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Nordische Filmtage Lübeck


Die Nordischen Filmtage Lübeck (Abkürzung: NFL) wurden 1956 vom Lübecker Filmclub zum ersten Mal veranstaltet und zählen zu den traditionsreichsten Filmfestivals weltweit. Sie sind das einzige Festival in Deutschland und neben dem später entstandenen Festival du cinéma nordique im französischen Rouen das einzige in Europa, das sich ganz auf die Präsentation von Filmen aus dem Norden und dem Nordosten des Kontinents spezialisiert hat.

Entwicklung

Die Filmtage finden seit 1956 alljährlich in der ersten Novemberwoche statt. Sie werden von der Hansestadt Lübeck zusammen mit den Filminstituten der nordischen und baltischen Länder veranstaltet. Die künstlerische Leitung hat Linde Fröhlich inne. Linde Fröhlich übernahm die künstlerische Leitung Ende 2000. Ihr zur Seite steht als weiterer Festivalleiter der Nordischen Filmtage Lübeck seit 2012 Festival Manager Christian Modersbach.

Alljährlich werden in Lübeck die aktuellen Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme aus Skandinavien, dem Baltikum, Finnland und Island vorgestellt. Daneben gibt es ein umfangreiches Kinder- und Jugendprogramm und eine Retrospektive, die wichtigen Epochen, bestimmten Genres oder bedeutenden Persönlichkeiten der Filmgeschichte gewidmet ist. Im Filmforum sind neue Produktionen mit Bezug zu Schleswig-Holstein und Hamburg zu sehen. Begleitend finden Seminare, Diskussionen und Gesprächsrunden statt. Die Preise werden auf einer Filmpreisgala am vorletzten Abend der Filmtage verliehen.

Die Nordischen Filmtage Lübeck sind mit zuletzt fast 30.000 Besuchern (2014) ein großes Publikumsfestival und ein wichtiger Treffpunkt für die Filmbranche aus Deutschland sowie Nord- und Nordosteuropa. Viele der Regisseure, die in Lübeck ihre Debütwerke vorstellten, haben mittlerweile Weltruhm erlangt – wie Bille August, Lasse Hallström, Aki Kaurismäki oder Fridrik Thór Fridriksson.

Derzeit werden bei den NFL acht Filmpreise vergeben: der Spielfilmpreis des NDR, der Publikumspreis der Lübecker Nachrichten, der Baltische Filmpreis für einen nordischen Spielfilm, der Kirchliche Filmpreis INTERFILM, der Dokumentarfilmpreis des Deutschen Gewerkschaftsbundes, der Preis der Kinderjury, der Kinder- und Jugendfilmpreis der Nordischen Filminstitute und der CineStar-Preis für einen in Norddeutschland hergestellten Kurzfilm.

Festival 2006

Das auf fünf Veranstaltungstage verlängerte Festival verzeichnete mit 20.500 Besuchern einen Zuschauerrekord. Aus Anlass des 100-jährigen Bestehens wurde die Nordisk Film A/S mit einer Retrospektive geehrt. Erstmals wurden in der von den NFL und der schleswig-holsteinischen Filmförderung MSH gemeinsam veranstalteten „Filmpreisnacht“ fünf NFL-Preise sowie der mit 55.000 Euro dotierte Schleswig-Holstein Filmpreis der MSH in vier Kategorien vergeben.

Festival 2007

Das 49. Festival fand vom 31. Oktober bis 4. November 2007 statt. Das Filmforum Schleswig-Holstein, die Sektion der Filmtage für Produktionen aus Deutschlands nördlichstem Bundesland, feierte 20-jähriges Bestehen.

Festival 2008

Die 50. Nordischen Filmtage fanden vom 29. Oktober bis 2. November 2008 statt und wurden mit dem dänischen Spielfilm Der Tanz von Pernille Fischer Christensen eröffnet.[1]

Festival 2009

Die 51. Nordischen Filmtage fanden vom 4. bis 8. November 2009 statt und wurden mit dem norwegischen Spielfilm Das Orangenmädchen eröffnet. Der Film von Eva Dahr basiert auf dem gleichnamigen Roman (Das Orangenmädchen) von Jostein Gaarder.

