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Neumühle/Elster


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: GreizVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Erfüllende Gemeinde: Greiz
Höhe: 250 m ü. NHN
Fläche: 8,38 km²
Einwohner: 430 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 51 Einwohner je km²
Postleitzahl: 07980
Vorwahl: 03661
Kfz-Kennzeichen: GRZ, ZR
Gemeindeschlüssel: 16 0 76 052
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Greizer Straße 1
07980 Neumühle/Elster
Webpräsenz: www.neumuehle-elster.de
Bürgermeisterin: Pedra Hofmeister
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Neumühle/Elster ist eine deutsche Gemeinde im thüringischen Landkreis Greiz. Erfüllende Gemeinde für Neumühle/Elster ist die Kreisstadt Greiz.

Geografie

Neumühle liegt im Thüringer Schiefergebirge am Fluss Weiße Elster, nördlich der Kreisstadt Greiz.

Angrenzende Gemeinden sind Berga/Elster, die Stadt Greiz, Langenwetzendorf und Mohlsdorf-Teichwolframsdorf.

Geschichte

In der Nähe der um 1200 erbauten Knottenmühle entstand eine kleine Ansiedlung, das spätere Neumühle. 1449 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung. [2]

Ab 1663 war die „Neue Mühle“ im Besitz der Familie Schaller. Um von der einen zur anderen Elsterseite zu kommen, musste eine Furt benutzt werden, bis einer der Nachfahren Schallers auf Privatbasis den Bau der ersten Brücke übernahm, die am 2. August 1870 nutzbar wurde. Die Bedeutung einer Brücke stieg nach der feierlichen Eröffnung der Eisenbahnstrecke Wolfsgefärth – Greiz am 17. Juli 1875 und der Eröffnung einer Postagentur am 1. Mai 1884. Zum Landbestellbezirk der Postagentur gehörten 23 Orte der Umgebung. Verbindung hatte sie durch Schaffnerbahnposten auf der Strecke Gera-Wolfsgefährt-Weischlitz zum Postamt Greiz.[3] 1890 ernannte der „Verband vogtländischer Gebirgsvereine“ Neumühle zur Sommerfrische und 1892 erfolgte die Gründung des „Gesangsvereins Knottengrund“. Ebenfalls 1892, am 5. September, wurde nach viermonatiger Bauzeit die vierte Brücke, diesmal von staatlicher Seite gebaut, in Betrieb genommen, nachdem die Vorgängerbauten immer wieder durch Hochwasser zerstört worden waren. Nach der Gründung des Landes Thüringen am 1. Mai 1920 und dem im Juni 1922 beschlossenen Kreiseinteilungsgesetz erfolgte am 1. Oktober 1922 die Bildung des Landkreises Greiz, in den die Gemeinde Nitschareuth mit ihrer Siedlung Neumühle eingegliedert wurde. Kurz vor Ende des II.Weltkriegs, am 15. April 1945, wurde die seit 1892 bestehende Elsterbrücke vor der anrückenden US-Armee zerstört. Nach Kriegsende notdürftig Instand gesetzt, wurde zu DDR-Zeiten die Brücke mehrfach provisorisch repariert. Am 1. Januar 1960 wurde die Gemeinde Neumühle durch Herauslösung mehrerer Ortsteile aus anderen Gemeinden gegründet, und zwar aus Neumühle, Bretmühle, Knottenmühle/Anteil Knottengrund und Neuhammer (ehemals Nitschareuth), aus Grellenschänke und Grüne Eiche (ehemals Kleinreinsdorf), Lehnamühle (ehemals Tschirma) und Knottengrund und Krebsmühle (ehemals Waltersdorf).[4] Nach der deutschen Einheit und der Wiederherstellung des Freistaates Thüringen wurden zur effektiveren Verwaltung Verwaltungsgemeinschaften gebildet. Am 22. Januar 1992 wurde die Verwaltungsgemeinschaft Neumühle/Elster bestehend aus Daßlitz, Kleinreinsdorf, Neugernsdorf, Neumühle, Nitschareuth und Waltersdorf gebildet, wobei Neumühle Sitz der Verwaltungsgemeinschaft wurde. Am 1. Juli 1994 erfolgte die Zuordnung der Verwaltungsgemeinschaft Neumühle zum neugebildeten Landkreis Greiz entsprechend dem „Gesetz zur Neugliederung der Landkreise und kreisfreien Städte in Thüringen“. [5] Entsprechend Verordnung vom 24. November 1995 wurde per 31. Dezember 1995 die Auflösung der VG beschlossen. [6] Nach zweieinhalb Monaten trat am 15. März 1996 die Vereinbarung der Gemeinde Neumühle mit der Stadt Greiz tritt in Kraft, nach der die Stadt Greiz „Erfüllende Gemeinde“ wurde. [7] Ende 2003 hatte sich der Zustand der Elsterbrücke so verschlechtert, dass ein Neubau notwendig wurde. Bereits am 23. April 2004 konnte eine Behelfsbrücke dem Verkehr übergeben werden, die neben der alten aufgebaut worden war. Danach begann der Abriss der alten Brücke und der Neubau der sechsten Elsterbrücke im Laufe der Geschichte, die am 22. Dezember 2006 feierlich eingeweiht wurde.

