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Newe Zeytung


Als Newe Zeytung (oder Neue Zeitung) werden die ersten, gedruckten Nachrichtenblätter bezeichnet. Die bereits erscheinenden Zeitungen, wie die Fuggerzeitung waren noch handschriftliche Nachrichtensammlungen. Die „Neuen Zeitungen“ gelten dagegen als die Vorläufer der modernen Zeitung. „Neue Zeitungen“ ist der Sammelbegriff für verfasste und dann gedruckte Nachrichten und Berichte.

Newe Zeytung vom orient und auff gange“, so die Überschrift eines Artikels, der 1502 erstmals die Bezeichnung „Zeitung“ für ein gedrucktes Nachrichtenblatt verwendete. In dieser ersten Zeitung wurde die Wiedereroberung der Insel Lesbos durch die Franzosen mitgeteilt. Die „Neuen Zeitungen“ waren in der Regel thematisch begrenzte, jeweils nach Bedarf und aus besonderem Anlass veröffentlichte Nachrichtenblätter von 1 bis 20 Seiten Umfang.

Titelzeilen und Text waren häufig mit Holzschnitten, Illustrationen, Rahmenleisten, Initialen und Vignetten ausgeschmückt und bildeten somit ein erstes Zeitungslayout heraus. Sie waren zumeist großformatig.

Sie berichteten von aktuellen Ereignissen oder fassten die politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Begebenheiten der letzten Zeit zusammen. Bevorzugt Sensationsnachrichten wurden veröffentlicht. Sie erschienen regelmäßig, besaßen somit damals schon eine gewisse Periodizität und Aktualität.

Circa bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts gab es die „Neuen Zeitungen“, die Titelanzahl zwischen 1500 und 1700 wird auf 5000 bis 8000 geschätzt.

Zu den ältesten gedruckten deutschen „Neuen Zeitungen“ zählt das FlugblattCopia der neuen Zeitung aus Presillg Land“ (=Brasilien-Land). Sie zählt zu den so genannten „Entdeckerzeitungen“.

Einer der frühesten Zeitungsherausgeber in Deutschland war Christoph von Scheurl. Er war in Nürnberg Jurist und Politiker und sammelte Informationen und Nachrichten, die er in einer „Neuen Zeitung“ zusammenfasste und Adligen und Kaufleuten verkaufte. Von 1512 bis 1537 schrieb er diese zunächst handschriftlich und druckte sie dann, somit konnten sie verstärkt verbreitet werden.

Der Begriff „Zeitung“ tauchte als „zidunge“ mit der Bedeutung „Kunde“ oder „Nachricht“ im Raum Köln bereits am Anfang des 14. Jahrhunderts auf.

Literatur

  • Karl Schottenloher: Flugblatt und Zeitung. Ein Wegweiser durch das gedruckte Tagesschrifttum, Band 1: Von den Anfängen bis 1848, Berlin, Schmidt 1922. Neu herausgegeben, eingeleitet und ergänzt von J. Binkowski, München, Klinkhardt und Biermann 1985, ISBN 3-781-40228-2
  • Stöber, Rudolf: Deutsche Pressegeschichte. UVK Verlagsgesellschaft. Konstanz 2005. ISBN 3825227162

Weblinks

Siehe auch


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