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Ottendorf-Okrilla


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: BautzenVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 180 m ü. NHN
Fläche: 25,88 km²
Einwohner: 9941 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 384 Einwohner je km²
Postleitzahl: 01458
Vorwahl: 035205
Kfz-Kennzeichen: BZ, BIW, HY, KM
Gemeindeschlüssel: 14 6 25 430
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Radeburger Str. 34
01458 Ottendorf-Okrilla
Webpräsenz: www.ottendorf-okrilla.de
Bürgermeister: Michael Langwald (parteilos)
}

Ottendorf-Okrilla ist eine Gemeinde im Landkreis Bautzen in Sachsen. Mit rund 10.000 Einwohnern ist Ottendorf-Okrilla die sechstgrößte Gemeinde des Landkreises sowie dessen größte Gemeinde ohne Stadtrecht.

Geographie

Geographische Lage

Ottendorf-Okrilla liegt im äußersten Westen des Landkreises Bautzen und ist vom Stadtzentrum Dresden ungefähr 20 Kilometer in nordöstlicher Richtung entfernt. Im Norden grenzt die Gemeinde an die Laußnitzer Heide, im Süden an die Große Röder. Die Nord-Süd-Ausdehnung der Gemeinde beträgt ca. sechs Kilometer, die Ost-West-Ausdehnung ca. sieben. Sie hat eine Fläche von 2588 Hektar, davon werden 158 ha gewerblich genutzt.

Nachbargemeinden

Angrenzende Gemeinden sind:

Ortsgliederung

Die Gemeinde gliedert sich in die Ortsteile Grünberg (, mit Diensdorf), Hermsdorf (, oft Hermsdorf bei Dresden[2]), Medingen und den Hauptort Ottendorf-Okrilla, der sich wiederum aus den Orten Ottendorf, Moritzdorf, Großokrilla, Kleinokrilla und Cunnersdorf zusammensetzt, die jedoch keinen Ortsteilstatus haben.

Geschichte

Ortsgeschichte

Ottendorf wurde 1346 in einem Bistumsartikel unter dem Markgrafen Friedrich II. der Ernsthafte erstmals erwähnt. Die Urkunde ist allerdings nicht mehr auffindbar.

Zu Beginn der Zeit des Nationalsozialismus im März 1933 errichteten SA-Männer vor dem Gasthof „Zum weißen Roß“ einen Scheiterhaufen und folterten dort festgenommene Regimegegner. Der körperbehinderte Kommunist Josef Hannemann starb später an den dabei erlittenen Misshandlungen. Zu DDR-Zeiten wurde am Haus Radeberger Straße 12 eine Gedenktafel für ihn angebracht. Auch das als Kulturhaus genutzte Gebäude trug seinen Namen, bis beides nach 1990 beseitigt wurde.

Eingemeindungen

Bereits am 24. Oktober 1911 fusionierten die Gemeinden Ottendorf b. Medingen und Moritzdorf zu Ottendorf-Moritzdorf. 1920 wurde Cunnersdorf b. Medingen in die Gemeinde Ottendorf-Moritzdorf eingegliedert, genau ein Jahr später folgte Kleinokrilla. Letztlich wurde am 1. Juli 1921 Großokrilla eingegliedert und die neue Gemeinde gleichzeitig in Ottendorf-Okrilla umbenannt. Bei der Eingemeindung zählte man etwa 4500, bei der Volkszählung vom 16. Juni 1925 schon 4753 Einwohner. Im Zuge der sächsischen Gemeindegebietsreformen in den 90er Jahren wurden am 1. Januar 1994 Grünberg[3] und am 1. Januar 1999 Hermsdorf und Medingen[4] jeweils auf der Grundlage freiwilliger Vereinbarungen angegliedert.

