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Offenbach-Post

(Weitergeleitet von: Offenbach-Post)

Offenbach-Post
Beschreibung deutsche Tageszeitung
Verlag Pressehaus Bintz-Verlag GmbH & Co KG
Erstausgabe 3. Juni 1947
Erscheinungsweise täglich außer sonntags
Verkaufte Auflage
(IVW 1/2016, Mo–Sa)
34.956 Exemplare
Chefredakteur Frank Pröse
Herausgeber Dirk Ippen
Weblink www.op-online.de

Die Offenbach-Post, Kurzbezeichnung OP, ist eine regionale Tageszeitung, die ihr Verbreitungsgebiet hauptsächlich in der Stadt Offenbach am Main sowie im Landkreis Offenbach findet. Sie wird vom Pressehaus Bintz-Verlag GmbH & Co KG in Offenbach am Main herausgegeben. Die verkaufte Auflage beträgt 34.956 Exemplare, ein Minus von 33,4 Prozent seit 1998.[1]

Geschichte und Entwicklung

Die Zeitung wurde im Jahr 1773 als Offenbacher privilegiertes Real-, Frag- und Anzeigeblatt ins Leben gerufen. Im Laufe der Zeit entwickelte sich aus der anfangs nur einmal in der Woche erscheinenden Zeitung eine Tageszeitung mit wechselnder Namensgebung. 1870 wurde die Offenbacher Zeitung OZ an eine telegrafische Nachrichtenagentur angeschlossen. Der Frankfurter Parteiverlag kaufte die Zeitung nach Machtergreifung der Nationalsozialisten 1939, um sie als Parteiorgan zu nutzen[2].

1947 wurde mit Lizenz der amerikanischen Militärregierung die Offenbach-Post von Udo Bintz gegründet. Sie war damit die elfte Tageszeitung[3], die im Nachkriegsdeutschland erscheinen durfte. Die Namensgebung lehnte sich an die berühmte Washington Post an, in deren Verbreitungsgebiet Verwandte von Bintz lebten[2].

Die Geschäftsstelle befand sich in der Großen Marktstraße in der Innenstadt Offenbachs, unmittelbar anschließend auch die Druckerei. Wenig später ging die Offenbach-Post im OZ-Verlag auf. Der Sohn von Udo Bintz, Peter Udo Bintz, übernahm Anfang der 1970er Jahre die Verlagsleitung der Pressehaus Bintz-Verlag GmbH & Co. KG.

Die Geschäftsräume, die seit den frühen 1960er Jahren am Aliceplatz angesiedelt waren, wurden 1997 (Druckerei) und 1998 (Verlagshaus) an den Stadtrand in die Waldstraße verlegt[2]. Im Sommer 1974 erwarb die Familie Ippen vertreten durch Dirk Ippen den 50-Prozent-Anteil der Offenbacher Familie Dohany übernommen. 40 % hielt der Herausgeber Udo Bintz, die restlichen 10 % der Verlagsleiter Otto Eberitsch.[4] Dirk Ippen kontrollierte damals schon den Westfälischen Anzeiger und die Kreiszeitung für die Grafschaft Hoya; außerdem war er geschäftsführender Gesellschafter des Merkur Adressenverlag in Einbeck.[4] Zum 1. Januar 2005 übernahm Ippen die restlichen 50 Prozent.

Von 2006 bis Februar 2011 war die Offenbach-Post Namensgeberin für die Offenbach-Post-Tribüne im ehemaligen Stadion am Bieberer Berg, in welchem Kickers Offenbach seine Heimspiele bis zur Errichtung des Sparda-Bank-Hessen-Stadion austrug.

Besitzverhältnisse

An der Pressehaus Bintz Verlag GmbH & Co. KG ist als persönlich haftende Gesellschafterin (ohne Kapitalanteil und ohne Stimmrechte) die Pressehaus Offenbach GmbH (Offenbach) beteiligt; als Kommanditisten sind beteiligt die Firmen Westfälischer Anzeiger Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG (Hamm; Kapitalanteil 60 %), die Offenbach-Post Beteiligungs-GbR (Syke; Kapitalanteil 20 %) und die F. Wolff & Sohn KG (Hamm; Kapitalanteil 20 %).[5]

An der Westfälischer Anzeiger Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG mit Sitz in Hamm sind beteiligt als persönlich haftende Gesellschafterin (ohne Kapitalanteil) die Westfälischer Anzeiger Verlagsverwaltungsgesellschaft mbH (Hamm) und als Kommanditistin u.a. die F. Wolff Sohn KG (Hamm Kapitalanteil 84 %).[5]

