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Naturhistorisches Museum (Schleusingen)


Das Naturhistorische Museum Schleusingens befindet sich in den Räumlichkeiten der Bertholdsburg und zeigt anhand von Mineralien, Fossilien und Lebendrekonstruktionen die erdgeschichtliche Entwicklung der letzten 300 Millionen Jahre mit einem Schwerpunkt auf Thüringen.

Geschichte der Sammlung

Die Anfänge der heutigen Sammlung gehen auf die etwa 1720 einsetzende Sammelleidenschaft des Herzogs Anton Ulrich von Sachsen-Meiningen zurück, dessen Sammlungen nach seinem Tode 1763 aus Wien, Frankfurt und Amsterdam auf das Schloss Elisabethenburg in Meiningen zusammengeführt wurden. Das daraus hervorgegangene „Herzogliche Naturaliencabinet“ wurde dort, im Riesensaal des Hauptflügels, 1768 erstmals öffentlich ausgestellt und später, von 1814 bis 1819, in das Herzogliche Gartenhaus verlegt. 1798 wurde die Sammlung durch Reste eines Höhlenbären, Lagerstättensammlungen lokaler Bergwerke und andere Zukäufe und im Zeitraum von 1830 bis 1840 durch Mineralien aus Ungarn erweitert. 1837 wurde eine „Fährtenplatte des Handthieres“ aus Hildburghausen erworben, 1862 kam eine größere Conchyliensammlung hinzu.

Am 7. März 1878 ging das Naturalienkabinett durch Schenkung an die 1838 gegründete Realschule Meiningen über, die bereits über eine auf J. M. Bechstein und A. R. Bernhardi zurückgehende Lehrsammlung zur Botanik, Zoologie, Geologie und Mineralogie verfügte. 1883 wurde diese durch ein Obstkabinett erweitert, zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden mehrere geologisch-paläontologische Sammlungen aufgenommen. Am 23. Februar 1945 kam es durch Bombardierung und Diebstahl zu schweren Verlusten, die Restbestände wurden in den ersten Nachkriegsjahren wieder ins Schloss Elisabethenburg umgelagert. In der Folgezeit kam es zu weiteren Sammlungszugängen wie Vogelpräparate, Mastodonzähne und -knochen oder die Sammlung aus dem Museum für Ur- und Frühgeschichte Weimar.

Von 1984 bis 1989 wurden die Bestände mit denen aus Schmalkalden, Eisfeld und Hildburghausen im 1984 gegründeten naturhistorischen Museum im Schloss Bertholdsburg in Schleusingen zusammengeführt, das bereits das 1934 gegründete „geologische Franke-Museum“ beherbergte. Letzteres war von Paul Georgi initiiert und durch eigene Mineraliensammlungen bestückt worden. Seit 1990 wird die Dauerausstellung „Minerale – Faszination in Form und Farbe“ und seit 2001 die Dauerausstellung „300 Millionen Jahre Thüringen“ auf der Bertholdsburg gezeigt.

Direktor ist Ralf Werneburg.

Die Ausstellung

Neben naturhistorischen Exponaten werden auf der Bertholdsburg auch historische Gerätschaften und Einrichtungen gezeigt, ferner finden sich viele Schautafeln zur Geschichte des Museums.

Der Rundgang beginnt mit der Mineraliensammlung, die unter anderem eine in Brasilien gefundene große Geode mit Amethysten sowie Edelsteine, die unter Mikroskopen betrachtet werden können, umfasst. Der auf Hermann Franke zurückgehende Teil wird gezeigt und gewürdigt. Weiter wird der thüringische Bergbau von der Goldgewinnung bis hin zum Uranabbau dargestellt. Die Erdgeschichte der letzten 300 Millionen Jahre wird chronologisch durch zahlreiche Fossilien belegt und durch Rekonstruktionen anschaulich gemacht. Hier sind besonders dem oben erwähnten „Handtier“ und zwei Dinosaurierskelett-Rekonstruktionen Raum gewidmet. Im Eingangsbereich ist eine Sandsteinplatte aus dem Rotliegend des Saar-Nahe-Beckens mit drei sehr detailliert erhaltenen Haifischskeletten (Lebachacanthus colossus) zu sehen. Die drei Exemplare wurden 2011 von der Paläontologischen Gesellschaft zum Fossil des Jahres gekürt.

Bibliothek

Das Museum verwahrt seit 1958 die Hennebergische Gymnasialbibliothek aus dem Hennebergischen Gymnasium „Georg Ernst“. Die Schleusinger Gymnasialbibliothek ist fast vollständig überliefert und eine der ältesten ihrer Art.[1]

Galerie

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Eintrag im Handbuch der historischen Buchbestände online

Kategorien: Naturkundemuseum | Museum in Thüringen | Schleusingen

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Naturhistorisches Museum (Schleusingen) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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