Oberfell - LinkFang.de





Oberfell


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Mayen-KoblenzVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verbandsgemeinde: Rhein-Mosel
Höhe: 90 m ü. NHN
Fläche: 5,51 km²
Einwohner: 1080 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 196 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56332
Vorwahl: 02605
Kfz-Kennzeichen: MYK, MY
Gemeindeschlüssel: 07 1 37 220
Adresse der Verbandsverwaltung: Bahnhofstraße 44
56330 Kobern-Gondorf
Webpräsenz: www.oberfell.de
Ortsbürgermeister: René Henric (CDU)
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Oberfell ist eine Ortsgemeinde an der Terrassenmosel im Landkreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Rhein-Mosel an, die ihren Verwaltungssitz in Kobern-Gondorf hat. Oberfell ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Geographie

Geographische Lage

Oberfell liegt am rechten Moselufer etwa 21 Kilometer von Koblenz und etwa 29 Kilometer von Cochem entfernt. Nachbargemeinden sind moselaufwärts Alken und moselabwärts Niederfell.

Die Gemeinde liegt überwiegend am Gleithang einer Moselbiegung auf der Schwemmfläche des vom Hunsrück einmündenden Oberfeller Bachs und am zum Hunsrück aufsteigenden Hang.

Klima

Wie auch andere Gemeinden der Untermosel liegt Oberfell klimatisch begünstigt in einer der wärmsten Regionen Deutschlands.

Geschichte

Das Gemeindegebiet war schon in vor- und frühgeschichtlicher Zeit besiedelt. Auf dem über der Ortschaft liegenden Bleidenberg wurden bei archäologischen Ausgrabungen eine keltische Pfostenschlitzmauer und eine mittelalterliche Blidenstellung dokumentiert. Es kann von einer intensiveren Besiedlung während der Eisenzeit (ca. ab 800 v. Chr.) ausgegangen werden. Einzelfunde legen eine erste Besiedlung bereits in der Jungsteinzeit nahe. Vereinzelte Lesefunde stammen vermutlich aus der frühen Altsteinzeit.[3]

Im Alten Reich gehörte Oberfell, wie auch das benachbarte Alken, jeweils zur Hälfte den Erzstiften Trier und Köln. In preußischer Zeit wurde es 1816 dem Kreis Sankt Goar im Regierungsbezirk Koblenz zugewiesen.

Bevölkerungsentwicklung
Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Oberfell, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2][1]

Jahr Einwohner
1815 363
1835 489
1871 599
1905 596
1939 687
1950 779
Jahr Einwohner
1961 854
1970 930
1987 1.004
1997 1.169
2005 1.141
2014 1.080

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Oberfell besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[4]

Wahl CDU FWG Gesamt
2014 9 7 16 Sitze
2009 9 7 16 Sitze
2004 9 7 16 Sitze

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Der oberhalb der Ortschaft liegende Bleidenberg war durch eine keltische Pfostenschlitzmauer gesichert, die vermutlich das gesamte Plateau des Berges umfasste. Ein entsprechender Befund wurde 2001 bei archäologischen Grabungen gesichert. Die Gemeinde ließ einen Teil der Mauer am Fundort rekonstruieren, um die Ausmaße zu veranschaulichen. Auf dem Bleidenberg oberhalb der Ortschaft steht eine Wallfahrtskirche, die 1248 der damalige Trierer Erzbischof erbauen ließ und weihte.
Die katholische Pfarrkirche St. Nikolaus wurde im 14. Jahrhundert erbaut, der romanische Kirchturm und dessen Bemalung konnten erhalten werden.[5] Das alte Pfarrhaus ist eines der ältesten erhaltenen Gebäude des Ortes. Im Obergeschoss ist das Heimatmuseum der Gemeinde eingerichtet.

Regelmäßige Veranstaltungen

Am ersten Wochenende im September findet alljährlich die Weinkirmes statt. Am 10. Oktober richtet der örtliche Junggesellenverein das Junggesellenfest in Form eines eintägigen Oktoberfestes aus. Jeweils eine Woche vor den Sommerferien findet das Serenadenkonzert statt. Seit 1248 geht eine Woche nach Pfingsten eine Prozession zur Bleidenbergkirche. Die Kulturförderung Oberfell veranstaltet regelmäßig Konzerte, Theater, Comic usw. in der Weinscheune Birnbach, Mosella-Halle, Pfarrkirche St. Nikolaus, Wallfahrtskirche auf dem Bleidenberg, Kulturstätte "Altes Pfarrhaus".

Weinbau

Oberfell gehört zum „Weinbaubereich Burg Cochem“ im Anbaugebiet Mosel. Im Ort sind drei Weinbaubetriebe tätig, die bestockte Rebfläche beträgt einen Hektar. Etwa 82 % des angebauten Weins sind Weißweinrebsorten (Stand 2007).[2]

Weinlagen (moselabwärts gesehen)[6]

  • Oberfeller Rosenberg
  • Oberfeller Goldlay, darüber der Oberfeller Brauneberg

Verkehr

  • Am rechten Moselufer entlang führt die B 49 Koblenz - Treis-Karden - Cochem am Ort vorbei. Eine in Richtung Hunsrück führende Kreisstraße verbindet Oberfell mit Pfaffenheck an der Hunsrückhöhenstraße (B 327).
  • Es verkehrt regelmäßig ein Bus, der Oberfell mit Koblenz und Burgen verbindet.
  • Im Sommerhalbjahr legen die Ausflugsschiffe der Personenschifffahrt MS Goldstück und der Personenschifffahrt Gebr. Kolb in Oberfell an.
  • Des Weiteren ist Oberfell Teil der Wasserwanderroute Mosel.

Bildung

Die Gemeinde hat eine Grundschule, eine Kindertagesstätte sowie eine Musikschule.

Söhne und Töchter

Sonstiges

Oberfell erhielt im Jahr 2005 eine Goldmedaille im Landeswettbewerb Unser Dorf hat Zukunft.

Ortsneckname
Ein modernes Denkmal im Ortskern erinnert an den Ortsnecknamen Moosrebber. Die Inschrift erklärt: Im Kriegsjahr 1917 rief die Regierung zur Laubsammlung für das notleidende Vieh auf. Für einen Zentner wurden 18 Mark gezahlt. Die Oberfeller waren am fleißigsten und sammelten 270 Zentner … und wie die Ironie so spielt, wurden die Oberfeller fortan in den Nachbarorten „Moos(geld)rebber“ genannt. Auch der örtliche Möhnenverein hieß Fidele Moosrebber.

Weblinks

 Commons: Oberfell  – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. 2,0 2,1 2,2 Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Die Steinzeit auf dem Bleidenberg
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Informationen auf der Homepage der Ortsgemeinde Oberfell
  6. Joachim Krieger: Terrassenkultur an der Untermosel. Joachim Krieger Verlag, Neuwied 2003

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Oberfell (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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