Olympische Sommerspiele 1904/Leichtathletik - LinkFang.de





Olympische Sommerspiele 1904/Leichtathletik


Leichtathletik bei den
III. Olympischen Sommerspielen
Informationen
Teilnehmer: 117 Athleten
Datum: 29. August-3. September
Austragungsort: Vereinigte Staaten 45 Francis Field
Wettkampfort: St. Louis
Entscheidungen: 25
Paris 1900 London 1908
Olympische Sommerspiele 1904
(Medaillenspiegel Leichtathletik)
Platz Mannschaft Total
01 Vereinigte Staaten 45 Vereinigte Staaten 23 23 22 68
02 Vereinigtes Konigreich 1801 Großbritannien 1 1 2
03 Kanada 1868 Kanada 1 1
04 Gemischte Mannschaft Gemischte Mannschaft 1 1
05 Deutsches Reich Deutsches Reich 1 1
0 Erste Hellenische Republik Griechenland 1 1

Bei den III. Olympischen Sommerspielen 1904 in St. Louis wurden in der Leichtathletik insgesamt 24 Wettbewerbe ausgetragen. Diese fanden vom 29. August bis 3. September 1904 im Stadion Francis Field statt. Ausnahme war der Zehnkampf, der bereits am 4. Juli, dem amerikanischen Nationalfeiertag, stattfand.

Von den insgesamt 117 gemeldeten Athleten aus zehn Ländern waren 88 US-Amerikaner, die in 22 von 24 Disziplinen die Goldmedaille gewannen. Einzige nichtamerikanische Olympiasieger wurden der Kanadier Étienne Desmarteau im Gewichtweitwurf und der für das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Irland startende Tom Kiely im Zehnkampf.

Männer

60 m

Platz Land Athlet Zeit (s)
1 Vereinigte Staaten 45 USA Archie Hahn 7,0
2 Vereinigte Staaten 45 USA William Hogenson 7,2
3 Vereinigte Staaten 45 USA Fay Moulton 7,2
4 Vereinigte Staaten 45 USA Clyde Blair 7,2
5 Vereinigte Staaten 45 USA Meyer Prinstein k. A.
6 Vereinigte Staaten 45 USA Frank Castleman k. A.

Datum: 29. August 1904

Nach 1900 in Paris war der 60-Meter-Lauf zum zweiten und zugleich letzten Mal im olympischen Programm. Die 15 Teilnehmer traten zunächst zu vier Vorläufen an. Die Vorlaufsieger qualifizierten sich direkt für das Finale. Die Zweitplatzierten machten in einem Hoffnungslauf den fünften und sechsten Finalstartplatz unter sich aus. Archie Hahn gewann die Goldmedaille mit einer Zeit von 7,0 s und egalisierte damit den olympischen Rekord von Alvin Kraenzlein.

100 m

Platz Land Athlet Zeit (s)
1 Vereinigte Staaten 45 USA Archie Hahn 11,0
2 Vereinigte Staaten 45 USA Nate Cartmell 11,2
3 Vereinigte Staaten 45 USA William Hogenson 11,3
4 Vereinigte Staaten 45 USA Fay Moulton 11,4
5 Vereinigte Staaten 45 USA Frederick Heckwolf k. A.
6 Vereinigte Staaten 45 USA Lawson Robertson k. A.

Datum: 3. September 1904

Gemeldet hatten sich 13 Athleten. Diese traten zu drei Vorläufen an, wobei sich die zwei Schnellsten jeweils für das Finale qualifizierten. Archie Hahn hatte im Finallauf bereits nach einem Fünftel der Strecke einen Vorsprung von drei Metern und hielt diesen bis ins Ziel. Nate Cartmell lag nach 40 Metern noch auf dem letzten Platz, konnte aber noch beschleunigen und stieß auf den zweiten Platz vor.

200 m

Platz Land Athlet Zeit (s)
1 Vereinigte Staaten 45 USA Archie Hahn 21,6 (OR)
2 Vereinigte Staaten 45 USA Nate Cartmell 21,9
3 Vereinigte Staaten 45 USA William Hogenson 22,1
4 Vereinigte Staaten 45 USA Fay Moulton k. A.

