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Otterwisch


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: LeipzigVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verwaltungs­gemeinschaft: Bad Lausick
Höhe: 159 m ü. NHN
Fläche: 22,74 km²
Einwohner: 1421 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 62 Einwohner je km²
Postleitzahl: 04668
Vorwahl: 034345
Kfz-Kennzeichen: L, BNA, GHA, GRM, MTL, WUR
Gemeindeschlüssel: 14 7 29 330
Gemeindegliederung: 2 Ortschaften Otterwisch und Großbuch
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 7[2]
04668 Otterwisch
Webpräsenz: www.gemeinde-otterwisch.de
Bürgermeister: Matthias Kauerauf
}

Otterwisch ist eine Gemeinde im Landkreis Leipzig. Sie gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Bad Lausick.

Geographie und Verkehr

Sie liegt 12 km südwestlich von Grimma und 10 km nordöstlich der Kreisstadt Borna. Durch die Bahnstrecke Leipzig–Geithain verfügt Otterwisch über eine gute Verkehrsanbindung. Die B 176 verläuft südlich der Gemeinde.

Wappen

Beschreibung: Im schwarz schmalgebordeten schrägrechts in Grün und Silber geteilten Schild ein linksgewendeter natürlicher Otter mit ausgeschütteltem Wasser.

Symbolik: Das Wappentier macht das Wappen redend.

Geschichte

Der Ort Otterwisch wurde 1269 erstmals schriftlich erwähnt. Welche Bedeutung der Ortsname hat, kann mit Sicherheit nicht bestimmt werden. Es ist anzunehmen, dass Otter von der deutschen Bezeichnung für den Fischotter abgeleitet ist, aber der zweite Teil des Namens lässt sich nicht genau erklären. Wahrscheinlich stammt er von Wische = Wiese ab.

Großbuch ist seit 1970 Ortsteil von Otterwisch. Seine Entstehung ist auf Wiprecht von Groitzsch zurückzuführen und kann auf das Jahr 1104 bezogen werden. Mittelpunkt ist die Kirche, in deren massivem Turm drei wertvolle Bronzeglocken aus vorreformatorischer Zeit auch heute noch ihren Dienst tun.

Der Ortsteil Großbuch war 1488–1489 von Hexenverfolgung betroffen. Der Töpfer in Großbuch geriet in einen Hexenprozess.[3]

Politik

Gemeinderatswahl 2014[4]
Wahlbeteiligung: 55,7 % (2009: 54,4 %)
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
63,3 %
28,3 %
8,4 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
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 10
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Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 12 Sitze des Gemeinderates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

  • nicht mitgliedschaftlich organisierte Wählervereinigung (WV): 8 Sitze
  • CDU: 3 Sitze
  • LINKE: 1 Sitz

Schloss Otterwisch

Das Otterwischer Schloss, das das Ortsbild gemeinsam mit der Kirche prägt, ist 1727–1730 für Gräfin Rahel Charlotte Vitzthum von Eckstädt im Barockstil erbaut worden; die Witwe des geheimen Kabinettsministers unter August dem Starken, Friedrich I. Vitzthum von Eckstädt (1675–1726), ließ auch das Schloss Schönwölkau fertigstellen. 1779 kaufte Prinz August II. von Schwarzburg-Sondershausen (1738–1806), ein Sohn des Fürsten August I., das Schloss Otterwisch und seine Enkelin Prinzessin Güntherine von Schwarzburg-Sondershausen (1791–1875) verkaufte es abermals 1852. Zuletzt gehörte es ab 1904 bis 1945 der Familie von Arnim.[5] Im Zweiten Weltkrieg war darin das Schweizerische Konsulat mit Konsul H.M. Hürzeler untergebracht. Die Gemeinde hat das Schloss an die Schloss Otterwisch GmbH (Geschäftsführer/Inhaber: Marco Cormann) veräußert. Seither wurden Sanierungsarbeiten an der Fassade durchgeführt.

Bildung

Otterwisch verfügt über eine im Jahr 1991 neu erbaute Grundschule und bildet gemeinsam mit Großbardau einen Grundschulbezirk. Für die älteren Schüler stehen die Mittelschulen oder Gymnasien in der Umgebung zur Verfügung. Zudem gibt es eine im Jahr 1999 eingeweihte Ballspielhalle, die z. B. für Tischtennis, Tennis, Fußball, Badminton, Volleyball, Gymnastik oder für Schulveranstaltungen mit bis zu 300 Personen genutzt wird. In der örtlichen Kindertagesstätte werden derzeit über 80 Kinder betreut. Die Krippen- und Hortkinder werden gemeinsam betreut.

Sport und Brauchtum

Der Otterwischer Sportverein ist über den Ort hinaus bekannt. Es finden ein jährliches Vereinsfest und Reitsportveranstaltungen statt. Auch das Groitzschfest wird gefeiert.

Der Kinder- und Dorffest-Verein Großbuch, mit dem sich viele Bürger verbunden fühlen, führt seit vielen Jahren ein Dorffest durch. Der jährliche Kinderfasching ist zur Tradition geworden und der Fußball im Verein kommt auch nicht zu kurz.

Literatur

  • Cornelius Gurlitt: Otterwisch. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 20. Heft: Amtshauptmannschaft Grimma (2. Hälfte). C. C. Meinhold, Dresden 1898, S. 201.
  • Ingeburg Manig: Familienbuch des Kirchspiels Großbuch mit Filialkirche Bernbruch (Kreis Grimma) 1645–1885. 2. Auflage, Leipzig: AMF 2005 (= Mitteldeutsche Ortsfamilienbücher der AMF 9)

Weblinks

 Commons: Otterwisch  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Anschrift auf gemeinde-otterwisch.de
  3. Manfred Wilde: Die Zauberei- und Hexenprozesse in Kursachsen, Köln, Weimar, Wien 2003, S. 476.
  4. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014
  5. Geschichte von Schloß Otterwisch

Kategorien: Otterwisch | Ort im Landkreis Leipzig | Gemeinde in Sachsen

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Otterwisch (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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