Obertraun - LinkFang.de





Obertraun


Obertraun
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Gmunden
Kfz-Kennzeichen: GM
Fläche: 88,43 km²
 :
Höhe: 513 m ü. A.
Einwohner: 740 (1. Jän. 2016)
Postleitzahl: 4831
Vorwahl: 06131
Gemeindekennziffer: 4 07 12
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Obertraun 180
4831 Obertraun
Website: www.obertraun.ooe.gv.at
Politik
Bürgermeister: Egon Höll (SPÖ)
Gemeinderat: (2015)
(13 Mitglieder)
8
5
Lage der Gemeinde Obertraun im Bezirk Gmunden
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Obertraun ist eine Gemeinde im oberösterreichischen Salzkammergut im Bezirk Gmunden im Traunviertel mit 740 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016 ). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Bad Ischl.

Seit 1997 gehört die Gegend um Obertraun und Hallstatt zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Geografie

Obertraun liegt auf 513 m Höhe im Traunviertel am Hallstätter See. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 13,4 km, von West nach Ost 11,6 km. Die Gesamtfläche beträgt 88,4 km², 15,5 % der Fläche sind bewaldet. Im Gemeindegebiet liegen die Hirzkarseen und die Koppenwinkellacke.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende zwei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2015[1]):

  • Obertraun (628)
  • Winkl (113)

Die Gemeinde besteht aus der einzigen Katastralgemeinde Obertraun.

Nachbargemeinden

Die Gemeinde hat sechs Nachbargemeinden, vier davon im steirischen Bezirk Liezen (LI).

Bad Goisern am Hallstättersee Bad Aussee (LI)
Hallstatt
Ramsau am Dachstein (LI)
Haus (LI)

Geschichte

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. „Obere Traun“ wird 1325 im oberösterreichischen Stiftsurbarium Traunkirchen erstmals genannt. Seit 1490 wird das Gebiet dem Fürstentum Österreich ob der Enns zugerechnet. Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt.

Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Obertraun ist seit 1920 eine eigenständige Gemeinde und war vorher Ortsteil der Marktgemeinde Hallstatt. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum „Gau Oberdonau“. 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

1954 kommt es zum „Heilbronner Dachsteinunglück“: Zehn Heilbronner Schüler und drei Lehrer kommen bei einem Wettersturz im Dachsteingebiet ums Leben.

Wappen

Blasonierung: „Zwischen linkem, grünem Schräghaupt, darin ein silberner, spitzer Dreiberg, und linkem, blauem Schrägfuß in Gold ein roter, schreitender Höhlenbär.“

Das Motiv des 1971 verliehenen Gemeindewappens nimmt Bezug auf das durch eine Seilbahn-Kette dem Fremdenverkehr erschlossene, über dem Hallstätter See aufragende Dachsteingebiet mit seinen Schauhöhlen; das Wappentier weist auf die Funde von Skelettresten des Höhlenbären (ursus spelaeus) aus der älteren Steinzeit im König-Artus-Dom der Rieseneishöhlen („Bärenfriedhof“). In der letzten Zwischeneiszeit war das Klima so günstig, dass der Höhlenbär noch in den Hochgebirgsregionen in ausreichendem Maße pflanzliche Nahrung finden konnte. Den Winter haben die Tiere in den zahlreichen Kalkhöhlen zugebracht.

Gemeindefarben: Grün-Gelb-Blau

Verkehr

Obertraun ist einerseits ans Straßennetz durch die Hallstättersee-Landesstraße angebunden, die aber wegen akuter Lawinengefahr immer wieder im Bereich des Koppenpasses gesperrt ist, andererseits führt die Salzkammergutbahn durch den Ort.

Politik

Bürgermeister ist Egon Höll von der SPÖ.

Einwohnerentwicklung

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 811 Einwohner, 2001 dann 767 Einwohner.

Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Obertraun
  • Dachsteinhöhlen
Seit ihrer Entdeckung im Jahr 1910 gehören diese Schauhöhlen (Dachstein-Rieseneishöhle, Dachstein-Mammuthöhle und Koppenbrüllerhöhle) zu den bekanntesten Naturdenkmälern Österreichs. Sie sind für die Öffentlichkeit im Rahmen von Führungen zugänglich, aber auch für wissenschaftliche Untersuchungen. Sie sind erreichbar mit der Seilbahn von Obertraun zur Schönbergalm (1338 m), welche im Jahr 2007 modernisiert und komplett neu errichtet worden ist. Die Dachsteinhöhlen bestehen aus der Rieseneishöhle (2000 m, seit 1928 elektrisch beleuchtet), einer der größten unterirdischen Eislandschaften Mitteleuropas mit jährlich rund 200.000 Besuchern, und der Mammuthöhle (über 62 km Gesamtganglänge, teilweise imposante Gänge), einer der größten europäischen Kalksteinhöhlen. Die Höhlen wurden 1928 unter Naturschutz gestellt.
  • Bundessport- und Freizeitzentrum Obertraun
Das BSFZ Obertraun verfügt über zahlreiche Sporthallen und Sportplätze sowie über eine Leichtathletik-Anlage. Nicht nur Schulklassen sondern auch zahlreiche Leistungssportler finden hier ideale Bedingungen für Trainingslager.

Sport

Wintersport

Oberhalb von Obertraun befindet sich das Skigebiet Freesports Arena Krippenstein mit 30 km Off Pist-Strecken von leicht bis extrem. Allerdings sind viele Varianten für Ortsunkundige gefährlich, da man in Dolinen und Höhlen stürzen kann. Eine besondere Attraktion ist die elf Kilometer lange Talabfahrt mit einem Höhenunterschied von 1500 m.

In einem Vergleich in der Ausgabe 01/2006 des Ski&Wintersport Magazins Planet Snow wurden die Freesports Arena Krippenstein zum besten Freeride Spot in den Alpen gekürt.

Persönlichkeiten

Geboren in Obertraun

Personen mit Beziehung zum Ort

  • Walter Nausch (1907–1957), österreichischer Fußballspieler und -trainer
  • Toni Rosifka (* 1945), österreichischer Extrembergsteiger, „The Lord of the Dachstein“, wie ihn die International Herald Tribune nannte. Er ist ein weit über die Grenzen Österreichs hinaus anerkannter Bergführer und Berglehrer. Herausragend ist seine Stellung als Vorreiter für alpine Sicherheit und die damit verbundenen Ausbildungskurse.
  • Hansjörg Zauner (* 1959), österreichischer Schriftsteller und bildender Künstler

Tourismus und Fremdenverkehr

Im Jahr 1895 wurde in dem kleinen Dorf Obertraun, welches damals noch eine Ortschaft der Gemeinde Hallstatt war, ein Verein zur Ortsverschönerung und Förderung des Fremdenverkehrs gegründet. Das war der Grundstein des Fremdenverkehrs in der Gemeinde. Noch im selben Jahrzehnt kamen die ersten Sommergäste nach Obertraun. Im Jahr 1909 wurde von Einheimischen und Mitgliedern der Linzer Naturfreunde die weitere Erforschung der Koppenbrüllerhöhle aufgenommen. Ein Jahr später wurden die Eishöhle und die Mammuthöhle erforscht.

Im Jahr 1947 wurde mit dem Bau der Dachstein-Seilbahnen begonnen, und vier Jahre später wurde der Betrieb aufgenommen. In dieser Zeit im Jahr 1948 entstanden die Anlagen der Bundessportschule.

Der Hallstättersee wird zum Baden und Fischen genutzt.

Fotos

Weblinks

 Commons: Obertraun  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Obertraun – Reiseführer

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria, Bevölkerung am 1. Jänner 2015 nach Ortschaften

Kategorien: Kulturlandschaft Hallstatt–Dachstein/Salzkammergut | Ort im Salzkammergut | Ort an der Traun (Donau) | Dachsteingebirge | Ort im Bezirk Gmunden | Obertraun | Gemeinde in Oberösterreich

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Obertraun (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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