Datum: 31. August 1904

Zum einzigen Mal in der olympischen Geschichte fand das 200-Meter-Rennen auf einer Geraden statt. Die sieben gemeldeten Athleten traten zu zwei Vorläufen an. Jeweils die beiden Schnellsten kamen ins Finale. Drei Finalteilnehmer verursachten je einen Fehlstart und wurden den damaligen Regeln entsprechend um ein yard (0,9144 m) zurückversetzt. Archie Hahn profitierte und gewann das Rennen mit deutlichem Vorsprung. Sein olympischer Rekord hielt bis 1932.

400 m

Platz Land Athlet Zeit (s)
1 Vereinigte Staaten 45 USA Harry Hillman 49,2 (OR)
2 Vereinigte Staaten 45 USA Frank Waller 49,9
3 Vereinigte Staaten 45 USA Herman Groman 50,0
4 Vereinigte Staaten 45 USA Joseph Fleming 50,5
5 Vereinigte Staaten 45 USA Meyer Prinstein 50,6
6 Vereinigte Staaten 45 USA George Poage 51,0

Datum: 29. August 1904

Es waren zwar 13 Athleten gemeldet, dennoch entschieden sich die Organisatoren, einen einzigen Lauf durchzuführen. Das dicht gedrängte Teilnehmerfeld zerfiel kurz nach dem Start in zwei Gruppen. Harry Hillman übernahm bei Rennhälfte die Spitzenposition und gab diese bis ins Ziel nicht mehr ab.

800 m

Platz Land Athlet Zeit (min)
1 Vereinigte Staaten 45 USA James Lightbody 1:56,0 (OR)
2 Vereinigte Staaten 45 USA Howard Valentine 1:56,3
3 Vereinigte Staaten 45 USA Emil Breitkreutz 1:56,4
4 Vereinigte Staaten 45 USA George Underwood 1:57,2
5 Deutsches Reich GER Johannes Runge 1:57,9
6 Vereinigte Staaten 45 USA Frank Verner k. A.

Datum: 29. August 1904

Auch in dieser Disziplin gab es trotz 13 Teilnehmern nur einen einzigen Lauf. Johannes Runge lag nach 400 Metern an der Spitze des Feldes, fiel dann jedoch zurück. James Lightbody, der zu Beginn eher verhalten gelaufen war, überholte Läufer um Läufer und siegte im Endspurt.

1500 m

Platz Land Athlet Zeit (min)
1 Vereinigte Staaten 45 USA James Lightbody 4:05,4 (WR)
2 Vereinigte Staaten 45 USA Frank Verner 4:06,8
3 Vereinigte Staaten 45 USA Lacey Hearn k. A.
4 Vereinigte Staaten 45 USA David Munson k. A.
5 Deutsches Reich GER Johannes Runge k. A.
6 Kanada 1868 CAN Peter Deer k. A.
7 Vereinigte Staaten 45 USA Howard Valentine k. A.
8 Vereinigte Staaten 45 USA Harvey Cohn k. A.
9 Vereinigte Staaten 45 USA Charles Bacon k. A.

Datum: 3. September 1904

Neun Läufer waren am Start. Zunächst gingen Cohn und Deer an die Spitze. In der zweiten Runde fiel Deer zurück, während Cohn zu Beginn der letzten Runde noch führte. Dieser fiel jedoch weit zurück, während Lightbody an die Spitze vorstieß und schließlich mit neuer Weltrekordzeit als erster die Ziellinie überquerte.

