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Neumarkt im Mühlkreis


Neumarkt im Mühlkreis
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Freistadt
Kfz-Kennzeichen: FR
Fläche: 46,67 km²
 :
Höhe: 632 m ü. A.
Einwohner: 3.145 (1. Jän. 2016)
Bevölkerungsdichte: 67 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4212
Vorwahl: 07941
Gemeindekennziffer: 4 06 12
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktplatz 1
4212 Neumarkt im Mühlkreis
Website: www.neumarkt-muehlkreis.ooe.gv.at
Politik
Bürgermeister: Christian Denkmaier (SPÖ)
Gemeinderat: (2015)
(25 Mitglieder)
10
8
4
3
10 
Lage der Marktgemeinde Neumarkt im Mühlkreis im Bezirk Freistadt
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Neumarkt im Mühlkreis ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Freistadt im Mühlviertel mit 3145 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016 ). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Freistadt.

Geografie

Neumarkt im Mühlkreis liegt auf 632 m Höhe im Mühlviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 10,5 km und von West nach Ost 10,5 km. Die Gesamtfläche beträgt 46,8 km². 15,5 % der Fläche sind bewaldet und 28,9 % der Fläche landwirtschaftlich genutzt.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 26 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Achleiten (25)
  • Au (139)
  • Baumgarten (68)
  • Dingdorf (64)
  • Götschka (227)
  • Kronast (106)
  • Lamm (102)
  • Matzelsdorf (173)
  • Möhringdorf (34)
  • Neumarkt im Mühlkreis (1094)
  • Oberzeiß (72)
  • Pfaffendorf (42)
  • Rudersdorf (137)
  • Sallersdorf (52)
  • Schall (42)
  • Schallersdorf (103)
  • Schiernersdorf (45)
  • Schwandtendorf (88)
  • Steigersdorf (18)
  • Stiftung (27)
  • Traidendorf (34)
  • Trölsberg (28)
  • Trosselsdorf (164)
  • Unterzeiß (100)
  • Willingdorf (24)
  • Zissingdorf (70)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Matzelsdorf, Neumarkt im Mühlkreis, Trosselsdorf und Zeiß.

Nachbargemeinden

Hirschbach Waldburg Freistadt
Ottenschlag
Alberndorf
Kefermarkt
Unterweitersdorf Hagenberg Pregarten

Geschichte

Um 1100 dürfte Neumarkt entstanden sein. Als Grund dafür gilt der Neumarkter Berg, der ein Hindernis für die Salz- und Handelsfuhrwerke zwischen Böhmen und dem oberösterreichischen Salzkammergut darstellte. Es mussten Pferde als Vorspann zum Hinaufziehen der Wagen bereitgestellt werden. Oben angekommen, mussten sich die Pferde und Kutscher ausrasten. 1171 wurde Neumarkt das erste Mal als "novum forum" (lat. Neuer Markt) urkundlich erwähnt. Herzog Heinrich von Österreich versprach in einer Urkunde, das Gebiet rund um Neumarkt im Mühlkreis vor Feinden zu schützen.

Es wurden Raststätten und Stallungen gebaut, dort, wo vorher nur Wald gewesen war. In den nächsten Jahrhunderten wuchs die Zahl der Häuser auf 30 an, die teils entlang der Handelsstraße, teils um die Kirche angelegt wurden. Da an verschiedenen Tagen bis zu 100 Salzfuhrwerke Vorspann und Rast benötigten, gab es bald viele Gastwirtschaften, Kegelbahnen und Schießstätten.

Seit 1490 wird er dem Fürstentum 'Österreich ob der Enns' zugerechnet. 1500 erhob Kaiser Maximilian die Ortschaft zum Markt. Neumarkt bekam Markt- und Handelsfreiheit.

1609 erschütterte ein großer Marktbrand den Ort: 22 Holzhäuser mit Holzschindeln, sowie zahlreiche Urkunden kamen den Flammen zum Opfer.

Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt. Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum "Gau Oberdonau". Nach 1945 lag Neumarkt in der sowjetischen Besatzungszone und nach 1955 folgte der Auf- und Neubau der Infrastruktur. 2003 wurde der Neumarkter Tunnel eröffnet und somit der Durchzugsverkehr aus dem Ortszentrum verbannt.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung[2]
Jahr Einwohner   Jahr Einwohner
1869 2.229   1951 2.317
1880 2.275   1961 2.359
1890 2.290   1971 2.485
1900 2.233   1981 2.539
1910 2.326   1991 2.743
1923 2.428   2001 3.071
1934 2.425   2008 3.080
1939 2.309

Entwicklung und Struktur

Im Jahr 1869 wohnten im Gemeindegebiet 2229 Menschen. Bis 1961 wuchs die Bevölkerungszahl nur wenig. Seit 1961 wächst die Bevölkerung schnell und erreichte 2001 mit 3071 Menschen den bisher höchsten Stand bei einer Volkszählung. Im Jahr 1991 hatte die Gemeinde 2743 Einwohner, bei der Volkszählung 2001 bereits 3071, was einem Anstieg von 12 % entspricht. Am 1. Jänner 2008 verzeichnete die Gemeinde 3080 Einwohner.[2]

Bei der Volkszählung 2001 betrug der Anteil der Einwohner, die 60 Jahre und älter waren, 16,8 %; 21 % waren unter 15 Jahre alt. Der Anteil der weiblichen Bevölkerung lag bei 50,6 %.[3]

Von den 2427 Bewohnern Neumarkts, die 2001 über 15 Jahre alt waren, hatten 4,3 % eine Universität, Fachhochschule oder Akademie abgeschlossen. Weitere 9,3 % hatten eine Matura absolviert, 48,7 % hatten einen Lehrabschluss oder eine berufsbildende mittlere Schule besucht und 37,7 % aller Neumarkter hatten die Pflichtschule als höchsten Abschluss.[4]

Herkunft und Sprache

Der deutsche Dialekt, der im Raum Neumarkt sowie in Oberösterreich allgemein gesprochen wird, ist das Mittelbairische. 98,6 % der Neumarkter gaben 2001 Deutsch als Umgangssprache an. Weitere 0,2 % sprachen hauptsächlich kroatisch, 0,1 % serbisch, der Rest sprach andere Sprachen.

Der Anteil der Neumarkter mit ausländischer Staatsbürgerschaft lag 2001 mit 1,5 % weit unter dem Durchschnitt Oberösterreichs. Dabei hatten 0,4 % der Neumarkter Bevölkerung eine Staatsbürgerschaft aus Deutschland und 1,1 % entfielen auf sonstige Staatsbürger. Insgesamt waren 2001 etwa 2,3 % der Neumarkter in einem anderen Land als in Österreich geboren.[3]

Politik

Die Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen finden alle sechs Jahre, zeitgleich mit der Landtagswahl statt. Von 1945 bis 2003 erreichte die ÖVP immer die Mehrheit, bis 1997 immer die Absolute. Zweitstärkste Partei wurde immer die SPÖ. Die FPÖ wurde bei den Wahlen die drittstärkste Partei. 2003 wurde die ÖVP mit 45,7 % stimmenstärkste Partei, jedoch stellt die SPÖ den Bürgermeister.[5] Bei den Wahlen 2009 wurde erstmals die SPÖ mit 45,2 % stimmenstärkste Partei.[6]

Die Gemeinderatswahl 2009 mit einer Wahlbeteiligung von 91,2 % ergab folgendes Ergebnis:

Partei / politische Gruppierung Stimmen-
anteil
Verän-
derung
Sitze im Gemeinderat Verän-
derung
ÖVP 42,4 % -3,3 % 11 -1
SPÖ 45,2 % +3,3 % 11 0
FPÖ 8,5 % +1,5 % 2 +1
Bürgerliste Neumarkt 3,8 % +-1,4 % 1 0

Bürgermeister der Gemeinde ist Christian Denkmaier von der SPÖ. Der Gemeinderat besteht aus 25 Mitgliedern.

Die nächste Gemeinderatswahl wird turnusmäßig 2015 abgehalten.

