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Niederalteich


Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Niederalteich. Zum Kloster Niederaltaich siehe dort.
Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: DeggendorfVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 312 m ü. NHN
Fläche: 9,96 km²
Einwohner: 1714 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 172 Einwohner je km²
Postleitzahl: 94557
Vorwahl: 09901
Kfz-Kennzeichen: DEG
Gemeindeschlüssel: 09 2 71 138
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Guntherweg 3
94557 Niederalteich
Webpräsenz: www.niederalteich.de
Bürgermeister: Albin Dietrich (UWG)
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Niederalteich ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Deggendorf.

Geografie

Geografische Lage

Die Gemeinde liegt am linken Donauufer etwa fünf Kilometer südöstlich der Mündung der Isar in die Donau am Fuße des Bayerischen Waldes.

Geschichte

Der Ort entstand im Laufe der Zeit aus dem Benediktinerkloster Niederaltaich, das im Jahre 731 oder 741 von Herzog Odilo von Bayern gegründet wurde. Die Mönche kamen aus dem Inselkloster Reichenau im Bodensee. Sie wählten ein unbewohntes Gebiet im Mündungsgebiet der Isar und bauten auf einer Anhöhe das Kloster, das dem Heiligen Mauritius geweiht wurde. Abt Eberswind war der erste Abt, der diesen Ort Altaha (bedeutet "Altwasser") nannte. Im Jahre 788 nach dem Sturz der Agilolfinger wurde die Abtei Altaich durch Karl den Großen zum Reichskloster erhoben. Das Kloster wurde anfang des 10. Jahrhunderts mehrmals durch Einfälle von Ungarn und Tschechen zerstört. Ebenfalls in diesem Jahrhundert wurde das Kloster zum Kanonikerstift und aus den Mönchen wurden Chorherren, die für die herzogliche Grablege der Luitpoldinger zuständig waren. Nach der Zeit der Ungarneinfälle ab 990 gab es wieder Benediktiner im Kloster und der Heilige Gotthard war Abt des Klosters. Er führte sowohl Altaich als auch die Klöster Kloster Hersfeld und Kloster Tegernsee durch seine benediktinischen Reformen zu neuer Blüte. In diesen Klöstern bekleidete er zum Teil zeitgleich das Amt des Abtes.

Der Ort Alteich soll im Jahre 1226 60 Häuser gehabt haben. Das Kloster erhielt in der Mitte des 13. Jahrhunderts die niedere Gerichtsbarkeit über den Ort, die das Kloster bis zu seiner Aufhebung 1803 ausübte.

Im Jahre 1918 wurde das Kloster von Metten aus wieder bezogen. Die Abteikirche erhielt 1932 den päpstlichen Ehrentitel Basilika minor.

Im Jahr 2013 wurde Niederalteich von dem Hochwasser heimgesucht, das im Mai und Juni viele Orte Mitteleuropas betraf. Der Pegelhöchststand wurde bei 8,15m gemessen, bis zum 4. Juni wurden über 1800 Anwohner evakuiert. Am Mittag des Tages brach ein Damm bei Winzer, dadurch wurden bis zum Abend weite Teile des Dorfes überschwemmt.[2]

Politik

Gemeinderat

Sitze (in Klammern die Stimmenverteilung) bei Gemeinderatswahlen:

BüF/ödp CSU SPD UWG Gesamt
2002 4 4 3 2 13
2008 4 (28,9 %) 3 (28,4 %) 2 (21,3 %) 3 (21,5 %) 12
2014 3 (20,97 %) 3 (29,24 %) 2 (19,82 %) 4 (29,97 %) 12

Die Kommunalwahlen am 16. März 2014 ergaben bei einer Wahlbeteiligung von 70,8 % folgendes Ergebnis:

  • UWG: Anton Messert, Wilhelm Habereder, Maximilian Pfaffinger, Franz Dullinger
  • CSU: Johann Kapfenberger, Konrad Geiß, Franz-Xaver Kremhöller
  • BüF/ödp: Petra Nadolny (2. Bürgermeisterin), Dr. Martin Emlinger, Dorothea Gaschler
  • SPD: Franz Ninding, Josef Staudhammer

Bürgermeister

Zum ersten Bürgermeister wurde am 16. März 2014 Albin Dietrich (UWG) mit 63,27 % gewählt. Sein Mitbewerber Johann Kapfenberger (CSU) erhielt 36,73 %.
Bei der Gemeinderatssitzung am 8. Mai 2014 wurde Petra Nadolny (BüF/ödp) zur 2. Bürgermeisterin gewählt.

Wappen

Die Wappenbeschreibung lautet: In Gold über grünem Dreiberg ein blauer Wellenbalken, darüber schräg gekreuzt ein roter Abtstab und ein rotes Haumesser.

In dem Wappen kommt die enge Verbindung mit dem Kloster Niederaltaich zum Ausdruck. Der Dreiberg stammt aus dem Wappen des Klosters. Dies wird durch den Abtsstab noch verdeutlicht. Das Haumesser wurde verwendet, um Schilf an der Donau zu schneiden. Die Wellenlinie steht für die Donau, an der Niederalteich liegt.

Klima-Bündnis

Niederalteich ist mit dem Gemeinderatsbeschluss vom 7. Dezember 2004 dem internationalen Klima-Bündnis beigetreten und hat damit ein Zeichen für den Willen zu Nachhaltigkeit in der Kommunalpolitik gesetzt.

Gemeindepartnerschaften

freundschaftliche Verbindungen bestehen zu:

  • Osterreich Österreich: Spitz, (in der Wachau in Österreich, seit 1976) Das Gebiet um die Marktgemeinde gehörte von 812 bis 1504 dem Kloster Niederaltaich und war lange Zeit eine bayerische Enklave in Österreich.
  • Ungarn Ungarn: Bakonybél (Ungarn, seit 2000) Die Gründung von Bakonybél geht auf die Missionstätigkeit des Heiligen Gunthers zurück.

Schulische Verbindung (St.-Gotthard-Gymnasium) zu:

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft[3]

  • Richard Anthofer Schreinerei Bauelemente
  • DenkWerkstatt – Franz Xaver Denk GmbH
  • Reitberger Druckerei
  • Metall und Anlagenbau Dieter-Rustler GmbH
  • Hubert Ammer Landschaftsarchitekt
  • Metallbau Voggenreiter GmbH & Co. KG
  • Pietätsartikel Franz Kindermann
  • Biogärtnerei Haushofer
  • Dictum GmbH (Holzverarbeitungs Workshops)
  • Eisenhardt Edelstahlverarbeitung

Verkehr

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

  • Kloster Niederaltaich mit Barockbasilika und Klosteranlage, Kirche erbaut von 1700 bis 1739 unter Abt Joscio Hamberger (1700–1739)
  • Hofmarksrichterhaus, erbaut 1705 bis 1706

Liste der Baudenkmäler in Niederalteich

Bildung

Weblinks

 Commons: Niederalteich  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Hochwasser-Katastrophe: Niederalteich geflutet − Not-Evakuierung , auf pnp.de vom 4. Juni 2013
  3. http://www.niederalteich.de/a/09_Wirtschaft.php

Kategorien: Ort im Landkreis Deggendorf | Niederalteich | Gemeinde in Bayern | Ort an der Donau

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Niederalteich (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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