Marathon

Platz Land Athlet Zeit (h)
1 Vereinigte Staaten 45 USA Thomas Hicks 3:28:53
2 Vereinigte Staaten 45 USA[1] Albert Corey 3:34:52
3 Vereinigte Staaten 45 USA Arthur Newton 3:47:33
4 Kuba CUB Félix Carvajal k. A.
5 Erste Hellenische Republik GRE Dimitrios Veloulis k. A.
6 Vereinigte Staaten 45 USA David Kneeland k. A.
7 Vereinigte Staaten 45 USA Henry Brawley k. A.
8 Vereinigte Staaten 45 USA Sidney Hatch k. A.
9 Vereinigtes Konigreich RSA Len Tau k. A.
10 Erste Hellenische Republik GRE Christos Zechouritis k. A.
11 Vereinigte Staaten 45 USA F. P. Devlin k. A.
12 Vereinigtes Konigreich RSA Jan Mashiani k. A.
13 Vereinigte Staaten 45 USA John Furla k. A.
14 Erste Hellenische Republik GRE Andreas Oikonomou k. A.

Datum: 30. August 1904

Der Marathonlauf war offiziell 40 Kilometer bzw. 24,85 Meilen lang, vermutlich war er aber fast 2 Kilometer länger. 32 Läufer nahmen um 15:08 Uhr die Strecke in Angriff, die durch die nördlich des Stadions gelegenen Vororte von St. Louis führte. Die Rennbedingungen waren hart: Die äußerst hügelige Strecke (sieben Steigungen mit 30 bis 100 Meter Höhendifferenz) führte über unbefestigte Straßen mit einer mehreren Zentimeter dicken Staubschicht. Begleitautos und -pferde wirbelten zusätzlich Staub auf, wodurch zahlreiche Läufer an starken Hustenkrämpfen litten. Obschon die Temperaturen durchwegs über 32 °C (90° F) lagen, stand nur eine einzige Wasserstelle zur Verfügung. Im Verlaufe des Rennens gab es zahlreiche Wechsel an der Spitze, die einzelnen Läufer lagen zum Teil sehr weit auseinander. Nach etwa der Hälfte übernahm Thomas Hicks die Führung und erreichte schließlich nach fast dreieinhalb Stunden das Ziel. Nur 14 Läufer schafften die gesamte Strecke.

Hicks’ Siegeslauf gibt einen Einblick in das mangelnde sportmedizinische Wissen zu jener Zeit. Auf Anraten seiner Begleiter durfte er kein Wasser trinken, sondern lediglich seinen Mund mit destilliertem Wasser ausspülen. Etwa bei Kilometer 28 erhielt er ein Milligramm Strychnin mit einem Eiweiß. Bei Kilometer 32 gab es ein zweites Eiweiß mit Strychnin sowie einen Schluck Brandy. Außerdem wurde ihm der ganze Körper mit warmem Wasser abgerieben. Auf der letzten Meile aß Hicks zwei weitere Eier und nahm etwas Brandy zu sich, seine Begleiter wiederholten das Abreiben mit Wasser.

Frederick Lorz hatte nach 15 Kilometern aufgegeben. Er stieg in ein Begleitfahrzeug, das mit einer Panne liegenblieb. Er begab sich zu Fuß zum Ziel und ließ sich dort als Sieger feiern. Obwohl er beteuerte, dass er sich lediglich einen Scherz erlaubt hatte, wurde er lebenslang für die Olympischen Spiele gesperrt. Der amerikanische Verband war nachsichtiger und ließ die Sperre im darauffolgenden Jahr auslaufen, woraufhin Lorz auf ehrliche Weise den Boston-Marathon gewann.

Angeblich soll der barfuß laufende schwarze Südafrikaner Len Tau mehr als eine Meile lang von einem Hund verfolgt worden sein, wodurch er etwa sechs bis sieben Minuten verlor. Der viertplatzierte Kubaner Félix Carvajal lief das Rennen mit schweren Straßenschuhen. Da er keine Turnhose besaß, schnitt er vor dem Start die Beine seiner normalen Hose ab, um sich der Hitze anzupassen. Zur Erfrischung nahm er unterwegs frisches Obst zu sich, woraufhin er von Magenkrämpfen ausgebremst wurde.

110 m Hürden

Platz Land Athlet Zeit (s)
1 Vereinigte Staaten 45 USA Fred Schule 16,0
2 Vereinigte Staaten 45 USA Thaddeus Shideler 16,2
3 Vereinigte Staaten 45 USA Lesley Ashburner 16,4
4 Vereinigte Staaten 45 USA Frank Castleman k. A.

