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Niedensteiner Kopf


Niedensteiner Kopf

Blick vom Ederseeweg am Berg Altenburg der Niedensteiner Altenburg nach Niedenstein mit dem Niedensteiner Kopf

Höhe 475 m ü. NHN [1]
Lage bei Niedenstein; Schwalm-Eder-Kreis, Hessen (Deutschland)
Gebirge Hinterhabichtswälder Kuppen, Habichtswald
 
Gestein Basalt
Besonderheiten Hessenturm (AT) mit Gaststätte; einstiger Burgstandort

Der Niedensteiner Kopf im Habichtswälder Bergland ist eine 475 m ü. NHN [1] hohe Basaltkuppe nördlich von Niedenstein im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis.

Während auf dem Berg im Mittelalter eine Burg stand, sind dort heute der Hessenturm und eine Wandergaststätte beliebte Ausflugsziele.

Geographie

Lage

Der Niedensteiner Kopf liegt am Südrand des Habichtswälder Berglandes und ist die südöstlichste der Hinterhabichtswälder Kuppen. Im Naturpark Habichtswald erhebt er sich als Westausläufer der Langenberge zwischen der Niedensteiner Kernstadt direkt westlich und dem Niedensteiner Stadtteil Ermetheis im Südosten. Westlich vorbei besonders mit Fichten bewachsenen Berg fließt der Ems-Zufluss Wiehoff.

Naturräumliche Zuordnung

Der Niedensteiner Kopf gehört in der naturräumlichen Haupteinheitengruppe Westhessisches Berg- und Senkenland (Nummer 34) bzw. in der Haupteinheit Habichtswälder Bergland (342) zum Naturraum Hinterhabichtswälder Kuppen (342.2).

Burggeschichte

Auf dem Berg stand im Mittelalter eine Burg, deren Geschichte bis heute weitgehend ungeklärt ist. Die erste Erwähnung ist aus dem Jahr 1254, als Konrad von Elben die Burg für die Herzogin Sophie von Brabant und deren Sohn Heinrich I. gegen die Leute des Mainzer Erzbischofs Gerhard I. von Dhaun hielt. Konrad von Elben gründete danach im Auftrage Sophies am Westhang des Burgbergs, auf ihm selbst gehörenden Gebiet der Urgemarkung Wichdorf, die neue, schon 1259 als Stadt bezeichnete Siedlung „Nydensteyne“. Die Anlage war danach offensichtlich im Besitz des Landgrafen Heinrich I. von Hessen und seiner Nachfolger und wurde mit Burgmannen und Ministerialen aus den umliegenden Ortsadel besetzt. Ungewiss bleibt der Zeitpunkt ihrer Zerstörung, aber vermutlich wurde die Burg schon bald aufgegeben, nachdem sie 1385 oder 1387 durch Truppen des Mainzer Erzbischofes Adolf I. von Nassau zerstört worden war. Der Kupferstecher Wilhelm Dilich bezeichnete 1608 die Burg als „längst verfallenes Schloss“. Heute sind keinerlei Reste der Burg mehr nachweisbar.

Hessenturm

1929 regte der Niedensteiner Lehrer und Vorsitzende des Gebirgsvereins Niedenstein, Wilhelm Hecker, den Bau des Aussichtsturms Hessenturm auf dem zerklüfteten Gipfelplateau des Niedensteiner Kopfes an. Durch Sammlungen unter den Vereinsmitgliedern und Zuschüssen von Behörden wurde im April 1931 mit dem Bau begonnen. Am 21. Juni 1931 wurde der hölzerne Turm eingeweiht. 1970 musste die Aussichtsplattform erneuert werden. Aus diesem Anlass wurde der Hessenturm um eine Etage auf die heutige Höhe von 18 m erhöht, die Holzschindeln gegen Eternitschindeln ausgetauscht und der Turm schließlich am 4. Juni 1971 seiner neuen Bestimmung übergeben. 2008 wurde die Außenverkleidung gegen Aluminium-Material ausgetauscht.[2]

Lange Zeit war der Turm nur zu Fuß erreichbar. Seit der Eröffnung einer kleinen Wandergaststätte am Turmfuß ist es jedoch möglich, mit dem Auto direkt dorthin zu gelangen. Betreiber von Turm und Gaststätte, die von Ostern bis Ende Oktober an Sonn- und Feiertagen geöffnet ist, ist der Hessisch-Waldeckische Gebirgs- und Heimatverein Niedenstein.[3]

Vom Turm fällt der Blick in den Chattengau, zum Beispiel hinab nach Ermetheis, Niedenstein und Wichdorf sowie hinüber nach Elmshagen.

Wandern und Wintersport

Über den Niedensteiner Kopf führt die Extratour H5 des Habichtswaldsteigs, nördlich vorbei verläuft der Ederseeweg. In der kalten Jahreszeit wird bei geeigneten Schneebedingungen auf dem Nordosthang ein Skilift des Skiclubs Ermetheis aufgestellt.

Literatur

  • Eduard Brauns: Wander- und Reiseführer durch Nordhessen und Waldeck. A. Bernecker Verlag, Melsungen 1971, S. 76
  • Karl E. Demandt: Geschichte des Landes Hessen. Johannes Stauda Verlag, Kassel 1981, S. 193

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  2. Die Geschichte des Hessenturms , auf hessenturm.de
  3. Hessisch-Waldeckischer Gebirgs-und Heimatverein Niedenstein e.V. , auf www.hessenturm.de

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Niedensteiner Kopf (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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