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Nerchau


Nerchau
Stadt Grimma
Höhe: 140 m ü. NN
Fläche: 39,94 km²
Einwohner: 3860 (31. Dez. 2010)
Bevölkerungsdichte: 97 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2011
Postleitzahlen: 04685, 04668 (Nach der Eingemeindung nach Grimma)
Vorwahl: 034382

Nerchau ist ein Ortsteil der Großen Kreisstadt Grimma im sächsischen Landkreis Leipzig. Ersterwähnung war im Jahr 974 als Nirichua. Am 1. Januar 2011 wurde die Fusion mit Grimma vollzogen.[1]

Geographie

Geographische Lage

Nerchau liegt im Tal der Vereinigten Mulde zwischen Grimma und Wurzen im Landkreis Leipzig in Sachsen.

Ortsgliederung

Ortsteile von Nerchau waren:

  • Schmorditz
  • Serka
  • Thümmlitz
  • Würschwitz

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Schützenfest (Juli/August)
  • Mulde-Regatta (August)
  • Muldentalhalbmarathon Wurzen-Grimma (April)
  • Gänsefest (November)

Wirtschaft und Verkehr

Verkehr

Südlich der Ortslage verläuft die Autobahn A 14, die nächstgelegenen Anschlussstellen sind Grimma und Mutzschen. Nerchau hatte einen Bahnhof an der inzwischen stillgelegten Bahnstrecke Glauchau–Wurzen (Muldentalbahn). Der Ortsteil Gornewitz besaß einen Halt an der heute ebenfalls stillgelegten Schmalspurbahn Mügeln–Neichen.

Ansässige Unternehmen

Nerchau ist vor allem durch die 1834 von den Gebrüdern Hessel gegründete Farbenfabrik bekannt, die heute zur britischen Daler-Rowney-Gruppe gehört und davor als VEB Kali-Chemie Farbenfabrik Nerchau einer der Hauptarbeitgeber der Region war.[2]

Außerdem ist in Nerchau seit 2011 die Brauerei Nerchauer Brauhaus aktiv. Neben anderen Sorten wird hier die seit dem 16. Jahrhundert bekannte regionale Spezialität Nerchauer Pumpernickel gebraut.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter Nerchaus

  • Friedhelm Döhler (1908–1968), Hornist
  • Thomas Grimm (* 1973), Schwimmer, Teilnehmer an den Paralympischen Spielen
  • Curt Grottewitz (1866–1905), Naturwissenschaftler, Schriftsteller und Germanist; Begründer der Arbeiter-Wanderbewegung
  • Christian Gottlieb Kluge der Ältere (1699–1795), evangelischer Theologe
  • Carl Hessel, Farbfabrikant, Erfinder des „Nerchau Weiss“
  • Friedrich Hessel, Farbfabrikant, Erfinder des „Nerchau Weiss“
  • Bruno Pfütze (1912–1945), SS-Führer im KZ Auschwitz
  • Kessler-Zwillinge: Alice und Ellen Kessler (* 20. August 1936 in Nerchau, bürgerlich Kaessler), Tänzerinnen und Schauspielerinnen; Ehrenbürger von Nerchau[3]
  • Hugo Koch (1883–1964), Architekt, Autor von Werken zur Gartenkunst
  • Johann Winckler (1642–1705), deutscher lutherischer Theologe, Hauptpastor der Hauptkirche Sankt Michaelis (Hamburg)

Literatur

  • Bericht über den Stand und die Verwaltung der Gemeindeangelegenheiten der Stadt Nerchau. Nerchau 1890ff. (Digitalisat )
  • Karlheinz Blaschke: Zur Geschichte der Stadt Nerchau bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts. In: Der Rundblick 22, 1975, S. 21–29. Wiederabdruck in: Peter Johanek (Hrsg.) unter Mitarbeit von Uwe John: Stadtgrundriß und Stadtentwicklung. Forschungen zur Entstehung mitteleuropäischer Städte. Ausgewählte Aufsätze von Karlheinz Blaschke (= Städteforschung : Reihe A, Darstellungen Bd. 44). Köln, Weimar, Wien: Böhlau 1997, S. 245–256. ISBN 3-412-06897-7 . 2., unveränderte Auflage ebd. 2001. ISBN 3-412-02601-8 .
  • Cornelius Gurlitt: Nerchau. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 20. Heft: Amtshauptmannschaft Grimma (2. Hälfte). C. C. Meinhold, Dresden 1898, S. 190.

Einzelnachweise

  1. Nerchau für Eingemeindung
  2. VEB Kali-Chemie Farbenfabrik Nerchau bei archiv.sachsen.de, abgerufen am 6. März 2015.
  3. http://www.grimma.de/buerger_rathaus_ehrenbuerger/?SHC=1

Weblinks

 Commons: Nerchau  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Ehemalige Gemeinde (Landkreis Leipzig) | Grimma | Ort im Landkreis Leipzig

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Nerchau (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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