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Neunhof (Nürnberg)


Neunhof
Statistischer Bezirk 77
Statistischer Distrikt 770Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/Alternativname falsch
Stadt Nürnberg
Höhe: 305 (304–307) m
Fläche: 4,03 km²
Einwohner: 1529 (31. Dez. 2011)
Bevölkerungsdichte: 379 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 90427
Vorwahl: 0911

Lage des statistischen Bezirks 77 Neunhof (Nürnberg) in Nürnberg

Neunhof liegt im Knoblauchsland und ist heute ein nördlicher Gemeindeteil von Nürnberg. Der erst seit dem 1. Juli 1972 im Rahmen der Gemeingebietsreform aus dem Landkreis Fürth in die Stadt Nürnberg eingemeindete Ort[1] (Statistischer Bezirk 77 - Neunhof, Name der Gemarkung 3448) befindet sich nördlich der Stadt nahe der Einflugschneise des Nürnberger Flughafens. Nachbarorte sind u.a. Kraftshof, Boxdorf und Großgründlach.

Am Nordrand des Ortes fließt der von der Gründlach abgezweigte Lachgraben vorbei.

Lage

Statistische Nachbarbezirke
Großgründlach
Boxdorf
Buch Kraftshof

Sehenswürdigkeiten

Das Schloss Neunhof mit dem umgebenden Barockpark (1964 und 1978/79 rekonstruiert) beherbergt heute eine Zweigstelle des Germanischen Nationalmuseums (Jagdsammlung). Bei der Anlage handelt es sich um den ehemaligen Herrensitz der Familie Kreß (später Kreß von Kressenstein). Das Hauptgebäude folgt dem Bautypus des Nürnberger Weiherhauses. Das Fachwerk ist nach Methoden der Dendrochronologie in das Jahr 1479 datiert und ein Giebel trägt die Jahreszahl 1508.

Mit einem symmetrisch angelegten Park wurde das Adelsanwesen im 18. Jahrhundert zu einem Jagdschloss umgestaltet. Im 2. OG ist die kleine Hauskapelle aus der Barockzeit erhalten.

Der Heimat- und Trachtenverein Neunhof (HTV) unterhält das Heimatmuseum für das Knoblauchsland[2]. Neben historischen bäuerlichen Alltagsgegenständen werden die Trachten und die Geschichte des Dorfes dargestellt.

Am südlichen Ortsrand Richtung Kraftshof sind ein Bildstock (Martersäule) und mehrere Kreuzsteine aufgestellt.[3]

Die Kirchweih findet in Neunhof alljährlich jedes zweite Wochenende im September statt. Eine Besonderheit der Kärwa in Neunhof ist, dass sich das Dorf dabei in zwei konkurrierende Lager aufspaltet, das Oberndorf[4] und das Unterndorf. Beide Kärwagesellschaften stellen am Kärwasamstag einen eigenen Kärwabaum und im Frühjahr einen Maibaum auf. Der Festumzug am Kärwasonntag wird von beiden Lagern getrennt gebaut und durchgeführt. Am Montag wird traditionell der Betzentanz am jeweiligen Kärwabaum getanzt, dabei tragen die drei Vorstände der „Kärwaboum“ sowie die Kärwamädchen die traditionelle Tracht Neunhofs.

Verkehr

Durch den Ort führt als Neunhofer Hauptstraße, Untere und Obere Dorfstraße die Kreisstraße N 3, die Neunhof an die westlich verlaufende Bundesstraße 4 (Erlanger Straße) anbindet.

Die Erschließung mit öffentlichen Verkehrsmitteln erfolgt durch die Stadtbuslinie 31.

Literatur

  • Dehio: Bayern I: Franken. 2. Aufl., München 1999, S.662f.
  • Günther P. Fehring und Anton Ress (†): Die Stadt Nürnberg. Kurzinventar. 2. Aufl. bearb. von Wilhelm Schwemmer, München: Dt. Kunstverl. 1977 [unver. Nachdruck 1982] (= Bayerische Kunstdenkmale; 10), S. 389-396.
  • Irene Spille: Das Patrizierschloß Neunhof bei Nürnberg. Dependance des Germanischen Nationalmuseums, Nürnberg 2001, 34 S.

Weblinks

 Commons: Neunhof  – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Neunhof  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Neuhof, in: Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn, Band 2 – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise

  1. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 602
  2. Heimat- und Trachtenverein Neunhof - Details zum Heimat- und Trachtenverein Neunhof (HTV) und dem Heimatmuseum Homepage des HTV.
  3. Sühnekreuze.de – Details zur Steingruppe . private Website von Steinkreuzforschern. Abgerufen am 24. September 2013.
  4. neunhof-oberndorf.de - Homepage der Oberndörfer Kärwaboum .

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Neunhof (Nürnberg) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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