Datum: 3. September 1904

Die acht gemeldeten Hürdenläufer traten zunächst zu zwei Vorläufen an. Jeweils die beiden Schnellsten zogen ins Finale ein. Fred Schule gewann überlegen.

200 m Hürden

Platz Land Athlet Zeit (s)
1 Vereinigte Staaten 45 USA Harry Hillman 24,6
2 Vereinigte Staaten 45 USA Frank Castleman 24,9
3 Vereinigte Staaten 45 USA George Poage 25,2
4 Vereinigte Staaten 45 USA George Varnell k. A.
5 Vereinigte Staaten 45 USA Fred Schule k. A.

Datum: 1. September 1904

Nur fünf Athleten waren gemeldet, weshalb ein Lauf ausreichte. Es gewann Harry Hillman, der den olympischen Rekord um über acht Zehntelsekunden unterbot. Der Hürdenlauf über 200 Meter war nur 1900 und 1904 eine olympische Disziplin, womit Hillmans Rekord bis heute Bestand hat.

400 m Hürden

Platz Land Athlet Zeit (s)
1 Vereinigte Staaten 45 USA Harry Hillman 53,0
2 Vereinigte Staaten 45 USA Frank Waller 53,2
3 Vereinigte Staaten 45 USA George Poage 58,4
4 Vereinigte Staaten 45 USA George Varnell k. A.

Datum: 31. August 1904

Vier Läufer traten in dieser Disziplin an. Harry Hillman führte das Rennen lange Zeit deutlich an, strauchelte bei der achten Hürde und gewann doch noch mit über einem Meter Vorsprung. Er unterbot den Weltrekord um über drei Sekunden; die Zeit zählte jedoch nicht: Nach damaligen Regeln durfte keine Hürde gerissen werden, darüber hinaus waren sie nur 2½ Fuß (76 cm) hoch anstatt der üblichen 3 Fuß (91 cm).

2590 m Hindernis

Platz Land Athlet Zeit (min)
1 Vereinigte Staaten 45 USA James Lightbody 7:39,6
2 Vereinigtes Konigreich 1801 GBR John Daly 8:01,6
3 Vereinigte Staaten 45 USA Arthur Newton 8:07,0
4 Vereinigte Staaten 45 USA Frank Verner k. A.
AC Vereinigte Staaten 45 USA Harvey Cohn k. A.
Vereinigte Staaten 45 USA David Munson k. A.
Vereinigte Staaten 45 USA Richard Sandford k. A.

Datum: 29. August 1904

Am Start waren sieben Läufer. Zunächst führte John Daly, Favorit und einziger ausländischer Teilnehmer. In der vierten von fünf Runden betrug sein Vorsprung rund 50 Meter. Doch dann brach Daly völlig ein und musste James Lightbody vorbeiziehen lassen. Arthur Newton wurde am darauf folgenden Tag Dritter im Marathonlauf.

Mannschaftslauf

Platz Land Athleten Punkte
1 Vereinigte Staaten 45 USA Arthur Newton (1.), George Underwood (5.), Paul Pilgrim (6.), Howard Valentine (7.), David Munson (8.) 27
2 Gemischte Mannschaft XXZ James Lightbody (Vereinigte Staaten 45 USA), Frank Verner (Vereinigte Staaten 45 USA), Lacey Hearn (Vereinigte Staaten 45 USA), Albert Corey (Dritte Französische Republik FRA), Sidney Hatch (Vereinigte Staaten 45 USA) 28

3. September 1904

Der Mannschaftslauf ging über vier Meilen (6437,32 m) und wurde auf der Bahn ausgetragen. Für die Wertung entscheidend war nicht die Zeit, sondern die Platzziffer. Es traten zwei Teams mit je fünf Läufern an, der New York Athletic Club mit einer rein US-amerikanischen Mannschaft und die Chicago Athletic Association, in der der Franzose Albert Corey startete.

