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Orgel der Festung Kufstein


Orgel der Festung Kufstein
Allgemeines
Alternativer Name Heldenorgel
Ort Festung Kufstein
Orgelerbauer Oscar Walcker
Baujahr 1931
Letzte(r) Umbau/Restaurierung 2008/09 durch Orgelbau Eisenbarth
Epoche Spätromantik
Technische Daten
Anzahl der Pfeifen 4.948
Anzahl der Register 65
Anzahl der Manuale 4
Windlade Schleiflade
Tontraktur Elektrisch
Registertraktur Elektrisch
Anzahl der 32′-Register 1
Anzahl der 64′-Register

Die Heldenorgel in Kufstein war als Tönendes Denkmal, als Kriegerdenkmal der gefallenen Kameraden des Ersten Weltkriegs, 1931 errichtet worden. Sie ist nach zwei Erweiterungen die größte Freiluftorgel der Welt.

Geschichte

Die Heldenorgel wurde von Orgelbauer Wilhelm Sauer (Inh. Oscar Walcker) aus Frankfurt a.d. Oder geschaffen und in den Bürgerturm auf der Festung Kufstein eingebaut. Sie hatte 16 Hochdruck-Register auf zwei Manualen und Pedal. Die Einweihungsfeierlichkeiten fanden am Sonntag den 3. Mai 1931 statt, eine Woche vor Beginn der Deutschen Bankenkrise. Die Feierlichkeiten wurden angeblich von allen deutschen Sendern, z. B. dem Deutschlandsender, ausgestrahlt. Die kirchliche Weihe nahm Fürsterzbischof Ignatius Rieder vor, der auch die Begrüßungsrede hielt und eine Feldmesse im Hof der Festung zelebrierte. Die Festrede hielt der Bürgermeister von Kufstein, Georg Pirmoser, als weiterer Redner trat der Bundespräsident der Republik Österreich, Wilhelm Miklas, in Erscheinung. Neben zahlreichen Vereinen waren Abordnungen des Österr. Bundesheeres und des Deutschen Stahlhelms vertreten, ebenso der Deutsche Gesandte in Wien, Kurt Rieth.
1971 wurde das Instrument von der Erbauer-Firma erweitert und mit einer neuen Technik versehen. Bis 2008 umfasste sie 4.307 Pfeifen, 46 Register auf vier Manualen und diverse Spielhilfen. 2009 wurde eine Ergänzung auf 65 Register und der Neubau des Spieltischs sowie der elektrischen Traktur durch Orgelbau Eisenbarth (Passau) durchgeführt. Seitdem umfasst das Pfeifenwerk 4948 Pfeifen und eine elektronische Setzeranlage. Der Spieltisch der Heldenorgel befindet sich am Fuß der Festung in einem eigenen kleinen Häuschen, in dem man den Organisten seit dem Umbau auch sehen kann.

Konzert

Die Heldenorgel wird täglich um 12:00 Uhr, in den Monaten Juli und August um 12:00 und um 18:00 Uhr zum Gedenken an die Gefallenen beider Weltkriege gespielt. Seit dem 30. Mai 1981, dem 50-Jahr-Jubiläum der Orgel, wird dabei auch aller Opfer von Gewalt gedacht.
Am Ende des etwa zehnminütigem Vortrages erklingt, in einer Fassung für Orgel, die Weise vom Guten Kameraden. Das Instrument ist in der ganzen Stadt, und bei günstigen Windverhältnissen noch im Kaisertal zu hören.

Disposition bis 2008

I Hauptwerk C–c4
Gedacktpommer 16′
Prinzipal 8′
Rohrflöte 8′
Prinzipal 4′
Nachthorn 4′
Oktave 2′
Sesquialter III
Mixtur VII
Scharff V
Trompete 8′
II Schwellwerk C–c4
Quintade 16′
Weitprinzipal 8′
Doppelflöte 8′
Gamba 8′
Vox Céleste 8′
Oktave 4′
Rohrflöte 4′
Nasard 22/3
Prinzipal 2′
Gemshorn 2′
Mixtur VI–VIII
Fagott 16′
Oboe 8′
Tremulant
III Positiv C–c4
Spitzflöte 8′
Gedeckt 8′
Prinzipal 4′
Blockflöte 4′
Oktave 2′
Quinte 11/3
Terzzimbel IV
Kopftrompete 8′
Tremulant
IV Block- und Bombardwerk C–c4
Großmixtur VIII–XI
Trompete 16′
Trompete 8′
Trompete 4′
Glockenspiel
Pedal C–f1
Kontrabass 16′
Subbass 16′
Oktavbass 8′
Gedecktbass 8′
Choralbass 4′
Mixtur VI
Bombarde 32′
Posaune 16′
Helltrompete 8′
Clairon 4′
  • Koppeln:
    • Normalkoppeln: II/I, III/I, IV/I, III/II, IV/II, IV/III, I/P, II/P, III/P, IV/P.
    • Superoktavkoppeln: II/I, III/I, IV/I, III/II, IV/II, IV/III, I/P, II/P, III/P, IV/P.
    • Suboktavkoppeln: II/I.
  • Spielhilfen: 30 Setzerkombinationen, Tutti, Crescendowalze mit Anzeiger, Walze ab Manual, 16′ ab, Manual Zungen ab, Zungen ab, Zungenchor an/Labiale ab, Schweller für II. Manual, Generalschweller.

Technische Daten

  • 65 Register, 4.948 Pfeifen (+ 30 Glocken).
  • Windversorgung:
    • Winddruck in mmWS: 470.
  • Spieltisch:
    • Freistehend.
    • 4 Manuale.
    • Pedal.
    • Registerzüge, Registerwippen.
  • Traktur:
    • Tontraktur: Elektrisch.
    • Registertraktur: Elektrisch.

Weblinks


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Orgel der Festung Kufstein (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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