Opus sectile - LinkFang.de





Opus sectile


Opus sectile (lat. für „geschnittenes Werk“) bezeichnet eine im antiken Rom populäre künstlerische Technik, bei der verschiedene Materialien in Stücke geschnitten und in Wände oder Fußböden eingelegt wurden, um auf diese Weise ein Bild oder ein Muster zu bilden. Das Ausgangsmaterial – Marmor, Perlmutt oder Glas – wurde in dünne Platten geschnitten, poliert und erneut gemäß dem Gestaltungsvorhaben zurechtgeschnitten. Anders als beim Mosaik, das aus einer Vielzahl einheitlich großer Stückchen besteht, sind die Stücke beim Opus sectile viel größer und können bereits große Teile des Designs darstellen.

Ursprung

Obgleich frühe Beispiele in Ägypten und Kleinasien gefunden wurden, stammen die prominentesten Artefakte aus dem Rom des 4. Jahrhunderts. So ist ein großes Exemplar aus der Basilika des römischen Konsuls Iunius Bassus erhalten geblieben, das einen Streitwagen darstellt. Die Popularität von Opus sectile setzte sich in Rom bis in das 6. Jahrhundert fort und reichte schließlich bis Konstantinopel (das heutige Istanbul in der Türkei).

Beispiele

Zu den bedeutendsten Werken in opus sectile-Technik zählt der Goldglastisch von Caesarea Maritima, der 2005 bei Ausgrabungen in einer pompösen Villa am Stadtrand von Caesarea Maritima gefunden wurde und aus spätrömischer Zeit stammt. Der Rahmen des Mosaik setzt sich zusammen aus Goldglaskacheln und aus Kacheln aus türkisfarbenem opakem Glas, das Mittelfeld wird aus Quadraten, Dreiecken und schmalen Rechtecken aus Glas gebildet, die sich zu einem geometrischen Muster zusammenfügen. Die quadratischen Goldglasplatten weisen Reliefverzierungen auf und stellen Kreuze und Rosetten dar.

Neuerer Gebrauch

Während die Technik des Opus sectile in Rom schließlich verschwand, wurde sie in den byzantinischen Kirchen, hauptsächlich in den Fußböden, weiter verwendet. Sie wurde auch von den Griechen kultiviert, die sie möglicherweise im 12. Jahrhundert nach Italien und Sizilien brachten.

Siehe auch

Literatur

  • Liz James: Opus sectile. Grove Art Online, Oxford University Press.

Weblinks

 Commons: Opus sectile  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Künstlerische Technik | Römische Kunst

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Opus sectile (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.