Winfried Nöth (born September 12, 1944) and Otthein Herzog (born September 25, 1944). Two pioneers in semiotics and visual information processing (= The world language of key visuals. Vol. 2). Lit, Berlin u.a. 2010, ISBN 978-3-643-10163-1.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. ADDiCT
  2. Mobile Semantic Desktop


Kategorien: Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) | Geboren 1944 | Hochschullehrer (Universität Bremen) | Informatiker | Deutscher | Mann

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Otthein Herzog (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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