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Neumark (bei Weimar)


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Weimarer LandVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verwaltungs­gemeinschaft: Nordkreis Weimar
Höhe: 193 m ü. NHN
Fläche: 8,64 km²
Einwohner: 478 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 55 Einwohner je km²
Postleitzahl: 99439
Vorwahl: 036452
Kfz-Kennzeichen: AP, APD
Gemeindeschlüssel: 16 0 71 061
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 96
99439 Neumark
Bürgermeister: Ronald Runge
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Neumark ist eine Landstadt im Norden des Landkreises Weimarer Land und Teil der Verwaltungsgemeinschaft Nordkreis Weimar in Thüringen. Sie ist die kleinste Stadt Thüringens.

Lage

Neumark liegt nördlich der Stadt Weimar im verlängertem Fuß der Nordabdachung des Großen Ettersberges im fruchtbaren Thüringer Becken und im Regenschatten des genannten Berges. Südwestlich des Dorfes befindet sich die Talsperre Vippachedelhausen. Die Landesstraße 1054 erfasst das Dorf verkehrsmäßig.

Geschichte

Mit ihren gut 470 Einwohnern ist Neumark derzeit die kleinste Stadt Thüringens und nach Arnis die zweitkleinste Deutschlands. Anders als Arnis (Erhebung zur Stadt im Rahmen einer Kommunalreform 1934) verfügt Neumark über ein mittelalterliches Stadtrecht, das bereits 1326 verliehen wurde.

Neumark wurde 1179 erstmals als Novo Forno urkundlich fassbar, 1248 als novum Forum und als villa (Dorf). Die Burg wurde im Erbfolgekrieg 1249 von Anhängern „Heinrich des Erlauchten“ erobert und zerstört. Von ihr sind nur Gräben und Umwallungen übrig geblieben. 1326 erscheint Nuwinmarkete als stat (Stadt).

Rittergut

Die von Allerstedt saßen auf Neumark von 1289 bis 1326.

Die Familie von Rockhausen auf Kirchscheidungen erwarb 1600 das Rittergut Neumark (bei Weimar). Der herzoglich sächsisch-weimarsche Hofrat Friedrich Hortleder (* 1579, † 1640) nennt 1633 in Neumark vier Rittersitze: das Rieteselsche, von Wurmbsche, von Techwitzische und Rockhausensche Rittergut. In einem Berichte vom 1637, in welchem mitgeteilt wird, dass am 31. Januar des Jahres 32 Wohnhäuser, Pfarrei, Rathaus und 22 Scheunen in Neumark durch die Soldaten in Asche gelegt wurden, werden nur noch drei adelige Rittersitze aufgeführt und von diesen gesagt, dass sie vollständig ausgeplündert worden seien. Ebenso schildern 1640 Ludwig Sigmund von Rietesel, der mit der Tochter Sabine des Hans von Wurmb auf Neumark verheiratet war, die wurmbschen Erben und ein Herrn von Techwitz als Inhaber der drei Rittergüter das Elend in den düstersten Farben. Es waren nur noch 34 Häuser bewohnt, 69 andere waren teils Brandstätten, teils eingefallen. Das wird auch von dem späteren Schreiben der Sabina Maria, Witwe des Heinrich Gottfried von Rockhausen, Herrin auf Neumark und Kirchscheidungen, von 1650 an die fürstlichen Räte zu Weimar bestätigt. Aus ihrem Schreiben geht hervor, dass ihr Gut Neumark im Dreißigjährigen Krieg abgebrannt und verwüstet worden ist, und dabei alle schriftlichen Unterlagen mit vernichtet wurden. 1664 verkaufen die von Rockhausen das freie Lehn- und Rittergut Neumark.[2]

Politik

Wappen

Blasonierung: „In Blau eine silberne Burg mit offenem Tor und zwei Seitentürmen mit roten Spitzdächern, goldenen Knäufen und roten Fähnchen, zwischen den Türmen ein halbrunder Ziergiebel, zu beiden Seiten der Burg je ein aufrechter Pflanzenstängel, im Schildhaupt schwebt ein sechsstrahliger Stern.“

Flagge

Die Flagge der Stadt ist Rot - Weiß gestreift und in der Mitte mit dem Stadtwappen belegt.

Persönlichkeiten

Literatur

  • Hans Gutekunst: Neumark - aus der Geschichte der kleinsten Stadt Thüringens, 2014
  • Georg Niemitz: Zur Geschichte der Kirche in Neumark In: Der Heimatfreund 7/8 1956, Weimar, S.244-247
  • H. Henschel: Beitrage zur Ortsgeschichte von Neumark (Kreis Weimar) In: Thüringer Bauernspiegel, lO. Jahrgang 1933
  • Walther Tröge: Beiträge zur älteren Geschichte Neumarks (Landkreis Weimar), (mit familiengeschichtlichem Material). In: Thüringer Bauernspiegel 6. Jahrgang 1929

Einzelnachweise

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik  (Hilfe dazu).
  2. Rüdiger Bier: 1500 Jahre Geschichte und Geschichten der herrschaftlichen Sitze zu Kirchscheidungen und Burgscheidungen. S. 145–181 (Erschienen 2009 im Eigenverlag, mit ausführlichen Angaben zur Familie von Rockhausen und Daten zu Neumark).

Weblinks

 Commons: Neumark (bei Weimar)  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Topographia Superioris Saxoniae: Neuenmarckt – Quellen und Volltexte

Kategorien: Ort im Landkreis Weimarer Land | Neumark (bei Weimar) | Gemeinde in Thüringen

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Neumark (bei Weimar) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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