Hochsprung

Platz Land Athlet Höhe (m)
1 Vereinigte Staaten 45 USA Samuel Jones 1,803
2 Vereinigte Staaten 45 USA Garrett Serviss 1,778
3 Deutsches Reich GER Paul Weinstein 1,778
4 Ungarn 1867 HUN Lajos Gönczy 1,75
5 Vereinigte Staaten 45 USA Emil Freymark 1,72
6 Vereinigte Staaten 45 USA Ervin Barker 1,70

Datum: 29. August 1904

Samuel Jones war seinen fünf Konkurrenten überlegen. Garrett Serviss und Paul Weinstein erreichten beide die gleiche Höhe, weshalb ein Stechen ausgetragen werden musste; dieses wurde von Serviss gewonnen. Weinstein nahm gleichzeitig beim Weitsprung aus dem Stand teil und war wegen des ständigen Wechsels des Wettbewerbs etwas benachteiligt.

Standhochsprung

Platz Land Athlet Höhe (m)
1 Vereinigte Staaten 45 USA Ray Ewry 1,60
2 Vereinigte Staaten 45 USA Joseph Stadler 1,45
3 Vereinigte Staaten 45 USA Lawson Robertson 1,45
4 Vereinigte Staaten 45 USA John Biller 1,42
5 Ungarn 1867 HUN Lajos Gönczy 1,35

31. August 1904

Beim Hochsprung aus dem Stand waren offiziell nur fünf Athleten gemeldet, es sollen aber weitaus mehr teilgenommen haben. Raymond Ewry gewann überlegen, verpasste aber seinen eigenen Weltrekord um sechs Zentimeter.

Stabhochsprung

Platz Land Athlet Höhe (m)
1 Vereinigte Staaten 45 USA Charles Dvorak 3,505 (OR)
2 Vereinigte Staaten 45 USA LeRoy Samse 3,35
3 Vereinigte Staaten 45 USA Louis Wilkins 3,35
4 Vereinigte Staaten 45 USA Ward McLanahan 3,35
5 Vereinigte Staaten 45 USA Claude Allen 3,35
6 Vereinigte Staaten 45 USA Walter Dray 3,00
7 Deutsches Reich GER Paul Weinstein 3,00

Datum: 3. September 1904

Gemeldet waren sieben Athleten; nicht anwesend war Weltrekordhalter Fernand Gonder aus Frankreich. Charles Dvorak gewann mit einer Höhe von 3,50 m, scheiterte aber dreimal beim Versuch, einen neuen Weltrekord aufzustellen. Vier Springer hatten eine Höhe von 3,35 m erreicht und mussten die Medaillen in einem Stechen unter sich ausmachen.

Weitsprung

Platz Land Athlet Weite (m)
1 Vereinigte Staaten 45 USA Meyer Prinstein 7,34 (OR)
2 Vereinigte Staaten 45 USA Daniel Frank 6,89
3 Vereinigte Staaten 45 USA Robert Stangland 6,88
4 Vereinigte Staaten 45 USA Fred Englehardt 6,63
5 Vereinigte Staaten 45 USA George Van Cleaf k. A.
6 Vereinigte Staaten 45 USA John Hagerman k. A.

Datum: 1. September 1904

Zehn Athleten waren am Start, allerdings fehlte der britische Weltrekordhalter Peter O’Connor. Meyer Prinstein, der Zweitplatzierte der damaligen Bestenliste, gewann mit fast einem halben Meter Vorsprung.

Standweitsprung

Platz Land Athlet Weite (m)
1 Vereinigte Staaten 45 USA Ray Ewry 3,47 (WR)
2 Vereinigte Staaten 45 USA Charles King 3,27
3 Vereinigte Staaten 45 USA John Biller 3,25
4 Vereinigte Staaten 45 USA Henry Field 3,18

Datum: 29. August 1904

Beim Weitsprung aus dem Stand, an dem vier Athleten teilnahmen, erwies sich Ewry wie erwartet als überlegen. Mit jedem seiner vier Sprünge hätte er den Wettkampf gewonnen.

