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Neuenstein (Hessen)


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Hersfeld-RotenburgVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 359 m ü. NHN
Fläche: 64,84 km²
Einwohner: 3038 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 47 Einwohner je km²
Postleitzahl: 36286
Vorwahlen: 06677, 06621 (Bad Hersfeld) in den Ortsteilen Untergeis und GittersdorfVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: HEF, ROF
Gemeindeschlüssel: 06 6 32 014
Gemeindegliederung: 8 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Freiherr-v.-Stein-Straße 5
36286 Neuenstein
Webpräsenz: www.neuenstein.net
Bürgermeister: Walter Glänzer (CDU)
}

Neuenstein ist eine Gemeinde im Nordosten von Hessen, im Landkreis Hersfeld-Rotenburg.

Geographie

Geographische Lage

Neuenstein liegt im Knüllgebirge im Einzugsgebiet des Geisbaches, der hier entspringt und in Bad Hersfeld, das etwa zehn Kilometer südöstlich liegt, in die Fulda mündet.

Nachbargemeinden

Neuenstein grenzt im Norden an die Gemeinde Knüllwald (im Schwalm-Eder-Kreis), im Osten an die Gemeinde Ludwigsau, im Süden an die Stadt Bad Hersfeld und die Gemeinde Kirchheim (alle im Landkreis Hersfeld-Rotenburg); im Südwesten an die Gemeinde Oberaula, sowie im Westen an die Stadt Schwarzenborn (beide im Schwalm-Eder-Kreis).

Gemeindegliederung

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Aua, Gittersdorf, Mühlbach, Obergeis, Raboldshausen, Saasen, Salzberg und Untergeis. Die Gemeindeverwaltung befindet sich im zentral gelegenen Ortsteil Aua.

Geschichte

Die erste urkundliche Nennung eines der Ortsteile ist Aua („Owe“), welches 852 in einer Schenkungsurkunde an die Hersfelder Abtei genannt wurde. Der Hersfelder Abt gründete 1190 hier ein Kloster, das aber bereits 1229 nach Blankenheim, heute Ortsteil von Bebra, verlegt wurde.
Der Ort „Salzesberg“ wurde 1190 das erste Mal erwähnt. Es existiert zwar eine Urkunde von 782 über diesen Ort, die Echtheit ist jedoch umstritten. Alle anderen Orte wurden im 12. und 13. Jahrhundert erstmals schriftlich erwähnt. Die meisten Ortsteile waren lange Zeit im Besitz der Hersfelder Abtei oder waren Lehen der Herren von Wallenstein. Albert I. von Wallenstein baute oberhalb von Saasen eine Burg, die 1267 erstmals als Neuwallenstein urkundlich erwähnt wurde. (Stammburg der Wallensteins war die Burg Wallenstein in Knüllwald, Ortsteil Wallenstein.) Am 24. Juli 1318 wurde die zu einem Raubritternest heruntergekommene Burg von Truppen des hessischen Landgrafen Otto, des Hersfelder Abts Simon I. von Buchenau, des Grafen Johann I. von Ziegenhain und des Landfriedensrichters und Reichslandvogts in der Wetterau, Eberhard III. von Breuberg, zerstört. Erst 1357 wurde sie von Simon von Wallenstein wieder aufgebaut.[2]

Die Burg Neuenstein dient heute als Tagungs- und Veranstaltungszentrum.

Gemeindebildung

Die Orte Aua, Gittersdorf, Mühlbach, Raboldshausen, Saasen, Salzberg und Untergeis schlossen sich mit Wirkung vom 31. Dezember 1971 zur neuen Gemeinde Neuenstein zusammen. Obergeis wurde am 1. August 1972 zwangseingemeindet.[3]

Namensgeber war der mittelalterliche Name der Burg Neuwallenstein (heute Burg Neuenstein genannt), von der sich der Gemeindename ableitete.

Politik

Gemeindevertretung

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[4] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[5][6]

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2016
  
Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 63,8 15 59,2 14 53,6 12 59,6 14
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 36,2 8 40,8 9 28,8 7 40,4 9
FWN Freie Wähler Neuenstein 17,6 4
gesamt 100,0 23 100,0 23 100,0 23 100,0 23
Wahlbeteiligung in % 57,8 59,7 66,8 72,6

Bürgermeister

Nach der Bildung der Großgemeinde nahm Konrad Käberich die Aufgaben eines Bürgermeisters von Dezember 1972 bis August 1973 wahr. Der erste gewählte Bürgermeister war Georg Ries von Januar 1974 bis Januar 1980. Danach folgte Walter Schmidt.

Der Bürgermeister Walter Glänzer (CDU) wurde am 28. September 2003 mit einem Stimmenanteil von 59,7 % gewählt.

Wappen

Blasonierung: „In rot ein grüner Dreiberg belegt mit einem silbernen waagrechten Doppelbalken. Auf dem Dreiberg ein silberner Turm.“ Bedeutung: Der silberne Turm gehört zur Burg Neuenstein und ist das Wahrzeichen der Gemeinde.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

  • Ehemalige Klosterkirche im Ortsteil Aua aus dem Jahr 1190
  • Burg Neuenstein im Ortsteil Saasen
  • Wandgrabmäler der von Wallenstein im Ortsteil Raboldshausen
  • Kapelle von 1194 im Ortsteil Mühlbach
  • Domäne Neuenstein erbaut 1591 von Philipp Ludwig von Wallenstein [7]

Naturdenkmäler

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Die Gemeinde liegt direkt an der Anschlussstelle 85, Bad Hersfeld-West an der Bundesautobahn 7. Weiterhin führt die Bundesstraße 324 durch das Gemeindegebiet.

Über das Gemeindegebiet verläuft auch die Eisenbahn-Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg, unter anderem mit dem Mühlbachtunnel und dem Kalter-Sand-Tunnel.

Ansässige Unternehmen

  • Paket-Logistik-Firma General Logistics Systems GmbH & Co. OHG mit ca. 800 Beschäftigten
  • Der Kurier GmbH (bundesweit flächendeckender Transport zeitkritischer Sendungen über Nacht)
  • Auktionshaus Hess GbR, Kunst und Antiquitäten
  • hess-solar, Luftkollektorenvertrieb

Einzelnachweise

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Martin Röhling, Die Geschichte der Grafen von Nidda und der Grafen von Ziegenhain, Niddaer Geschichtsblätter Nr. 9, Hg. Niddaer Heimatmuseum e.V., Nidda 2005 ISBN 3-9803915-9-0, S. 48
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 397.
  4. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016
  5. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  6. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006
  7. Domäne Neuenstein

Weblinks

 Commons: Neuenstein (Hessen)  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Neuenstein (Hessen) | Gegründet 1971 | Gemeinde in Hessen

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Neuenstein (Hessen) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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