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Oberems (Hessen)


Oberems
Gemeinde Glashütten
Höhe: 410 m ü. NHN
Fläche: 6,63 km²[1]
Einwohner: 700 (2004)
Bevölkerungsdichte: 106 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 61479
Vorwahl: 06082

Oberems im Taunus ist einer von drei Ortsteilen der Gemeinde Glashütten im hessischen Hochtaunuskreis. Das Dorf mit etwa 700 Einwohnern (2004) hat eine Fläche von 663 ha.

Geographie

Lage

Oberems liegt innerhalb des Östlichen Hintertaunus etwa 24 km nordwestlich vom jenseits des Taunushauptkamms gelegenen Frankfurt am Main. Im Naturpark Taunus befindet es sich rund 3,8 km westnordwestlich vom Gipfel des Großen Feldbergs (881,5 m ) und etwa 2,3 km (je Luftlinie) nordnordwestlich des Glaskopfs (686,8 m ). Nachbarorte von Oberems sind Seelenberg im Nordnordosten, Nieder- mit Oberreifenberg im Ostnordosten, Glashütten im Süden, Kröftel im Südwesten, Nieder-Oberrod im Westen und Wüstems im Nordnordwesten.

Der felsige Zacken ist eine etwa 640 m hohe Erhebung aus Schiefer östlich von Oberems. Er ist beliebtes Trainingsgelände für Bergsteiger und Teil des Weilsberg, der mit 700,7 m vierthöchste Taunuserhebung ist. Unterhalb des Zackens gibt es eine ähnliche Felsformation die als „kleiner Zacken“ nicht ganz so bekannt ist, und durch starke Bewaldung nicht mehr vom Zacken aus direkt zu sehen ist.

Emsbach

Durch Oberems fließt der Emsbach, von dem sich der Dorfname ableitet. Es handelt sich um einen Bach, der südöstlich von Oberems am Kleinen Feldberg entspringt, durch Oberems, Waldems und weiter durch den Goldenen Grund nach Bad Camberg fließt und bei Limburg in die Lahn mündet. Die Emsbachquelle ist historisch auch als Seelborn bekannt. Oberhalb des Sportplatzes des Ortes liegt das Naturschutzgebiet Oberes Emsbachtal.

Geschichte

Das Gebiet des heutigen Oberems lag zur Römerzeit jenseits des Limes, blieb aber sicher nicht von römischen Einflüssen verschont, da der Limes die Taunusgemeinde zwischen den Ortsteilen Glashütten und Oberems, im oberen Emsbachtal zwischen Glaskopf und kleinem Feldberg, im Bereich der „Emsbachschlucht“ teilt. Später siedelten in der Gegend vor allem Alemannen und später Franken. Ab 790 galt der Taunus als vollständig christianisiert und war seelsorgerisch dem Bistum Mainz angegliedert.

Die erste urkundliche Erwähnung von Oberems stammt aus dem Lehnsbuch der Herren von Eppstein aus dem Jahr 1294. Jedoch ist Oberems wahrscheinlich älter: Viele Fundstellen früher Eisenerzverhüttung und Köhlertätigkeit lassen frühere Siedlungen plausibel erscheinen.

Im Gegensatz zu den anderen Ortsteilen Glashüttens gehörte Oberems historisch zu Nassau-Usingen. Hierdurch wurde Oberems Teil des Herzogtums Nassau bzw. der preußischen Provinz Hessen-Nassau.

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen schlossen sich am 31. Dezember 1971 die Gemeinden Oberems und Glashütten freiwillig zur Gemeinde Glashütten zusammen.[2]

Wirtschaft und Infrastruktur

Das Gewerbe beschränkt sich auf eine Gaststätte, eine Kfz-Werkstatt und einen Friseur sowie einige bäuerliche Betriebe. Heute sind die Einwohner Pendler ins Rhein-Main Gebiet. Hierdurch hat sich die Zahl der Bewohner von 303 im Jahr 1910[3] auf jetzt etwa 950 vergrößert. Zwischen Glashütten und Oberems bestanden im Mittelalter Glashütten, von denen sich der Name der Großgemeinde ableitet.

Die Commerzbank AG betreibt in Oberems ihr Schulungszentrum.

Im Ort befinden sich die evangelische Kirche sowie der evangelische Kindergarten Oberems.

Brunnen

Den Dorfplatz schmückt der gusseiserne Brunnen von 1879. Am 3. Juni 1879 vergab die Gemeinde Oberems den Auftrag, den Brunnen zu liefern für 220 Mark und 40 Pfennig an Wilhelm Dauber in Heftrich. Er ersetzte den mittleren der hölzernen Laufbrunnen des Ortes, der undicht geworden war. Aus der Baugleichheit mit dem Brunnen in Dasbach ist mit hoher Wahrscheinlichkeit abzuleiten, dass auch dieser Brunnen in der Michelbacher Hütte gegossen wurde. Der ursprünglich mit grüner Ölfarbe gestrichene Brunnen wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts von der Ortsmitte an die Pfannengasse umgesetzt. Anfang des 20. Jahrhunderts war der Brunnen in einem schlechten Zustand. Mit Hilfe von Spendengeldern wurde eine Sanierung vorgenommen und der Brunnen an seinen heutigen Platz in der Ortsmitte zurückversetzt.[4]

Verkehr

Die Bundesstraße 8 verläuft oberhalb des Ortes und erschließt die Fahrt über Königstein im Taunus nach Frankfurt am Main in südlicher bzw. Limburg an der Lahn in nördlicher Richtung.

Freizeit- und Sportanlagen

In der Region ist Oberems unter anderem für das Segelfluggelände Oberems bekannt, ein Flugplatz der Flugsportgruppe Feldberg, der nordnordwestlich von Oberems in Richtung Wüstems liegt.

Des Weiteren gibt es einen Fußballplatz im Wald am oberen Ende des Mühlwegs. Er wurde im Jahr 2005 für 600.000 Euro renoviert und mit einer Spielfläche aus Kunstrasen versehen. Der Oberemser Fußballverein Zackenkicker hat hier sein Domizil. Der Namen des Vereins (Zackenkicker) wurde nach der unmittelbar in der Nähe liegenden Felsformation des „Zacken“ benannt.

Weblinks

 Commons: Oberems (Hessen)  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. „Zahlen, Daten, Fakten“ im Internetauftritt der Gemeinde Glashütten
  2. Gerstenmeier, K.-H. (1977): Hessen. Gemeinden und Landkreise nach der Gebietsreform. Eine Dokumentation. Melsungen. S. 265
  3. Meyers Orts- und Verkehrslexikon des Deutschen Reichs. Leipzig/ Wien 1912. (online)
  4. Ingrid Berg: Der gusseiserne Dorfbrunnen zu Oberems. In: Jahrbuch des Hochtaunuskreises 2002. ISBN 3-7973-0784-5, S. 95–98.

Kategorien: Ort im Hochtaunuskreis | Ehemalige Gemeinde (Hochtaunuskreis) | Glashütten (Taunus)

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Oberems (Hessen) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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