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Niederkirchen bei Deidesheim


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bad DürkheimVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verbandsgemeinde: Deidesheim
Höhe: 110 m ü. NHN
Fläche: 3,78 km²
Einwohner: 2359 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 624 Einwohner je km²
Postleitzahl: 67150
Vorwahl: 06326
Kfz-Kennzeichen: DÜW
Gemeindeschlüssel: 07 3 32 039
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Bahnhof 5
67146 Deidesheim
Webpräsenz: www.niederkirchen.de
Ortsbürgermeister: Josef Seckinger (CDU)
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Niederkirchen bei Deidesheim ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bad Dürkheim in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Deidesheim an.

Geschichte

Erstmals erwähnt wurde Niederkirchen 699 als Didinnes-chaime in einer Urkunde des Klosters Weißenburg. Der erste urkundliche Beleg für den hiesigen Weinbau stammt aus einer Urkunde des Klosters Fulda, datiert auf das Jahr 770. Während der Zeit der Stammesherzogtümer gehörte der Ort zum Herzogtum Franken. Mit dem im Jahre 1060 begonnen romanischen Kirchengebäude mit seinem markanten Kirchturm erhielt Niederkirchen sein bis heute bestehendes Wahrzeichen. Im Laufe des 11. Jahrhunderts kam der Ort in den Besitz der Fürstbischöfe von Speyer. Vermutlich im 13. Jahrhundert spaltete sich vom Mutterort das heutige Deidesheim ab, woraufhin sich der Name des Ortes von Unterdeidesheim über Niederdeidesheim zu Niederkirchen entwickelte. Im Dreißigjährigen Krieg, starb der Ort fast vollständig aus.

Nach der Besetzung der linksrheinischen Gebiete im Ersten Koalitionskrieg (1794) wurde Niederkirchen 1798 Teil der französischen Republik und dem Kanton Dürkheim im Département du Mont-Tonnerre zugeteilt.

Aufgrund der auf dem Wiener Kongress getroffenen Vereinbarungen kam die Region 1815 zunächst zu Österreich und 1816 aufgrund eines Staatsvertrags an das Königreich Bayern. Niederkirchen gehörte im neu geschaffenen Rheinkreis von 1818 an zum Landkommissariat Neustadt. Seit 1946 ist Niederkirchen Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Religion

Ende 2012 waren 67,1 Prozent der Einwohner katholisch und 17,3 Prozent evangelisch. 14,6 Prozent waren konfessionslos und 0,9 Prozent gehörten einer sonstigen Religion an.[2]

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Niederkirchen bei Deidesheim besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[3]

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2014 10 6 16 Sitze
2009 1 10 5 16 Sitze
2004 9 7 16 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe Niederkirchen e.V.

Bürgermeister

Der Ortsbürgermeister Niederkirchens ist Josef Seckinger (CDU), der sich bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Direktwahl mit 68,4 % der abgegebenen Stimmen gegen seinen Herausforderer von der FWG, Hans Stähly, durchsetzen konnte. Seckingers Vorgänger war Helmut Kähs (CDU).

Wappen

Die Blasonierung des Wappens lautet: „In Rot ein schwebendes angetatztes goldenes Kreuz, oben links und unten rechts bewinkelt von je einem sechsstrahligen silbernen Stern“.

Es wurde 1927 vom Bayerischen Staatsministerium des Innern genehmigt. Aus dem Wappen von Niederkirchen ging auch das von der Stadt Deidesheim hervor. Zur Unterscheidung wurden die Farben und die Anordnung der Sterne abgeändert.[4]

Ein früheres Siegel zeigte zwei gekreuzte Schwerter und einen Stern.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Die katholische Pfarrkirche St. Martin ist eines der ältesten christlichen Baudenkmäler der Pfalz. Die Kirche wurde 1235 erstmals urkundlich erwähnt, Baubefunde lassen jedoch darauf schließen, dass ihr markanter romanischer Vierungsturm aus der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts stammt. Der Chor der Kirche stammt vermutlich aus der Zeit um 1300, das Langhaus wurde 1955/56 angebaut. Der Vierungsturm erfüllte ursprünglich auch die Funktion eines Chorraums; er war also eine Chorturmanlage, ein weitverbreiteter Bautyp mittelalterlicher Landkirchen.

Als eine der wenigen erhaltenen Dorfkirchen aus dem 11. Jh. in der Pfalz und wegen ihrer unmittelbaren Nachbarschaft zur stilistisch ähnlichen Klosterkirche der Limburg bei Bad Dürkheim und zum Speyerer Dom ist die Niederkirchener Pfarrkirche von besonderer kunsthistorischer Bedeutung.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Niederkirchen bei Deidesheim

Sport

Den sicherlich größten Erfolg, gerade für einen Verein aus der Provinz, verzeichnete die Frauenfußballmannschaft des TuS Niederkirchen 1993 mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft.

Regelmäßige Veranstaltungen

Am letzten Wochenende des Juni findet in Niederkirchen das Fest um den Wein statt, ein Weinfest, bei dem hiesige Weinbaubetriebe Ausschankstellen rund um den Dorfplatz betreiben.

Söhne und Töchter der Gemeinde

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. ewois, Stand: 31. Dezember 2012
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Gemeinderatswahlen
  4. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3

Kategorien: Ort im Landkreis Bad Dürkheim | Niederkirchen bei Deidesheim | Weinort in Rheinland-Pfalz | Gemeinde in Rheinland-Pfalz

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Niederkirchen bei Deidesheim (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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