Oberschelden - LinkFang.de





Oberschelden


Oberschelden
Stadt Siegen
Höhe: 312 (300–350) m
Fläche: 4,53 km²
Einwohner: 1176 (31. Dez. 2013)
Bevölkerungsdichte: 260 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1966
Eingemeindet nach: Eiserfeld
Postleitzahl: 57080
Vorwahl: 0271

Lage von Oberschelden in Siegen

Oberschelden ist ein Stadtteil im Westen der Großstadt Siegen.

Geografie

Im Norden grenzt Oberschelden an den Stadtteil Seelbach, im Osten an Siegen und Gosenbach, im Süden an Niederschelden und den Landkreis Altenkirchen in Rheinland-Pfalz sowie im Westen an den Stadtteil Heisberg der Stadt Freudenberg an. Der Stadtteil umfasst eine Fläche von ca. 4,53 km². Die eigentliche Gemarkung reicht im Norden bis hinter die Autobahn, im Westen an die Grenze zur Stadt Freudenberg, in einem Zipfel nach Südwesten bis an die Kreisgrenze an Mudersbach.

Oberschelden liegt auf einer Höhe zwischen 300 und 450 Meter über NN. Der Ort liegt direkt an der A 45 (Sauerlandlinie). Höchster Punkt in der Gemarkung ist ein namenloser Gipfel mit 463,4 m Höhe im äußersten Südwesten an der Grenze zu Rheinland-Pfalz. Weitere Berge um den Ort sind der Berg Rote Kirche im Osten mit 438,9 m Höhe, der 426,6 m hohe Hornsberg im Süden oder der Schmittenberg mit 419,3 m zwischen Oberschelden und Gosenbach. Nördlich von ihm entspringt der Schelderbach, nahe der Quelle auch Buschelde genannt, welcher in Gosenbach in den Gosenbach mündet.

Geschichte

Oberschelden wurde am 24. Februar 1342 das erste Mal urkundlich erwähnt. In dieser Urkunde wurde ein „Gerhart von Schelte“ genannt.[1]

Im Zweiten Weltkrieg kam es am 22. April 1944 in Oberschelden beim nachmittäglichen Überflug von Bomberverbänden zum Absturz eines Flugzeugs. Ein amerikanischer Bomber stürzte, abgeschossen von einer Bf 109, im Rahmen einer beabsichtigten Notlandung auf der Oberscheldener Höhe "Auf der Hohler" beim Versuch den dort verlaufenden 220 und 110 KV-Oberleitungen des RWE auszuweichen, ab. Das Flugzeug explodierte daraufhin mitsamt der Bordmunition und den drei an Bord verbliebenen Besatzungsmitgliedern. Die drei toten Soldaten wurden anschließend auf dem Oberschelder Friedhof bestattet und nach Kriegsende in ihre Heimat überführt. Ein weiteres von drei mittels Fallschirm abgesprungenen Besatzungsmitgliedern kam infolge des sich nicht öffnenden Schirms ebenfalls ums Leben.[2]

Die Gemeinde Oberschelden gehörte bis zur ersten Gemeindegebietsreform zum Amt Freudenberg. Mit Wirkung zum 1. Juli 1966 wurde sie der neu gegründeten Stadt Eiserfeld zugeschlagen.[3] Mit der erneuten kommunalen Neugliederung wurden die Städte Eiserfeld und Hüttental am 1. Januar 1975 der Stadt Siegen zugeschlagen.[4] Oberschelden wurde damit ein Stadtteil der Stadt Siegen.

Im Jahre 1992 wurde das 650-jährige Jubiläum gefeiert.

Einwohnerzahlen

Einwohnerzahlen des Ortes:[5][6]

Jahr Einwohner
1818 205
1885[7] 547
1895[8] 615
1905 712
1910[9] 744
1925[10] 740
1933[11] 727
Jahr Einwohner
1939[11] 726
1950 940
1961[12] 969
1994[13] 1254
2005[14] 1203
2006 1212
2008 1161
Jahr Einwohner
2009 1172
2010 1167
2011 1168
2012 1153
2013 1176
2014 1166
2015 1187

Politik

Ehemalige Bürgermeister

  • Mai 1945 (kommissarisch von den amerikanischen Besatzungstruppen ernannt) bis 1966: Emil Rinsdorf († 14. März 1993)[15]

Infrastruktur

Im Ort gibt es einen Kindergarten, ein Bürgerhaus, ein Feuerwehrhaus und einen Friedhof. Industrie gibt es nur in kleinen Formen verteilt über den Ort.

Verkehrsanbindung

Oberschelden liegt an der Landstraße 907, die von Gosenbach zur L 565 führt, die Seelbach mit Oberfischbach verbindet. An die Autobahn 45 ist der Ort über die Auffahrten Freudenberg oder Siegen angebunden. Der nächste Bahnhof ist in Niederschelden.

Durch Oberschelden führt der Europäische Fernwanderweg E1.

Sehenswürdigkeiten

In Oberschelden gibt es in der Alte Kapellenschule eine Heimatstube. Dort wird die Lebensweise ehemaliger Bewohner im Hauberg und im Alltagsleben anhand von alten Geräten, Gegenständen so wie Fotos dargestellt.

Oberschelden hat eine funktionierende Vereinsarbeit. Christlicher Verein Junger Menschen, evangelische Gemeinschaft, Heimat und Verschönerungsverein, Freiwillige Feuerwehr, Spielmannszug und die Sportgemeinschaft Oberschelden bilden die größten Vereine.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Friedrich Philippi (Hrsg.): Siegener Urkundenbuch. Band 1: Bis 1350. Kogler, Siegen, 1887, S. 148–149, Nr. 250.
  2. Flugzeugabsturz in Oberschelden - Augenzeugen erinnern sich - Fallschirm öffnete sich nicht. In: Siegerländer Heimatkalender. 69. Ausgabe, 1994, ZDB-ID 529717-5 , S. 135f.
  3. Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 269.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 336.
  5. Otto Schaefer: Der Kreis Siegen. Siegen 1968.
  6. siegen.de: Hauptwohnsitzbevölkerung nach Stadtteilen (regelmäßig aktualisiert)
  7. Gemeindelexikon für die Provinz Westfalen. Verlag des Königlich Statistischen Bureaus, Berlin 1887, ZDB-ID 1458761-0 , S. 106–113.
  8. Gemeindelexikon für die Provinz Westfalen. Verlag des Königlich Statistischen Bureaus, Berlin 1897, S. 114/115.
  9. gemeindeverzeichnis.de: Landkreis Siegen
  10. genealogy.net: Amt Freudenberg
  11. 11,0 11,1 verwaltungsgeschichte.de: Stadt und Landkreis Siegen
  12. Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 232.
  13. Hartmut Eichenauer: Siegen (PDF; 12,2 MB), ca. 1995
  14. Siegen-Info: Oberschelden
  15. Den Toten ein ehrendes Gedenken. In: Siegerländer Heimatkalender. 69. Ausgabe, 1994, S. 36.

Kategorien: Ehemalige Gemeinde (Kreis Siegen-Wittgenstein) | Stadtteil von Siegen

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Oberschelden (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.