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Ommo Grupe


Ommo Grupe (* 4. November 1930 in Warsingsfehn; † 26. Februar 2015) war ein deutscher Sportwissenschaftler und Sportfunktionär. Der gebürtige Ostfriese gilt als Nestor der Sportwissenschaften in Deutschland.

Leben

1968 habilitierte Grupe als erster in der Bundesrepublik in der Disziplin Sportwissenschaft.[1] In der Weimarer Republik und der NS-Zeit war es bereits vereinzelt zu Habilitationen gekommen, so z.B. durch Klemens Wildt in Geschichte und Pädagogik der Leibesübungen (1933 an der Universität Rostock), der seit 1962 Professor und Direktor des Instituts für Leibesübungen der Universität Bonn war.[2] Durch das Engagement Grupes haben sich die Sportwissenschaften zu dem entwickelt, was sie heute sind. Vor allem die pädagogischen und ethisch-moralischen Fragen im Sport haben Grupe fasziniert und beschäftigt. Der Schulsport, wie er auch heute noch stattfindet, trägt in hohem Maße die Handschrift der wissenschaftlichen Erkenntnisse Grupes und seiner Tübinger Mannschaft in den frühen siebziger Jahren. Als jahrzehntelanger Direktor des Instituts für Sportwissenschaft an der Universität Tübingen hat der Sportpädagoge dem Tübinger Institut einen guten Ruf verschafft und ist vielen Sportwissenschaftlern zum Vorbild geworden.

Grupe war immer auch Funktionär. Seit 1962 war er Mitglied des Beirats im Deutschen Sportbund (DSB) (heute Deutscher Olympischer Sportbund), seit 1974 gehörte er dem Präsidium an, und von 1986 bis 1994 war er Vizepräsident des DSB. 26 Jahre lang amtierte er als Vorsitzender des Direktoriums des Bundesinstituts für Sportwissenschaft in Köln (jetzt in Bonn). Grupe sorgte sich stets um die Unabhängigkeit des Sports von der Ministerialbürokratie. Grupe hat immer wieder betont, dass die Interessen des Sports nicht immer auf einer Linie mit den Interessen der Ministerien liegen und man um Unabhängigkeit kämpfen müsse.

Grupe war Begründer der Zeitschrift Sportwissenschaft (The German Journal of Sport Science) und gab die Zeitschrift über mehr als drei Jahrzehnte als geschäftsführender Herausgeber heraus.[3] Im April 2005 wurde Grupe in Münster feierlich aus der Redaktionsleitung der Zeitschrift verabschiedet.

Ehrungen

Bibliographie

  • 1959: Leibesübung und Erziehung
  • 1965: Studien zur pädagogischen Theorie der Leibeserziehung
  • 1968: Einführung in die Theorie der Leibeserziehung
  • 1969: Grundlagen der Sportpädagogik
  • 1982: Bewegung, Spiel und Leistung im Sport. Grundthemen der Sportanthropologie
  • 1985: Sport und Leibeserziehung (mit Helmuth Plessner und Hans-Erhard Bock)
  • 2000: Lexikon der Ethik im Sport (mit Dietmar Mieth)
  • 2000: Vom Sinn des Sports

Veröffentlichungen über Ommo Grupe

  • Ommo Grupe, Nestor der Sportwissenschaft Film von Fritz Dannenmann (Videoband im AVZ der Pädagogischen Hochschule Heidelberg).
  • Für einen besseren Sport. Ommo Grupe zum 60. Geburtstag. hrsg. von Hartmut Gabler und Ulrich Göhner

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Eine außerordentliche Professur hatte bereits 1925 Hermann Altrock inne. sportmuseum-leipzig.de: Ein Leben für die Sportwissenschaft (Memento vom 7. März 2013 im Internet Archive)
  2. http://cpr.uni-rostock.de/metadata/cpr_person_00002756
  3. H. Digel: Strukturelle Merkmale der Zeitschrift "Sportwissenschaft", Rückblick und Ausblick am Ende eines Jahrhunderts, in: Sportwissenschaft 30 (2000), 1, 1-19; Der Stellenwert der "Sportwissenschaft" im Verhältnis zur anderen Publikationen des DOSB: Arnd Krüger, Uta Engels: 30 Jahre "Leistungssport". Anspruch und Wirklichkeit, in: Leistungssport 31(2001), 5, 4-9; http://www.iat.uni-leipzig.de:8080/vdok.FAU/lsp01_05_04_09.pdf?sid=C07B58C6&dm=1&apos=6729&rpos=lsp01_05_04_09.pdf&ipos=8483


Kategorien: Sportwissenschaftler | Sportdidaktiker | Person (Eberhard Karls Universität Tübingen) | Sportfunktionär (Deutschland) | Gestorben 2015 | Geboren 1930 | Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse | Ostfriese | Deutscher | Mann | Autor

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Ommo Grupe (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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