Dreisprung

Platz Land Athlet Weite (m)
1 Vereinigte Staaten 45 USA Meyer Prinstein 14,35
2 Vereinigte Staaten 45 USA Fred Englehardt 13,90
3 Vereinigte Staaten 45 USA Robert Stangland 13,36
4 Vereinigte Staaten 45 USA John Fuhler 12,91
5 Vereinigte Staaten 45 USA George Van Cleaf k. A.
6 Vereinigte Staaten 45 USA John Hagerman k. A.
7 Vereinigte Staaten 45 USA Samuel Jones k. A.

Datum: 1. September 1904

Jeder der sieben Teilnehmer hatte drei Versuche, danach hatten die drei besten nochmals drei Versuche. Der Wettkampf verlief sehr spannend, da sich zunächst keiner entscheidend absetzen konnte. Nach dem fünften Versuch führte Frederick Englehardt, der dann noch von Meyer Prinstein um fast einen halben Meter übertroffen wurde.

Standdreisprung

Platz Land Athlet Weite (m)
1 Vereinigte Staaten 45 USA Ray Ewry 10,55
2 Vereinigte Staaten 45 USA Charles King 10,16
3 Vereinigte Staaten 45 USA Joseph Stadler 9,60
4 Vereinigte Staaten 45 USA Garrett Serviss 9,53

Datum: 3. September 1904

Der Dreisprung aus dem Stand war 1904 zum zweiten und letzten Mal olympische Disziplin. Auch hier wurde Ewry seiner Favoritenrolle gerecht und setzte sich gegen seine drei Mitkonkurrenten durch.

Kugelstoßen

Platz Land Athlet Weite (m)
1 Vereinigte Staaten 45 USA Ralph Rose 14,81 (WR)
2 Vereinigte Staaten 45 USA Wesley Coe 14,40
3 Vereinigte Staaten 45 USA Lawrence Feuerbach 13,37
4 Vereinigte Staaten 45 USA Martin Sheridan 12,39
5 Vereinigte Staaten 45 USA Charles Chadwick k. A.
6 Vereinigte Staaten 45 USA Albert Johnson k. A.
7 Vereinigte Staaten 45 USA John Guiney k. A.
DSQ Erste Hellenische Republik GRE Nikolaos Georgandas k. A.

Datum: 31. August 1904

Acht Athleten waren zu diesem Wettkampf gemeldet. Von Beginn weg entwickelte sich ein spannender Zweikampf zwischen Ralph Rose und Wesley Coe. Rose führte bis zum vierten Stoß mit 14,35 m und wurde von Coe um fünf Zentimeter übertroffen. Im letzten Durchgang steigerte sich Rose um fast einen halben Meter und egalisierte seinen eigenen Weltrekord.

Diskuswurf

Platz Land Athlet Weite (m)
1 Vereinigte Staaten 45 USA Martin Sheridan 39,28 (OR)
2 Vereinigte Staaten 45 USA Ralph Rose 39,28 OR
3 Erste Hellenische Republik GRE Nikolaos Georgandas 37,68
4 Vereinigte Staaten 45 USA John Flanagan 36,15
5 Vereinigte Staaten 45 USA John Biller k. A.
6 Vereinigte Staaten 45 USA James Mitchel k. A.

Datum: 3. September 1904

An diesem Wettbewerb waren sechs Athleten beteiligt. Martin Sheridan und Ralph Rose lieferten sich einen spannenden Zweikampf um den Sieg. Nach sechs Würfen lagen beide mit der olympischen Rekordweite von 39,28 m gemeinsam an der Spitze. Die damaligen Regeln sahen noch nicht vor, dass bei Gleichstand der zweitbeste Wurf zählt, sodass das Kampfgericht drei weitere Durchgänge anordnete. Sheridan setzte sich mit 38,86 m durch, während Rose eine Weite von 36,75 m erzielte.

Hammerwurf

Platz Land Athlet Weite (m)
1 Vereinigte Staaten 45 USA John Flanagan 51,23 (OR)
2 Vereinigte Staaten 45 USA John DeWitt 50,265
3 Vereinigte Staaten 45 USA Ralph Rose 45,73
4 Vereinigte Staaten 45 USA Charles Chadwick 42,785
5 Vereinigte Staaten 45 USA James Mitchel k. A.
6 Vereinigte Staaten 45 USA Albert Johnson k. A.

