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Neißeaue


Deschka ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Zum deutschen Medizinjournalisten und Fachbuchautor siehe Marc Deschka.
Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: GörlitzVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verwaltungsverband: Weißer Schöps/Neiße
Höhe: 170 m ü. NHN
Fläche: 47,29 km²
Einwohner: 1726 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 36 Einwohner je km²
Postleitzahl: 02829
Vorwahlen: 035820, 035892 (Kaltwasser), 035825 (Kaltwasser)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: GR, LÖB, NOL, NY, WSW, ZI
Gemeindeschlüssel: 14 6 26 330
Gemeindegliederung: 8 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfallee 31
OT Groß Krauscha
02829 Neißeaue
Webpräsenz: www.neisseaue.de
Bürgermeisterin: Evelin Bergmann
}

Neißeaue ist die östlichste Gemeinde Deutschlands. Sie liegt im sächsischen Landkreis Görlitz zwischen der Kleinstadt Rothenburg/Oberlausitz und der Kreisstadt Görlitz an der Grenze zu Polen. Die Gemeinde mit Sitz im Ortsteil Groß Krauscha gehört zum Verwaltungsverband Weißer Schöps/Neiße.

Geographie

Geographische Lage

Neißeaue liegt im äußersten Osten des Landkreises in einem waldreichen Gebiet im Neißetal. Sie befindet sich etwa 10 km nördlich von Görlitz und 10 km südöstlich von Niesky. In den heutigen Grenzen Deutschlands liegen Zentendorf, Deschka und Zodel als einzige Orte (etwa 2 km) östlich des 15. Längengrades. Da dieser eine Zeitdifferenz von genau +1 Stunde zum Nullmeridian in Greenwich markiert, entspricht hier die wahre Ortszeit der Mitteleuropäischen Zeit.

Zwischen den Ortsteilen Deschka und Zentendorf (östlichste Ortschaft Deutschlands) befindet sich in einer Flussschleife der Neiße der östlichste Punkt Deutschlands ().

Umgebende Gemeinden sind die Stadt Rothenburg/O.L. im Norden, Horka im Nordwesten, Kodersdorf im Westen, Schöpstal im Südwesten und die Stadt Görlitz im Süden. Auf polnischer Neißeseite grenzt nur die Stadt- und Landgemeinde Pieńsk (Penzig) an.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Neißeaue wurde zum 1. Juli 1995 als eine politisch-wirtschaftliche Verwaltungseinheit neu gebildet. Ihre Vorgängergemeinden waren Groß Krauscha (mit Neu Krauscha), Kaltwasser (mit Klein Krauscha) und Zodel.[2] Emmerichswalde wurde dabei als eigener Ortsteil aus dem Ortsteil Groß Krauscha herausgelöst. Zum 1. Januar 1999 wurde die Gemeinde Deschka (mit Zentendorf) eingegliedert.[3]

Im Dezember 2008 waren die Einwohnerzahlen wie folgt verteilt:[4]

Ortsteil Einwohner
Deschka 303
Emmerichswalde 11
Groß Krauscha 350
Kaltwasser 247
Klein Krauscha 94
Neu Krauscha 118
Zentendorf 167
Zodel 590
Gesamt 1880

Geschichte

Der größte Ortsteil ist Zodel, er wurde um 1325 als Zcodel urkundlich erwähnt. Groß Krauscha wurde bereits rund zehn Jahre früher um 1315 als (de) Crushin urkundlich erwähnt. Der Ortsteil Kaltwasser wurde 1385 als Kaldin Wasser und Klein Krauscha wurde als Cruschow 1408 urkundlich erwähnt.