An der Offenbach-Post Beteiligungs-GbR mit Sitz in Syke sind u.a. beteiligt die Fa. Wolff & Sohn KG (Hamm; Kapitalanteil 51 %), Herr Lothar Krieghoff (Syke; Kapitalanteil 19 %), die Schmidt Vermögensverwaltungs GmbH & Co KG (Hamm; Kapitalanteil 11 %), Herr Dr. Dieter Petzold (Wiesbaden; Kapitalanteil 6 %), Frau Angelika Petzold (Köln; Kapitalanteil 6 %) und Herr Friedrich Reineke (Achim; Kapitalanteil 5 %). [5]

An der F. Wolff & Sohn KG ist als persönlich haftende Gesellschafterin (ohne Kapitalanteil) beteiligt die Fa. G.T. Werbung GmbH (Hamm) und als Kommanditisten u.a. Herr Dirk Ippen (München) mit 51 % und ein Neffe von Dirk Ippen, Herr Daniel Schöningh (München mit 30 %).[5]

Stand 1. April 2016.

Auflage

Die Offenbach-Post hat wie die meisten deutschen Tageszeitungen in den vergangenen Jahren an Auflage eingebüßt. Die verkaufte Auflage ist seit 1998 um 33,4 Prozent gesunken.[6] Sie beträgt gegenwärtig 34.956 Exemplare.[7] Das entspricht einem Rückgang von 17.555 Stück. Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 89,7 Prozent.

Entwicklung der verkauften Auflage[8] <timeline> ImageSize = width:350 height:270 PlotArea = left:50 bottom:20 width:300 height:250 TimeAxis = orientation:horizontal AlignBars = early Colors =

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Verbreitungsgebiet

Das Verbreitungsgebiet umfasst die Stadt Offenbach am Main und den Landkreis Offenbach sowie einige Kommunen des Landkreises Darmstadt-Dieburg (Babenhausen, Schaafheim, Eppertshausen, Münster, Dieburg) und Teile der Stadt Hanau (Steinheim und Klein-Auheim).[9]

Umfang und Ausgaben

Die Offenbach-Post erscheint in fünf Ausgaben, die sich durch ihre Lokalteile unterscheiden. In Hanau erscheint sie unter dem Titel Hanau-Post, in Langen und Egelsbach als Langener Zeitung.

Die Werktagsausgaben haben 40 Seiten, die Samstagausgabe umfasst 48 Seiten. Dienstags liegt der Zeitung eine Kleinanzeigenbeilage bei, samstags eine Wochenendbeilage mit Reiseteil.

Die Zeitung ist seit April 2008 als E-Paper erhältlich.

Neben der Tageszeitung gibt der Verlag der Offenbach-Post 14 wöchentliche Anzeigenblätter heraus, zwei davon außerhalb des Kern-Verbreitungsgebietes in den Frankfurter Stadtteilen Bornheim und Sachsenhausen. Sonntags erscheint der Rhein-Main-Extratipp, ein Anzeigenblatt im Stil einer Boulevardzeitung in den Städten Offenbach und Frankfurt sowie den Landkreisen Offenbach und Darmstadt-Dieburg.

Zwei weitere Anzeigenblätter erscheinen monatlich in den Offenbacher Stadtteilen Bieber und Bürgel.

Zur Verlagsgruppe gehören der Dieburger Anzeiger und der Groß-Zimmerner Lokal-Anzeiger. Sie erscheinen drei Mal pro Woche (Montag, Donnerstag, Samstag) als Kopfblatt der Offenbach-Post mit eigenem Lokalteil.

Einzelnachweise

  1. laut IVW, (Details auf ivw.eu )
  2. 2,0 2,1 2,2 OP Sonderausgabe zum 60. Erscheinungsjahr 2007, Seite 2
  3. OP Sonderausgabe zum 60. Erscheinungsjahr 2007, Seite 3
  4. 4,0 4,1 Rechtzeitig bremsen. In: Kress Report, 8. August 1974, S. 4. 
  5. 5,0 5,1 5,2 5,3 Impressum der Offenbach Post vom 1. April 2016 mit den nach § 5 Hessisches Pressegesetz für jede erste Ausgabe im Quartal vorgeschriebenen Angaben zur Eigentümerstruktur.
  6. laut IVW, (Details auf ivw.eu )
  7. laut IVW, erstes Quartal 2016, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu )
  8. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.eu )
  9. Anzeigenpreisliste Nr. 48, gültig ab 1. Januar 2009

Weblinks


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Offenbach-Post (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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