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Oberwiesenthal


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: ErzgebirgskreisVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 914 m ü. NHN
Fläche: 39,98 km²
Einwohner: 2194 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 55 Einwohner je km²
Postleitzahl: 09484
Vorwahl: 037348
Kfz-Kennzeichen: ERZ, ANA, ASZ, AU, MAB, MEK, STL, SZB, ZP
Gemeindeschlüssel: 14 5 21 440
Stadtgliederung: 5 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 8
09484 Oberwiesenthal
Webpräsenz: www.oberwiesenthal.de
Bürgermeister: Mirko Ernst (FDP)
}

Oberwiesenthal (seit 29. Mai 1935 Kurort Oberwiesenthal)[2] am Fuß des Fichtelbergs ist mit 914 m ü. NHN die höchstgelegene Stadt Deutschlands und der Wintersportort im Erzgebirge, der die meisten Übernachtungen aufzuweisen hat. Die Stadt trägt den Titel Staatlich anerkannter Luftkurort.[3]

Geografie

Lage und Berge

Oberwiesenthal liegt im Erzgebirgskreis, an der Grenze zu Tschechien, die bis Bärenstein (10 km nordöstlich) dem Lauf des Pöhlbaches folgt.

  • Höchste Erhebung des Ortes ist der Fichtelberg mit 1215 m ü. NN , der höchste Berg Sachsens.

Bedeutende Berge in der Umgebung von Oberwiesenthal sind:

Nachbargemeinden

Auf tschechischer Seite befindet sich die Gemeinde Loučná pod Klínovcem (Böhmisch Wiesenthal) und weiter westlich Boží Dar (Gottesgab). Angrenzende Gemeinden in Deutschland sind Bärenstein, Crottendorf, Sehmatal, Breitenbrunn/Erzgeb. und Raschau-Markersbach.

Stadtgliederung

Geschichte

Von der Gründung bis ins 21. Jahrhundert

Die Neustadt am Wiesenthal wurde 1527 von den Herren von Schönburg als Bergstadt gegründet, da ein Jahr zuvor in der Region Silbererz gefunden wurde. Bereits 1530 erhielt der neue Ort das Stadtrecht; 1559 wurde er wettinisch.

Der Bergbau kam im 19. Jahrhundert zum Erliegen. An seine Stelle trat nach dem Übergang ins 20. Jahrhundert zunehmend der Tourismus. Nach dem Zweiten Weltkrieg unternahm die Besatzungsmacht Sowjetunion im Zechengrund – seit den 1990er Jahren Naturschutzgebiet – Versuche, Uranerz für die Atomrüstung zu finden. Die Spuren sind noch immer sichtbar.

Am 1. September 1921 wurde Oberwiesenthal mit dem talwärts gelegenen Unterwiesenthal,[4] das 1406 erstmals erwähnt wurde und bereits seit 1510 Stadtrechte besaß, vereinigt. 1997 wurde Hammerunterwiesenthal nach Oberwiesenthal eingemeindet.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohnerzahl
1559 0095 besessene Mann
1748 0190 besessene Mann
1834 1.278
1871 1.980
1890 1.967
1910 1.729
Jahr Einwohnerzahl
1925 2.425
1939 2.446
1946 2.946
1950 4.603
1964 2.553
1971 2.611
Jahr Einwohnerzahl
1990 3.920
1998 3.381
1999 3.273
2000 3.163
2001 3.069
2002 3.015
Jahr Einwohnerzahl
2003 2.925
2004 2.828
2005 2.735
2006 2.675
2007 2.592
2009 2.501
Jahr Einwohnerzahl
2010 2.461
2011 2.322

Datenquelle bis 1990: Oberwiesenthal im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
Datenquelle ab 1998: Statistisches Landesamt Sachsen

Politik

Gemeinderatswahl 2014[5]
Wahlbeteiligung: 64,3 % (2009: 62,5 %)
 %
50
40
30
20
10
0
41,7 %
31,4 %
15,7 %
11,1 %
n. k.
BfW
FWO
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+8,3 %p
-3,7 %p
+2,2 %p
-1,5 %p
-5,4 %p
BfW
FWO
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Stadtrat

Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 14 Sitze des Stadtrates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

  • CDU: 6 Sitze
  • FDP: 5 Sitze
  • Bürger für Wiesenthal (BfW): 2 Sitze
  • Die Alternative (FWO): 1 Sitz