Von 1377 bis 1396 gehörte die Region zum Herzogtum Lausitz und von 1635 bis zum Jahr 1815 zum Kurfürstentum Sachsen (seit 1806 Königreich Sachsen). Infolge des Wiener Kongresses kamen die Orte an Preußen und wurden 1816 der Provinz Schlesien zugeordnet. Dabei verlief die Grenze zwischen den Landkreisen Rothenburg und Görlitz durch die heutige Gemeinde; Kaltwasser und Klein Krauscha gehörten zum Rothenburger, die restlichen Orte zum Görlitzer Kreis.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörten die Orte von 1945 bis 1952 wieder zum Land Sachsen. Durch die Verwaltungsreform von 1952 kamen Kaltwasser und Klein Krauscha zum Kreis Niesky, die restlichen Orte zum Kreis Görlitz (beide Bezirk Dresden). Seit 1990 gehören die Orte wieder zu sächsischen Landkreisen, mit der Gründung des Niederschlesischen Oberlausitzkreises am 1. August 1994 waren sie erstmals in einem gemeinsamen Landkreis.

Politik

Gemeinderatswahl 2014[5]
Wahlbeteiligung: 60,5 %
 %
30
20
10
0
22,8 %
14,3 %
20,5 %
21,5 %
20,9 %
WV94
BNA
FFZ
BI
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Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 12 Sitze des Gemeinderates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

  • Wählervereinigung 94/Deschka (WV94): 3 Sitze
  • Freunde der FF Zodel (FFZ): 3 Sitze
  • Bürgerinitiative "Kein Giftmüll in der Neißeaue" (BI): 2 Sitze
  • Bürger für Neißeaue (BNA): 2 Sitze
  • CDU: 2 Sitze

Gemeindepartnerschaft

Neißeaue unterhält eine Partnerschaft mit der polnischen Gemeinde Pieńsk, die sich am gegenüberliegenden Neißeufer befindet. Diese Partnerschaft nahm ihren Anfang, als im Jahr 1992 eine gemeinsame Kläranlage geplant und 1994 schließlich in Pieńsk gebaut wurde. Im August 2000 wurde diese Partnerschaft mittels eines Partnerschaftsvertrags gefestigt, mit dem auch die kulturelle und wirtschaftliche Zusammenarbeit verstärkt werden soll. Beim jährlichen Brückenfest verbindet eine Brücke dabei ein Wochenende lang beide Gemeinden.[6]

Sehenswürdigkeiten

  • Kulturinsel Einsiedel bei Zentendorf
  • Gotische Evangelische Kirche in Zodel
  • Traugott-Gerber-Museum
  • Vogelpark Deschka
  • Wurzelpark
  • Östlichster Punkt Deutschlands zwischen Deschka und Zentendorf

Verkehr

Die Bundesautobahn 4 verläuft einige Kilometer südlich der Gemeinde, von der sie über die Anschlussstellen Kodersdorf oder Görlitz (ca. 6 km) zu erreichen ist. Entlang der Neiße verläuft die Staatsstraße S 127, die von Bad Muskau über Rothenburg/O.L. nach Görlitz führt. Nahe Groß Krauscha und Klein Krauscha führt die Bahnstrecke Berlin–Görlitz durch die Gemeinde, nahe Zentendorf die Bahnstrecke Węgliniec–Roßlau. An keiner der beiden Bahnstrecken besteht im Gemeindegebiet ein Bahnhof oder Haltepunkt.

Persönlichkeiten

Der Mediziner und Botaniker Traugott Gerber wurde im Januar 1710 in Zodel geboren. Nach ihm wurde die Gerbera benannt.

Siehe auch

Literatur

  • Von der Muskauer Heide zum Rotstein. Heimatbuch des Niederschlesischen Oberlausitzkreises. Lusatia Verlag, Bautzen 2006, ISBN 978-3-929091-96-0, S. 328–332.

Weblinks

 Commons: Neißeaue  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1995
  3. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  4. Angabe des Einwohnermeldeamtes des Verwaltungsverbandes Weißer Schöps/Neiße; Stand 31. Dezember 2008
  5. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014
  6. Gemeinde Neißeaue – Partnerschaften. Abgerufen am 1. August 2008.

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Neißeaue (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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