Datum: 29. August 1904

Sechs Athleten hatten sich gemeldet. Der Wettkampf war bereits nach einem Durchgang entschieden, da die drei Erstplatzierten sich nicht mehr verbesserten. John Flanagan bestätigte seine Favoritenrolle und gewann die Goldmedaille.

Gewichtweitwurf

Platz Land Athlet Weite (m)
1 Kanada 1868 CAN Étienne Desmarteau 10,465
2 Vereinigte Staaten 45 USA John Flanagan 10,16
3 Vereinigte Staaten 45 USA James Mitchel 10,135
4 Vereinigte Staaten 45 USA Charles Hennemann 9,18
5 Vereinigte Staaten 45 USA Charles Chadwick k. A.
6 Vereinigte Staaten 45 USA Ralph Rose 8,53

Datum: 1. September 1904

Geworfen wurde eine 56 Pfund (25,4 kg) schwere Kugel, an die eine kurze Kette befestigt war. Vor dem Wettkampf galt Flanagan als Favorit, nachdem er einen neuen Weltrekord aufgestellt hatte. Er musste sich jedoch dem Frankokanadier Étienne Desmarteau geschlagen geben.

Dreikampf

Platz Land Athlet Punkte
1 Vereinigte Staaten 45 USA Max Emmerich 35,7
2 Vereinigte Staaten 45 USA John Grieb 34,0
3 Vereinigte Staaten 45 USA William Merz 33,9
4 Vereinigte Staaten 45 USA George Mayer 32,4
5 Vereinigte Staaten 45 USA John Bissinger 30,8
6 Vereinigte Staaten 45 USA Philipp Kassell 30,1

Datum: 1. und 2. Juli 1904

Dieser Wettbewerb errechnete sich aus der Summe der Einzelleistungen in den Disziplinen des Mehrkampfs (Weitsprung, Kugelstoßen, 100-yards-Lauf). 118 Sportler nahmen teil, wobei hier die US-Amerikaner dominierten, da sie in der Leichtathletik klar besser waren als die europäischen Athleten.

Zehnkampf

Platz Land Athlet Punkte
1 Vereinigtes Konigreich 1801 GBR Tom Kiely 6.036
2 Vereinigte Staaten 45 USA Adam Gunn 5.907
3 Vereinigte Staaten 45 USA Truxtun Hare 5.813
4 Vereinigtes Konigreich 1801 GBR John Holloway 5.273
5 Vereinigte Staaten 45 USA Ellery Clark 2.778
6 Vereinigte Staaten 45 USA John Grieb 2.199
DNF Vereinigte Staaten 45 USA Max Emmerich k. A.

Datum: 4. Juli 1904

Der damals ausgetragene Zehnkampf wich erheblich vom heute üblichen ab. An einem einzigen Tag mussten die sechs Teilnehmer folgende Disziplinen absolvieren: Lauf über 100 Yards (91,44 m), Kugelstoßen, Hochsprung, Gehen über 880 Yards (804,67 m), Hammerwurf, Stabhochsprung, Hürdenlauf über 120 Yards (109,73 m), Gewichtweitwurf, Weitsprung, Lauf über 1 Meile (1609 m). Bis zur siebten Disziplin wechselten sich Hare und Gunn an der Spitze ab. Dann übernahm Kiely beim Gewichtweitwurf die Führung und gab diese bis zum Schluss nicht mehr ab.

Anmerkung

  1. Albert Corey war eigentlich Franzose. Da er aber für die Chicago Athletic Association an den Start ging, führt ihn das IOC in den Statistiken als US-Amerikaner.

Kategorien: Leichtathletik bei den Olympischen Sommerspielen | Leichtathletikwettbewerb in den Vereinigten Staaten | Wettbewerb bei den Olympischen Sommerspielen 1904

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Olympische Sommerspiele 1904/Leichtathletik (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.