Oliver J. Seraphin - LinkFang.de





Oliver Seraphin

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Oliver James („O.J.“) Seraphin (* 2. August 1946) ist ein dominicanischer Geschäftsmann und Politiker. Er war von 1979 bis 1980 Premierminister seines Landes.

Der Kaufmannssohn aus der dominicanischen Hauptstadt Roseau studierte nach Abschluss der Grammar-School einige Semester Wirtschaft in Kuba und den USA. Zurückgekehrt in seine Heimat begann er nach kurzer Tätigkeit als Versicherungsagent mit dem äußerst erfolgreichen Aufbau einer eigenen Airline, der Dominica Airways, zu der bald drei DC-6-Frachtmaschinen gehörten.

Seine politische Laufbahn begann - mit der Aussicht auf die Unabhängigkeit Dominicas, die 1978 erfolgen sollte - 1975 im Kabinett von Patrick John als Minister für Kommunikation und Wohnungsbau. Ein Jahr später wurde er Wirtschaftsminister. Von den Machenschaften der John-Regierung, geprägt durch persönliche Vorteilsnahme und Korruption, distanzierte sich Oliver Seraphin sehr nachdrücklich und erklärte im Mai 1979 seinen Rücktritt von allen Regierungsämtern. Diese Haltung verschaffte ihm das Vertrauen der CNS (Committee for National Salvation), die im Juni 1979 die Regierung John stürzte und Oliver Seraphin am 25. Juni 1979 zum Premierminister vereidigte.

Seraphins Amtszeit begann buchstäblich stürmisch: Hurricane „David“ verwüstete weite Teile des Inselstaates im August 1979, die Beseitigung der Schäden und der Wiederaufbau kostete Bewohnern und Regierung viel Kraft. Seraphin nutzte das Unglück, indem er im Rahmen von Hilfeersuchen bei anderen Ländern langfristige bilaterale Beziehungen aufbaute. Seine „Aid-for-Dominica“-Reisen führten ihn u. a. nach Kanada, Frankreich, Venezuela, Barbados, die USA und andere Länder.

Seraphins Engagement für sein Land war einzigartig. Was er in seinem Eifer jedoch unterschätzte, war die Tatsache, dass seine vielfältigen außenpolitischen Aktivitäten durchaus Missinterpretationen zulassen konnten und seine häufige Absenz Raum ließ für politische Intrigen.

In seine Amtszeit fiel der Sturz des persischen Schahs durch das islamistische Regime des Ayatollahs Chomeini. Seraphin handelte - unter Mitwirkung der CIA - eine Vereinbarung aus, das vorsah, der Schah-Familie gegen entsprechende Zahlungen an den dominicanischen Staat und Investitionen in die Infrastruktur des Landes Einreise und Staatsbürgerschaft zu gewähren. Hintergrund war der Umstand, dass dominicanische Staatsbürger gleichzeitig Bürger des British Commonwealth sind. Damit stand dem Schah der Zugang zu allen westlichen Staaten offen, ohne dass die sich politisch gegenüber der neuen Iran-Regierung kompromittieren mussten.

Dieser Handel - hinter verschlossenen Türen vereinbart - wurde u. a. auch der Oppositionsführerin von Seraphins Dominica Labour Party, Mary Eugenia Charles von der Freedom Party, mitgeteilt. Mrs. Charles lancierte am 18. Mai 1980, einen Monat vor der Parlamentswahl in Dominica, eine Nachricht an die Washington Post, nach der Oliver Seraphin hohe Geldsummen für Hilfestellung für die Schah-Familie in die eigene Tasche gesteckt habe. Das Blatt druckte die Meldung ebenso ungeprüft wie andere Zeitungen sie nachdruckten. Und ein völlig überraschter Seraphin wurde nach Rückkehr von einer Auslandsreise von der aufgebrachten Bevölkerung aus dem Land gejagt.

Seine Rehabilitierung erfolgte natürlich kurz darauf - die Wahlen allerdings hatten da schon stattgefunden, Eugenia Charles war Premierministerin. Enttäuscht und verbittert zog sich Oliver Seraphin daraufhin aus der Politik zurück und widmete sich fortan dem Aufbau eines Ressorts - „Floral Gardens“ - im Landesinneren am Rande des Indianerreservats.

Der bekennende und praktizierende Christ ist verheiratet und hat mit seiner Frau Lily sechs Kinder. Nach wie vor ist Oliver J. Seraphin - von der Bevölkerung „O.J.“ genannt - einer der geachtetsten und populärsten Bürger Dominicas.


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Oliver Seraphin (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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