Wappen

Das Gemeindewappen zeigt in Blau auf grünem Schildfuß eine goldene, rot gedeckte und schwarz geöffnete Kirche mit einer Uhr am Turm sowie je einem goldenen Kreuz auf dem Dach des Schiffes und dem Zeltdach des linksgestellten Turmes. Die Kirche ist die Neumarkter Pfarrkirche, die um 1185 nachweisbar ist.

Die Verleihung des Gemeindewappens und der Gemeindefarben ist nicht bekannt. Im Jahr 1613 wurde das Wappen wiederum bestätigt, nachdem die alten Urkunden 1609 verbrannten. Der Entwurf des aktuellen Wappens stammt aus 1948 und ist eine vereinfachte Darstellung des Siegels aus dem 17. Jahrhundert mit Umschrift . S . AM . NEWMARCKHT.[7]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Neumarkt im Mühlkreis

Pferdeeisenbahn

Entlang der Kleinen Gusen führte von 1832 bis 1872 die Trasse der Pferdeeisenbahn Budweis–Linz–Gmunden durch das Gemeindegebiet von Neumarkt im Mühlkreis. Es sind noch einige Gebäude, Brücken und Schwellensteine der Pferdeeisenbahn erhalten. Heute führt entlang der Trasse der Pferdeeisenbahn-Wanderweg.

Bauwerke

  • Pfarrkirche Neumarkt: Erstmalige Erwähnung 1185
  • Burgruine Kronest: Eine 1334 erbaute Burg, die seit 1609 unbewohnt und heute eine Ruine im Ortsteil Kronest ist.
  • Burgstall Kammermaier: Burgstall auf dem Kammermaierberg in Trölsberg.
  • Burgruine Möstling: Eine seit 1499 verfallene Burg in Matzelsdorf.
  • Marterln, Kreuzstöcke und Kapellen: Sind im ganzen Gemeindegebiet zu finden

Museen

  • Mostmuseum: Gerätschaften der historischen Mosterzeugung im stoabloßen Presshaus

Musik

  • Musikverein Neumarkt (mit rund 50 Mitgliedern)
  • Kirchenchor & Jugendchor Neumarkt

Sport

  • ASKÖ Neumarkt
  • Sportunion Neumarkt
  • Tennisverein Kronast
  • URFV Neumarkt

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Die Mühlviertler Schnellstraße (S 10) führt unterhalb des Orts in einem Tunnel durch.

Öffentliche Einrichtungen und Bildung

Im Ort stehen ein Kindergarten, eine Volksschule und eine Hauptschule zur Verfügung. Zusätzlich besteht eine Bücherei und ein Freibad. Weiters gibt es zwei Ärzte, Allgemeinmediziner, in der Gemeinde.

Im Gemeindegebiet existieren sechs Freiwillige Feuerwehren, in: Neumarkt, Dingdorf, Lamm, Matzelsdorf, Trosselsdorf und Zeiß.

Persönlichkeiten

  • Josef Mühlbachler (* 1945): Bürgermeister der Stadt Freistadt und Nationalratsabgeordneter
  • Bert Brandstetter: Journalist, Psychologe, Chorleiter und Sänger; Konsulent der oberösterreichischen Landesregierung, Präsident der KA

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. 2,0 2,1 Statistik Austria: Einwohnerzahl und Komponenten der Bevölkerungsentwicklung (download als pdf; 34 kB)
  3. 3,0 3,1 Volkszählung 2001: Demografische Daten (download als pdf; 10 kB)
  4. Volkszählung 2001: Wohnbevölkerung (download als pdf; 10 kB)
  5. Gemeinderatswahlen Prozentanteile: Gemeindewahl Neumarkt (abgerufen am 28. Oktober 2008)
  6. http://wahl.land-oberoesterreich.gv.at/whlp/WHLPErgebnisEingelangtNEU.jsp?BezirksListe=6&GemeindeListe=40612&cmdAktualisieren=&bezirkAlt=6&wahlKreisAlt=&wahlNameKurz=G09&gemeindeNummerLink=
  7. Land Oberösterreich, Landesgeschichte: Wappen der Gemeinde Neumarkt (abgerufen am 28. Oktober 2008)

Literatur

Weblinks

 Commons: Neumarkt im Mühlkreis  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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