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Oberscheidweiler


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bernkastel-WittlichVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verbandsgemeinde: Wittlich-Land
Höhe: 370 m ü. NHN
Fläche: 4,5 km²
Einwohner: 178 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 40 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54533
Vorwahl: 06574
Kfz-Kennzeichen: WIL, BKS
Gemeindeschlüssel: 07 2 31 101
Gemeindegliederung: 6 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Kurfürstenstraße 1
54516 Wittlich
Webpräsenz: www.oberscheidweiler.de
Ortsbürgermeister: Elmar Götten
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Oberscheidweiler in der Eifel ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bernkastel-Wittlich in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Wittlich-Land an.

Geographie

Das Dorf liegt am Rand der Vulkaneifel auf einem Hochplateau zwischen Alf- und Sammetbachtal. Im Süden befindet sich Niederscheidweiler, im Westen Hasborn und nördlich liegt Mückeln.

Zu Oberscheidweiler gehören die Wohnplätze Berghof, Hubertushof, Mauritiushof, Oberscheidweilermühle und Tannenhof.[2]

Geschichte

Der Ort wurde im Jahr 1144 in einem Schutzbrief Kaiser Heinrichs IV. für das Kloster Springiersbach als Scheida erstmals urkundlich erwähnt.[3] Seit dem 17. Jahrhundert ist der Name Oberscheidweiler gebräuchlich.

Der Ort zählte zu Kurtrier und darin zum Amt Daun. Da das Kloster Springiersbach noch bis ins 19. Jahrhundert Besitz in Oberscheidweiler hatte, war die Gerichtsbarkeit im 16. Jahrhundert zeitweise zweigeteilt. Die kurtrierischen Lehens- und Hofleute unterstanden dem Hochgericht in Strohn, während die klösterlichen Untertanen der niederen Gerichtsbarkeit des Klosters unterstanden.[4]

Ab 1794 stand Oberscheidweiler unter französischer Herrschaft, 1815 wurde der Ort auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Seit 1946 ist er Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Durch seine Lage an der historischen Poststraße von Trier nach Koblenz hatte die Post ab etwa 1730 besondere Bedeutung für den Ort. Anfangs war Oberscheidweiler Station der Thurn-und-Taxisschen Post. Nach Einzug der Reichspost bestand von 1898 bis 1957 sogar eine Poststelle erster Klasse in Oberscheidweiler. Die alte Poststraße durch den Ort wurde im späten 19. Jahrhundert auch als Leitungsroute für Telegraphenkabel gewählt.[5] Die besondere Bedeutung der Post schlug sich auch im 1993 verliehenen Gemeindewappen nieder, das in der eingeschweiften blauen Spitze ein Posthorn enthält.[6]

Kirchlich gehörte Oberscheidweiler bereits im 15. Jahrhundert als Filialort zur Pfarrei Wollmerath. Der Ort blieb auch nach 1715 Filial von Wollmerath, als man den Oberscheidweilern erlaubte, den Gottesdienst in Niederscheidweiler zu besuchen. 1775 kam Oberscheidweiler als Filial zur Pfarrei Strohn, nach 1810 dann zur Pfarrei Niederscheidweiler. Die Kirche in Oberscheidweiler geht auf eine Kapelle aus dem 18. Jahrhundert zurück, die man mehrfach erweitert hat.[7]

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Oberscheidweiler besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[8]

Sehenswürdigkeiten

Die katholische Filialkirche St. Rochus und Katharina von Alexandrien ist ein vierachsiger Saalbau und geht im Kern auf eine Kapelle aus dem 18. Jahrhundert zurück, die um 1870 und 1922 erweitert wurde. Die Kirche wurde 1973/74 umfassend saniert.[9]

Wirtschaft und Infrastruktur

Im Westen verläuft die Bundesautobahn 1. In Wittlich ist ein Bahnhof der Moselstrecke.

Siehe auch

Literatur

  • Günter Hesse: Nieder- und Oberscheidweiler, Wittlich 1993

Weblinks

 Commons: Oberscheidweiler  – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile , Seite 57 (PDF; 2,3 MB)
  3. Hesse 1993, S. 285.
  4. Hesse 1993, S. 288.
  5. Hesse 1993, S. 302–305.
  6. Hesse 1993, S. 283.
  7. Hesse 1993, S. 295.
  8. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  9. Hesse 1993, S. 295–297.

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Oberscheidweiler (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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