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Neulewin


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Märkisch-OderlandVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Amt: Barnim-Oderbruch
Höhe: 7 m ü. NHN
Fläche: 41 km²
Einwohner: 921 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 22 Einwohner je km²
Postleitzahl: 16259
Vorwahlen: 033452, 033457 (Neulietzegöricke)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: MOL, FRW, SEE, SRB
Gemeindeschlüssel: 12 0 64 349
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Freienwalder Straße 48
16269 Wriezen
Bürgermeister: Horst Wilke (parteilos)
}

Neulewin ist amtsangehörige Gemeinde im Landkreis Märkisch-Oderland in Brandenburg.[2] Die neue Gemeinde Neulewin entstand zum 26. Oktober 2003 durch den Zusammenschluss der Gemeinden Neulewin und Neulietzegöricke. Zum gleichen Zeitpunkt wurde Güstebieser Loose eingegliedert. Die Gemeinde Neulewin wird vom Amt Barnim-Oderbruch mit Sitz in Wriezen verwaltet.

Geografie

Die Gemeinde liegt im Oderbruch ca. 10 km östlich von Wriezen, nahe der Oder. Neulewin gehört dem Amt Barnim-Oderbruch an, das seinen Verwaltungssitz in der Stadt Wriezen hat. Seit dem 20. Oktober 2007 verkehrt nach 62 Jahren wieder eine Fähre über die Oder vom Ortsteil Güstebieser Loose zur polnischen Ortschaft Gozdowice (deutsch Güstebiese). Die in Gozdowice stationierte Schaufelradfähre hat eine Betriebserlaubnis von Anfang April bis Ende Oktober und kann Fußgänger, Radfahrer und jeweils bis zu sechs PKW aufnehmen.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Neulewin besteht aus folgenden Ortsteilen, Gemeindeteilen und Wohnplätzen:[3]

Eingemeindungen

Die Gemeinde Heinrichsdorf wurde am 1. Januar 1957 nach Kerstenbruch eingemeindet, das am 1. März 1974 nach Neulewin eingemeindet wurde.[4] Die Gemeinde Karlshof wurde am 1. Januar 1974 nach Neulietzegöricke ein- und am 1. April 1991 nach Neulewin umgemeindet.[4]

Am 26. Oktober 2003 schlossen sich Neulewin und Neulietzegöricke zur neuen Gemeinde Neulewin zusammen.[5] Gleichzeitig wurde die Gemeinde Güstebieser Loose durch Gesetzesbeschluss eingegliedert.[6]

Geschichte

Im Zuge der Trockenlegung des Oderbruchs entstand Neulewin als Kolonistendorf mit 80 angesiedelten Familien. Die erste Kirche wurde als Fachwerkkirche mit Bretterverkleidung und Schindeldach bereits 1774 erbaut. Sie wurde 1841 durch eine neue Kirche ersetzt, die 1945 den Kämpfen im Oderbruch zum Opfer fiel.[7] Neulewin war 1818 bis 1952 Teil des Landkreises Oberbarnim.[8] Abweichend davon gehörten die heutigen Ortsteile Neulietzegöricke und Güstebieser Loose sowie die Gemeindeteile Karlshof und Karlsbiese bis 1945 zu der hauptsächlich rechts der Oder gelegenen, heute polnischen Neumark, zum Landkreis Königsberg Nm.[8] Im Zuge der Kreisreform 1952 in der DDR kam Neulewin zum Kreis Bad Freienwalde im Bezirk Frankfurt/Oder. Nach der Wende wurden 1992 in Brandenburg Ämter gebildet, die die Verwaltungsaufgaben der amtsangehörigen Gemeinden wahrnahmen; Neulewin kam unter die Verwaltung des Amtes Wriezen-Land[9], das bereits 1994 in Amt Barnim-Oderbruch umbenannt wurde.[10] Mit der Kreisreform 1993 kamen das Amt Barnim-Oderbruch und damit die Gemeinde Neulewin zum Landkreis Märkisch-Oderland.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Einwohner
1875 1 211
1890 1 040
1910 895
1925 798
1933 748
1939 684
1946 641
1950 759
1964 703
1971 674
Jahr Einwohner
1981 777
1985 760
1989 748
1990 744
1991 796
1992 768
1993 774
1994 766
1995 750
1996 749
Jahr Einwohner
1997 736
1998 735
1999 714
2000 702
2001 662
2002 660
2003 1 104
2004 1 110
2005 1 086
2006 1 053
Jahr Einwohner
2007 1 039
2008 1 017
2009 1 000
2010 971
2011 941
2012 927
2013 914
2014 930

Gebietsstand des jeweiligen Jahres[11][12], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik

Gemeindevertretung

Die Gemeindevertretung besteht aus 10 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister.

WG Liste LNG WG Bürger für Neulewin UWG Oderbruch WG Güstebieser Loose WG Karnevalsclub Neulewin Einzelbewerber Gesamt
2003 4 2 4 - - - 10 Sitze
2008 6 - - - - 3 9 Sitze
2014 3 2 2 2 1 - 10 Sitze

WG = Wählergruppe, LNG = Lietze, Neulewin, Güstebiese

(Stand: Kommunalwahl am 25. Mai 2014)[13]

Bürgermeister

Horst Wilke (parteilos) wurde in der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 mit 82,7 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von fünf Jahren[14] gewählt.[15]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

In der Liste der Baudenkmale in Neulewin stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale.

Einzelnachweise

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2015 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Website des Amtes Barnim-Oderbruch
  3. Hauptsatzung der Gemeinde Neulewin von 3. Februar 2009 PDF
  4. 4,0 4,1 Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg von 1875 bis 2005 PDF
  5. Bildung einer neuen Gemeinde Neulewin. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 19. Februar 2003. Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 14. Jahrgang, Nummer 9, 5. März 2003, S.276 PDF
  6. Fünftes Gesetz zur landesweiten Gemeindegebietsreform betreffend die Landkreise Barnim, Märkisch-Oderland, Oberhavel, Ostprignitz-Ruppin, Prignitz, Uckermark (5. GemGebRefGBbg) vom 24. März 2003 (Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Brandenburg, I (Gesetze), 2003, Nr. 05, S. 82), geändert durch Gesetz vom 1. Juli 2003 (Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Brandenburg, I (Gesetze), 2003, Nr. 10, S. 187)
  7. Unterwegs im Oderbruch, Tourismusverband Seenland Oder-Spree e.V.
  8. 8,0 8,1 Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900. Landkreis Oberbarnim. gemeindeverzeichnis.de, abgerufen am 4. Juli 2011
  9. Bildung des Amtes Wriezen-Land. Bekanntmachung des Ministers des Innern vom 7. Mai 1992. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 3. Jahrgang, Nummer 47, 10. Juli 1992, S.890.
  10. Änderung des Namens des Amtes Wriezen-Land. Bekanntmachung des Ministers des Innern vom 13. September 1994. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 5. Jahrgang, Nummer 70, vom 5. Oktober 1994, S.1430.
  11. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Märkisch-Oderland . S. 30–33
  12. Bevölkerung im Land Brandenburg nach kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden 1991 bis 2014
  13. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  14. § 73 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes
  15. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014

Weblinks

 Commons: Neulewin  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Ort im Landkreis Märkisch-Oderland | Neulewin | Gemeinde in Brandenburg

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Neulewin (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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