Bürgermeister

  • 1990–1994: Udo Kaden (CDU-Mandat)
  • 1994–1995: Lutz Heinrich (Alternative Wählervereinigung)
  • 1995–2007: Heinz-Michael Kirsten (CDU)
  • seit 2007: Mirko Ernst (FDP)

Im Januar 2002 wurde Heinz-Michael Kirsten (CDU) zum Bürgermeister wiedergewählt. Bereits im Februar 2002 erklärte das Landratsamt Annaberg diese Wahl wegen unzulässiger Wahlwerbung für ungültig. Daraus entwickelte sich ein fünfjähriger Rechtsstreit durch alle Instanzen, der erst 2007 mit einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts Leipzig endete, das das im Februar 2007 vom Oberverwaltungsgericht Bautzen gefällte Urteil, wonach die Bürgermeisterwahl von 2002 ungültig war, bestätigte und für rechtens erklärte. Heinz-Michael Kirsten wurde daraufhin vom Regierungspräsidium beurlaubt. Am 4. November 2007 fand eine Neuwahl statt, bei der kein Bewerber die absolute Mehrheit erreichte. Im zweiten Wahlgang am 18. November wurde der parteilose Mirko Ernst (jetzt FDP) zum Bürgermeister gewählt.

2014 wurde Mirko Ernst als Bürgermeister wiedergewählt.

Städtepartnerschaften

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museum

  • Wiesenthaler K3, Karlsbader Straße 3: Das Gebäude entstand als Teil des europäischen Projektes zur „Intensivierung der grenzüberschreitenden touristischen Zusammenarbeit zwischen der Stadt Kurort Oberwiesenthal und der Stadt Ostrov“.

Bauwerke und Wege

Fahrzeuge

Sport

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Den folgenden Personen wurde die Ehrenbürgerschaft von Oberwiesenthal verliehen[6]:

  • 1994: Jens Weißflog (* 1964), Skispringer, dreifacher Olympiasieger, Hotelier in Oberwiesenthal
  • 1995: Joachim Kunze (1925–2013), Studienrat und Ortschronist
  • 2002: Ulrich Wehling (* 1952), Nordisch Kombinierer, dreifacher Olympiasieger
  • 2006: Sylke Otto (* 1969), Rennrodlerin, zweimal Olympiasiegerin

Söhne und Töchter der Stadt

Personen mit Beziehung zur Stadt

Literatur

  • Augustin Flader: Wiesenthälisches Ehren-Gedächtniß. Waldenburg 1719. (Digitalisat )
  • Oberwiesenthal . In: August Schumann: Vollständiges Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen. 7. Band, Zwickau 1820, S. 693–712.
  • Richard Steche: Oberwiesenthal. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 4. Heft: Amtshauptmannschaft Annaberg. C. C. Meinhold, Dresden 1885, S. 83.
  • Von Annaberg bis Oberwiesenthal (= Werte der deutschen Heimat. Band 13). 1. Auflage. Akademie Verlag, Berlin 1968.
  • Joachim Kunze: Geschichten aus der Historie des Wiesenthals – Eine populärwissenschaftliche Chronik Kurort Oberwiesenthals. Stadtverwaltung Kurort Oberwiesenthal, 2002, DNB 1035571897 .
  • Jens Hahn: Elterlein-Scheibenberg-Oberwiesenthal: Drei Bergstädte im Erzgebirge – Erzbergbau und Knappschaftswesen bis Mitte des 20. Jahrhunderts. Obererzgebirgischer Silberspiegel, 2010, ISBN 978-3-00-029673-4.

Weblinks

 Commons: Oberwiesenthal  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Oberwiesenthal – Reiseführer

Einzelnachweise

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Das Sachsenbuch, Kommunal-Verlag Sachsen KG, Dresden, 1943, Seite 239
  3. Freie Presse, 18. Dezember 2012
  4. Das Sachsenbuch. Kommunal-Verlag Sachsen KG, Dresden 1943, Seite 241.
  5. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014
  6. Ehrenbürger der Stadt Kurort Oberwiesenthal , abgerufen am 28. Februar 2013.

Kategorien: Kurort in Sachsen | Bergstadt (Sachsen) | Oberwiesenthal | Ort im Erzgebirgskreis | Gemeinde in Sachsen

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Oberwiesenthal (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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