Einwohnerentwicklung

(Stand jeweils 31. Dezember)

Jahr 1998 2000 2002 2007 2009 2011 2012 2013
Einwohner 10.253 10.343 10.273 10.076 9.920 9.826 9.861 9.892

Statistik Bevölkerung - Ottendorf-Okrilla Schlüsselnummer: 14 6 25 430 [5]

Religionen

[6] Evangelische Kirchen

Katholische Kirchen

Freikirchliche Gemeinden

  • Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Ottendorf-Okrilla
  • Christuszentrum Ottendorf-Okrilla

Politik

Kommunalwahl 2014[7]
Wahlbeteiligung: 54,0 % (2009: 49,1 %)
 %
50
40
30
20
10
0
41,1 %
24,3 %
9,5 %
14,6 %
10,4 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
+5,5 %p
+3,1 %p
-7,2 %p
+0,9 %p
-2,4 %p
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Die 18 Sitze im Gemeinderat verteilen sich seit der Kommunalwahl vom 25. Mai 2014 folgendermaßen:

  • CDU: 8 Sitze
  • LINKE: 4 Sitze
  • Aktionsbündnis Parteilose (AP): 3 Sitze
  • SPD: 2 Sitze
  • FDP: 1 Sitze

Amtliches Wahlergebnis [8]

Die letzten Bürgermeisterwahlen fanden am 10. März 2013 statt. Amtsinhaber Michael Langwald (vorgeschlagen von LINKE, FDP und SPD) setzte sich mit 66,5 % der Stimmen gegen den Herausforderer Mirko Thomas (CDU) durch. Die Wahlbeteiligung lag bei 59,5 %.[9]

Sehenswürdigkeiten

Wirtschaft und Infrastruktur

In Ottendorf-Okrilla gibt es neben dem Paketzentrum der Deutschen Post AG in ungefähr 700 Betrieben ca. 6500 Arbeitsplätze. Zu DDR-Zeiten befand sich am Ort ein großes Presswerk für Kunststoffteile.

Bildung

Die Gemeinde verfügt über drei Grundschulen (eine davon in Hermsdorf, eine in Medingen) sowie eine Oberschule.

Verkehr

Ottendorf-Okrilla befindet sich nördlich der BAB 4 an der B 97. Über die Autobahnanschlussstellen Hermsdorf und Ottendorf-Okrilla ist die Gemeinde leicht erreichbar.

Außerdem ist die Gemeinde an die Bahnstrecke Dresden–Königsbrück angeschlossen. Es existieren folgende Bahnhöfe bzw. Haltepunkte im Gemeindegebiet:

  • Haltepunkt Hermsdorf (bei Dresden)
  • Bahnhof Ottendorf-Okrilla Süd
  • Haltepunkt Ottendorf-Okrilla
  • Bahnhof Ottendorf-Okrilla Nord

Persönlichkeiten

Trivia

Am 4. März 1959 um 13:51 Uhr stürzte 5,70 km vor der Landebahn des Flughafens Dresden nahe Ottendorf-Okrilla bei seinem zweiten Erprobungsflug das erste und einzige von der DDR eigenentwickelte Flugzeug vom Typ 152/V1, Kennzeichen DM-ZYA, ab. Alle vier Besatzungsmitglieder starben.

In Ottendorf-Okrilla steht eines der seltenen Zwölfeckhäuser, ein Beispiel für die DDR-Architektur der 1970er Jahre.

Literatur

  • Dresdner Heide, Pillnitz, Radeberger Land (= Werte unserer Heimat. Band 27). 1. Auflage. Akademie Verlag, Berlin 1976, S. 24.
  • Karl Gottlieb Dressler: Chronik der Parochie Ottendorf sowie der Dörfer Lausa, Hermsdorf, Grünberg und Cunnersdorf nach sicheren Quellen. Meissen 1890 (Digitalisat )

Weblinks

 Commons: Ottendorf-Okrilla  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. z.B.: Haltestellenfahrplan − Haltestelle Hermsdorf b Dresden, Hermsdorf (b Dresden). Abgerufen am 1.5.10.
  3. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  4. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1999
  5. [1]
  6. Internetpräsenz der Gemeinde- Kirchliche Einrichtungen , abgerufen am 29. April 2015
  7. http://www.statistik.sachsen.de/wpr_neu/pkg_s10_erg.prc_erg_gr?p_bz_bzid=GR14&p_ebene=GE&p_ort=14625430
  8. Ergebnis der Kommunalwahl 2014 in Ottendorf-Okrilla
  9. Ergebnis der Bürgermeisterwahl 2013 in Ottendorf-Okrilla

Kategorien: Ottendorf-Okrilla | Gemeinde in Sachsen

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Ottendorf-Okrilla (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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