Festival 2010

Die 52. Nordischen Filmtage fanden vom 3. bis 7. November 2010 statt und wurden mit dem schwedischen Spielfilm Sound of Noise eröffnet, einer Krimikomödie von Ola Simonsson und Johannes Stjärne Nilsson. Als Stargäste begrüßte man unter anderem Stellan Skarsgård.

Festival 2011

Die 53. Nordischen Filmtage fanden vom 2. bis 6. November 2011 statt und wurden mit dem norwegischen Spielfilm Happy, Happy eröffnet, eine Tragikomödie von Anne Sewitsky. Nach fünf Jahren wurde der Norddeutsche Filmpreis eingestellt und das Festival konzentriert sich auf das skandinavische und baltische Kernprogramm.

Festival 2012

Die 54. Nordischen Filmtage fanden vom 31. Oktober bis 4. November 2012 statt. Das Filmforum, Sektion für den norddeutschen Film, feierte 25. Jubiläum. Thema der Retrospektive waren skandinavische Gruselfilme.

Festival 2013

Vom 30.10. bis 3. November 2013 fanden die 55. Nordischen Filmtage Lübeck statt. „Nord!wärts im Film: Spitzbergen und der Weg zum Pol“ war das Thema der Retrospektive, eröffnet wurde das Festival mit dem isländischen Film "Von Pferden und Menschen" von Benedikt Erlingsson.

Festival 2014

Die 56. Nordischen Filmtage Lübeck (29. Oktober-2. November 2014) konnten einen neuen Besucherrekord verzeichnen mit fast 30.000 Besuchen. Eröffnet wurden sie von 1001 Gramm des norwegischen Regiestars Bent Hamer.

Festival 2015

Die 57. Ausgabe der Nordischen Filmtage Lübeck fand vom 4. bis 8. November 2015 statt. Zur Eröffnung wurde der Film Sture Böcke (Hrútar) des Isländers Grímur Hákonarson gezeigt. Die Retrospektive widmet sich in diesem Jahr dem Thema „Nordlandreisen. Travelogues & Roadmovies“.

Prämierte Filme

Auswahl NDR-Filmpreis

Auswahl Publikumspreis der Lübecker Nachrichten

  • 1998: Das Fest (Festen) – Regie: Thomas Vinterberg, Dänemark
  • 1999: Der Weg nach draußen (Vägen ut) – Regie: Daniel Lind Lagerlöf, Schweden
  • 2000: Die Bank (Bænken) – Regie: Per Fly, Dänemark
  • 2001: Elling – Regie: Petter Næss, Norwegen
  • 2002: Der Mann ohne Vergangenheit (Mies vailla menneisyyttä) – Regie: Aki Kaurismäki, Finnland
  • 2003: Der Himmel stürzt ein (Himmelfall) – Regie: Gunnar Vikene, Norwegen
  • 2004: Verschwörung im Berlin-Express (Skenbart – en film om tåg) – Regie: Peter Dalle, Schweden
  • 2005: Die beste Mutter (Äideistä parhain) – Regie: Klaus Härö, Finnland
  • 2006: 1:1 (En til en) – Regie: Annette K. Olesen, Dänemark
  • 2007: Underbara älskade – Regie: Johan Brisinger, Schweden
  • 2008: Die Rebellion von Kautokeino (Kautokeino opprøret) – Regie: Nils Gaup, Norwegen
  • 2009: Postia pappi Jaakobille – Regie: Klaus Härö, Finnland
  • 2010: Ein gutes Herz (The Good Heart) – Regie: Dagur Kári, Island
  • 2011: King of Devil’s Island (Kongen av Bastøy) – Regie: Marius Holst, Norwegen
  • 2012: Die Jagd (Jagten) – Regie: Thomas Vinterberg, Dänemark
  • 2013: Kertu - Regie: Ilmar Raag, Estland
  • 2014: HalloHallo (HallåHallå ) - Regie: Maria Blom, Schweden

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Vgl. Nordische Filmtage: Festival mit "Der Tanz" eröffnet. In: fr-online.de. 30. Oktober 2008, abgerufen am 19. Dezember 2014.

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Nordische Filmtage Lübeck (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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