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Obersulzbacher Sandstein


Der Obersulzbacher Sandstein, auch Sulzbacher Sandstein genannt, wird in der Pfalz bei dem Ort Obersulzbachtal bei Hirschhorn in der Nähe von Kaiserslautern in Rheinland-Pfalz gebrochen. Er entstand im Mittleren Buntsandstein.

Gesteinsbeschreibung und Mineralbestand

Dieser grünlichgraue bis blaßgelbe geflammte Sandstein ist fein- bis mittelkörnig. Es ist keine Schichtung erkennbar. Er besteht aus 52 Prozent Quarz, 40 Prozent Gesteinsbruchstücken, 7 Prozent Feldspat und 1 Prozent Akzessorien wie Muskovit, Biotit und Turmalin. Sein Bindemittel ist vorwiegend tonig, ferritisch und kaolinitisch.[1]

Verwendung

Obersulzbacher Sandstein ist gut verwitterungsbeständig. Sein Verwitterungsverhalten hängt von der jeweiligen Gesteinsschicht ab. Erst wenn dieser Sandstein lange Zeit der Bewitterung ausgesetzt war, zeigt er Anlösungen, Absandungen und Schalenbildungen. Die obere Lage im Steinbruch hat eine Mächtigkeit von etwa 4,50 Metern, daher ist die Gewinnung großformatiger Werkstücke möglich. Das abgebaute Gestein ist von Bausteinqualität. Verwendet wurde dieser Sandstein vor allem für Massivbauten, Mauersteine, Brückenbauwerke, Fenster- und Türgewände sowie Treppen, Fassaden, Grabmale und in der Steinbildhauerei.

Verbaut wurde dieser Sandstein an der Fassade des Kaufhauses Horten in Baden-Baden, am Domhotel in Köln und an der Landesfestung Ingolstadt.[2]

Siehe auch

Literatur

  • Wolf-Dieter Grimm: Bildatlas wichtiger Denkmalgesteine der Bundesrepublik Deutschland. Hrsg. vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, Lipp-Verlag, München 1990, ISBN 3-87490-535-7.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Grimmd: Bildatlas der Denkmalgesteine. Gest. Nr. 62 (siehe Literatur)
  2. Angela Ehling (Hrsg.): Bausandsteine in Deutschland. Grundlagen und Überblick. S. 92. Schweizerbart. Stuttgart 2009. ISBN 978-3-510-95982-2

Kategorien: Naturwerkstein der Trias | Sandstein | Klastisches Sedimentgestein | Gesteinseinheit der Trias | Sulzbachtal

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