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (Stand jeweils 31. Dezember):

  • 1994: 478
  • 1995: 479
  • 1996: 513
  • 1997: 514
  • 1998: 511
  • 1999: 516
  • 2000: 522
  • 2001: 518
  • 2002: 498
  • 2003: 488
  • 2004: 481
  • 2005: 467
  • 2006: 442
  • 2007: 426
  • 2008: 421
  • 2009: 401
  • 2010: 391
  • 2011: 430
  • 2012: 415
  • 2013: 430
  • 2014: 425
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik

Gemeinderat

Seit der Kommunalwahl vom 27. Juni 2004 setzt sich der Gemeinderat wie folgt zusammen:

  • oL-CDU - 2 Sitze (32,2 %)
  • FFWN - 2 Sitze (26,8 %)
  • PDS - 1 Sitz (17,0 %)
  • oLB - 1 Sitz (14,5 %)

Die Wahlbeteiligung lag bei 71,5 %.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Neumühle liegt an der Elstertalbahn. Straßen verlaufen nach Teichwolframsdorf, nach Greiz und nach Daßlitz an der B 92.

Über die Weiße Elster, unweit des Gestüts Bretmühle, wurde am 10. November 2005 die für Wanderfreunde und Radfahrer wichtige Holzbrücke, im Volksmund auch „Bretmühle-Brücke“ genannt, freigegeben.

Einzelnachweise

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik  (Hilfe dazu).
  2. „Heimatbote des Kreises Greiz“ 1987, Heft 10 „Urkundliche Ersterwähnungen“ von Dr. W. Querfeld
  3. Thür. Staatsarchiv Landesregierung Acten n. Rep A Cap. XVII, Nr.64
  4. „Heimatbote des Kreises Greiz“ 1985, Heft 11; „25 Jahre Neumühle“
  5. Thüringer Neugliederungsgesetz – ThürNGG vom 16. August 1993
  6. Thür. Landesamt für Statistik, Auflösung/Neugründung von Verwaltungsgemeinschaften in Thüringen, Landkreis Greiz , GVBl. S.405
  7. Verordnung vom 5. Februar 1996, GVBl. S. 27

Literatur

  • Edgar Schwarz: „Greizer Bilderbogen“ in Greizer Heimatkalender 2015,
  • Edgar Schwarz: „Der frühere Luftkurort Neumühle“ in Greizer Heimatkalender 1998,
  • Edgar Schwarz: „125 Jahre Elstertalbahn“ in Greizer Heimatkalender 2000,

Weblinks

 Commons: Neumühle  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Neumühle/Elster (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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