Open Geospatial Consortium - LinkFang.de





Open Geospatial Consortium


}}
Open Geospatial Consortium
Rechtsform Gemeinnützige Organisation
Gründung 1994
Aktionsraum Weltweit
Schwerpunkt Entwicklung offener Standards
Mitglieder 523[1]
Motto Making location count
Website www.opengeospatial.org

Das Open Geospatial Consortium (OGC) ist eine 1994 als Open GIS Consortium gegründete gemeinnützige Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Entwicklung von raumbezogener Informationsverarbeitung (insbesondere Geodaten) auf Basis allgemeingültiger Standards zum Zweck der Interoperabilität festzulegen. Dabei baut sich das OGC aus Mitgliedern von Regierungsorganisationen, privater Industrie und Universitäten auf, deren Mitgliedschaft im OGC kostenpflichtig ist. Das OGC seinerseits ist seit Januar 2007 Mitglied des World Wide Web Consortiums (W3C).[2] Die registrierte Marke heißt OpenGIS.

Mitglieder

Derzeit gehören dem OGC 523[1] aktive Mitglieder an, hierunter namhafte die sich wie folgt auf Staaten verteilen.

USA

Autodesk, ESRI, Intergraph, Google Inc., IBM, Microsoft, die NASA, Oracle, MIT.

Österreich

AIT, Frequentis, Universität Salzburg, TU Wien.

Schweiz

Universität Genf, ETH Zürich, ETH Lausanne, Fachhochschule Nordwestschweiz

Standards

Die Entwicklung offener Standards beruht auf der Basis frei verfügbarer Spezifikationen, die von abstrakten Beschreibungen des Aufbaus, der Komponenten und der Funktionsweise eines dienstebasierten GIS im Sinne des OGC bis hin zu detaillierten Spezifikationen der Implementierung der Dienste reichen. Hierbei wird jedoch nicht die konkrete Umsetzung der Software vorgeschrieben, sondern die verschiedenen Schnittstellen eines Dienstes sowie dessen Eigenschaften und Verhalten festgelegt.

Der Weg zu diesen Spezifikationen läuft über eine lange Diskussion im OGC, deren Ergebnis schließlich in einer „Spezifikation“ resultiert.

Das OGC definiert zwei Kategorien von GIS-Produkten, abhängig davon, wie umfassend und genau die Software den OGC-Spezifikationen folgt:

  • Implementing Products („Produkte in Umsetzung“)[3] sind Softwareprodukte, welche OGC-Spezifikationen implementieren, aber noch keinen Konformitätstest bestanden haben.
  • Compliant Products („Konforme Produkte“)[4] sind Softwareprodukte, welche die Spezifikationen des OGC befolgen. Wenn ein Produkt getestet und die Konformität durch das OGC-Testprogramm bestätigt wurde, wird das Produkt automatisch als „compliant“ auf der OGC-Website gelistet.

Web Service Framework

Mit dem dienstebasierten Konzept des OGC wird ein Umschwung in der GIS-Entwicklung von monolithischen Systemen zu verteilten interoperablen Diensten (Webservices) bewirkt. Basisdienste existieren sowohl zur Visualisierung von Geo-Daten (z. B. WMS) als auch zum Direktzugriff auf Daten in weiterverarbeitbarer Form (z. B. WFS für Vektordaten und WCS für raum-zeitliche Rasterdaten etc.).

Sensor Web Enablement

Hauptartikel: Sensor Web Enablement

Die Initiative Sensor Web Enablement erweitert die Webintegrierung von Sensoren und Sensornetzwerken.

OpenGIS Web Services

Hauptartikel: Geodienst

Zu den OpenGIS Web Services (OWS) werden u. a. folgende Dienste gezählt:

  • CSW – Catalog Service, zur Suche auf Metadaten
  • WCS – Web Coverage Service, zum Herunterladen von Coverage-Daten (d. h. raum-zeitliche Raster-, Punktwolken-, TIN- und Mesh-Daten)
  • WFS – Web Feature Service, zum Herunterladen von Feature-Daten
  • WMS – Web Map Service, zur visuellen Darstellung von Geodaten als Karten

Für den Austausch, die Beschreibung und die Speicherung von Geometrien und den zugehörigen Attributen ist der XML-Dialekt Geography Markup Language (GML) entwickelt worden.

Interface Standards

Die „Interface Standards“ (IS, früher genannt „Implementation Specifications“) sind detaillierte technische Beschreibungen des Aufbaus der einzelnen Schnittstellen. Bis zur Verabschiedung dieser Spezifikationen muss der komplette Adoptionsprozess innerhalb des OGC durchlaufen sein.

Die folgende Liste enthält den Namen der Spezifikation mit der jeweiligen Abkürzung (in Klammern) und aktueller Versionsnummer.

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 OGC Members. Open Geospatial Consortium, 20. Mai 2015, abgerufen am 20. Mai 2015 (english).
  2. Sam Bacharach: OGC® Joins W3C to Help Add Geospatial to the Web. Open Geospatial Consortium, 17. Januar 2007, abgerufen am 29. November 2010 (english).
  3. Implementing Products. Open Geospatial Consortium, abgerufen am 17. Dezember 2010 (english).
  4. Compliant Products. Open Geospatial Consortium, abgerufen am 17. Dezember 2010 (english).


Kategorien: Open Geospatial Consortium

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Open Geospatial Consortium (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.