Olympische Geschichte der Schweiz - LinkFang.de





Olympische Geschichte der Schweiz


SUI

Die olympische Bewegung der Schweiz wird seit dem 1. Januar 1997 von der Swiss Olympic Association getragen. Sie ist die Dachorganisation aller Schweizer Sportverbände für olympische und nichtolympische Sportarten. Entstanden ist Swiss Olympic aus der Vereinigung des Schweizerischen Landesverbands für Sport (SLS) und des Schweizerischen Olympischen Comités (SOC). In die Organisation wurde bei der Gründung das Nationale Komitee für Elite-Sport (NKES) integriert. Das SOC war 1912 gegründet und im selben Jahr vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) aufgenommen worden.

Die Schweiz beherbergt auch die internationale olympische Bewegung. Seit 1915 ist Lausanne Sitz des Internationalen Olympischen Komitees. Derzeit sind vier Schweizer Mitglieder des IOC: Denis Oswald (Präsident der FISA, seit 1991), René Fasel (Präsident der IIHF, seit 1995), der FIFA-Präsident Sepp Blatter (seit 1999), der FIS-Präsident Gian-Franco Kasper (seit 2000) und Patrick Baumann, FIBA-Generalsekretär (seit 2007).

Teilnahmen

Die Schweiz war bei den I. Olympischen Spielen 1896 in Athen mit keinem Nationalteam vertreten. Louis Zutter, der erste Schweizer Olympiasieger, war lediglich als Privatmann nach Griechenland gereist. Seither nahm die Eidgenossenschaft an sämtlichen Sommer- und Winterspielen teil. 1956 nahmen lediglich die Reiter im Juni an den nach Stockholm ausgelagerten Reitwettbewerben teil. Die Hauptveranstaltung Ende November in Melbourne boykottierte die Schweiz, um gegen den Einmarsch der Sowjetunion in Ungarn drei Wochen vor Beginn der Spiele zu protestieren.

Ausrichter

Erfolgreiche Bewerbungen

Bislang richtete die Schweiz zweimal Olympische Winterspiele aus. Das Anrecht auf Austragung der Winterspiele 1928 konnten die Niederlande, als Ausrichter der Olympischen Sommerspiele, nicht wahrnehmen. Drei Schweizer Orte bewarben sich um die Austragung. Als Austragungsort setzte sich St. Moritz vor Davos und Engelberg durch. Die Olympischen Winterspiele 1948 fanden ebenfalls in St. Moritz statt. Die Mitglieder des IOC gaben der Schweizer Gemeinde den Vorzug vor dem US-amerikanischen Lake Placid.

Gescheiterte Bewerbungen

  • St. Moritz 1936 (Winter)
  • Lausanne 1936 (Sommer)
  • Lausanne 1944 (Sommer)
  • Lausanne 1948 (Sommer)
  • Lausanne 1952 (Sommer)
  • St. Moritz 1960 (Winter)
  • Lausanne 1960 (Sommer)
  • Sion 1976 (Winter)
  • Sion 2002 (Winter)
  • Sion 2006 (Winter)
  • Bern 2010 (Winter)

Für die Olympischen Winterspiele 2014 sollte zunächst Zürich als Schweizer Kandidat in das Bewerbungsrennen gehen. Dies entschied die Swiss Olympic Association am 29. März 2004 und gab der Stadt den Vorzug gegenüber Davos, da Davos nicht die Anforderungen des Internationalen Olympischen Komitees an eine Bewerberstadt erfüllte. Wegen des fehlenden politischen Willens und aus finanziellen Erwägungen heraus beschlossen die Organisatoren der Bewerbung am 14. September 2004 dann aber, auf eine Olympiakandidatur zu verzichten.

Die erfolgreichsten Teilnehmer

Bislang konnten 464 Schweizer Sportler 319 olympische Medaillen erringen (96 Gold, 111 Silber, 112 Bronze). Die erfolgreichsten Sportler waren dabei:

Olympische Sommerspiele:

Olympische Winterspiele:

Medaillenbilanz

Mit bislang 319 errungenen Medaillen liegt die Schweiz auf Platz 17 im ewigen Medaillenspiegel der Olympischen Spiele. Bis auf drei Ausnahmen (London 1908, Stockholm 1912 und Innsbruck 1964) gelang es der Schweizer Mannschaft bei sämtlichen Teilnahmen mindestens mit einer olympischen Medaille zurückzukehren.

Sommerspiele
Jahr Ort G S B Gesamt Sportler
1896 Athen 1 2 0 3 2
1900 Paris 6 2 1 8 17
1904 St. Louis 1 0 1 2 1
1908 London 0 0 0 0 1
1912 Stockholm 0 0 0 0 1
1920 Antwerpen 2 2 7 11 75
1924 Paris 7 8 10 25 127
1928 Amsterdam 7 4 4 15 115
1932 Los Angeles 0 1 0 1 5
1936 Berlin 1 9 5 15 174
1948 London 5 10 5 20 175
1952 Helsinki 2 6 6 14 156
1956 Melbourne 0 0 1 1 9
1960 Rom 0 3 3 6 149
1964 Tokio 1 2 1 4 66
1968 Mexiko-Stadt 0 1 4 5 84
1972 München 0 3 0 3 151
1976 Montréal 1 1 2 4 50
1980 Moskau 2 0 0 2 72
1984 Los Angeles 0 4 4 8 128
1988 Seoul 0 2 2 4 97
1992 Barcelona 1 0 0 1 101
1996 Atlanta 4 3 0 7 116
2000 Sydney 1 6 2 9 102
2004 Athen 1 1 3 5 98
2008 Peking 2 1 4 7 84
2012 London 2 2 0 4 102
Gesamt 47 73 65 185
Winterspiele
Jahr Ort G S B Gesamt Sportler
1924 Chamonix 2 0 1 3 27
1928 St. Moritz 0 0 1 1 41
1932 Lake Placid 0 1 0 1 7
1936 Garmisch-Partenkirchen 1 2 0 3 34
1948 St. Moritz 3 4 3 10 68
1952 Oslo 0 0 2 2 54
1956 Cortina d'Ampezzo 3 2 1 6 59
1960 Squaw Valley 2 0 0 2 21
1964 Innsbruck 0 0 0 0 72
1968 Grenoble 0 2 4 6 34
1972 Sapporo 4 3 3 10 52
1976 Innsbruck 1 3 1 5 60
1980 Lake Placid 1 1 3 5 44
1984 Sarajevo 2 2 1 5 42
1988 Calgary 5 5 5 15 67
1992 Albertville 1 0 2 3 74
1994 Lillehammer 3 4 2 9 59
1998 Nagano 2 2 3 7 69
2002 Salt Lake City 3 2 6 11 114
2006 Turin 5 4 5 14 130
2010 Vancouver 6 0 3 9 146
2014 Sotschi 6 3 2 11 163
Gesamt 50 40 48 138

Weblinks

 Commons: Die Schweiz bei Olympischen Spielen  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Sport (Schweiz) | Olympische Geschichte | Olympische Spiele (Schweiz)

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Olympische Geschichte der Schweiz (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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