Nastätten - LinkFang.de





Nastätten


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Lahn-KreisVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verbandsgemeinde: Nastätten
Höhe: 280 m ü. NHN
Fläche: 13,02 km²
Einwohner: 4177 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 321 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56355
Vorwahl: 06772
Kfz-Kennzeichen: EMS, DIZ, GOH
Gemeindeschlüssel: 07 1 41 092
Adresse der Verbandsverwaltung: Bahnhofstraße 1
56355 Nastätten
Webpräsenz: www.nastaetten.de
Stadtbürgermeister: Emil Werner (SPD)
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Nastätten ist eine Stadt im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz und Verwaltungssitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde. Nastätten ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort, gemäß Landesplanung als Grundzentrum ausgewiesen und bildet das Zentrum des Blauen Ländchens.[2]

Geographie

Nastätten liegt im westlichen Hintertaunus und ist die größte Stadt des südlichen Rhein-Lahn-Kreises. Die Stadt liegt im Tal des Mühlbachs.

Zu Nastätten gehören auch die Wohnplätze Funkenmühle, Haus Pollmerstall, Heidehof, Heubachmühle, Hof Heubachtal, Hof Schwall, Sonnenhügel, Tannenhof und Thurnsmühle.[3]

Geschichte

Der Ort wurde urkundlich erstmals im Prümer Urbar im Jahre 893 als Nasteden erwähnt.[4] Anfang des 13. Jahrhunderts hatte die Abtei Prüm außer der Fronhube 28 Mansen (Bauernhöfe), die von Hörigen und vier die von Leibeigenen bewohnt wurden. Die Abtei Prüm vergab den Ort an die Grafen von Katzenelnbogen als Lehen, im Jahr 1449 kauften sie dieses.[5]

Mit Philipp I. († 27. Juni 1479) starben die Grafen von Katzenelnbogen im Mannesstamm aus, der Schwiegersohn, Landgraf Heinrich III. von Hessen, erbte die Grafschaft. Seit 1557 war die Niedergrafschaft Katzenelnbogen im Besitz des Landgrafen von Hessen-Rheinfels und kam 1583 durch Erbfolge an die Landgrafschaft Hessen-Kassel.

Bereits in (und vor) dem 16. Jahrhundert wurde um Nastätten intensive Schafzucht betrieben und die aus der Wolle gewebten Stoffe als besonders hochwertiges „Nastätter Tuch“ im In- und Ausland verkauft. Ab etwa 1590 war der Anbau von Flachs eine wichtige Erwerbsquelle. Aus dem Flachs wurde ebenfalls Tuch hergestellt, das oft auch blau gefärbt wurde. Dies ist der Ursprung der Bezeichnung Blaues Ländchen für das Gebiet um den Ort.

Nach der Realteilung des Vierherrischen Gerichts auf dem Einrich im Jahr 1775 und der Übernahme einer Anzahl von Dörfern in die direkte Landesherrschaft von Hessen-Kassel wurde Nastätten Sitz des neu gebildeten katzenelnbogischen Amtes Nastätten.

In der sogenannten Franzosenzeit kam der Ort zusammen mit den rechtsrheinischen Teil der Niedergrafschaft Katzenelnbogen von 1806 bis 1813 unter französische Verwaltung (Pays réservé). Nach dem Wiener Kongress gelangte die Region und damit Nastätten im Jahr 1816 aufgrund zweier Tauschverträge zwischen Hessen, Preußen und Nassau zum Herzogtum Nassau.

Ab 1866 wurde Nastätten mit der Annexion des Herzogtums preußisch und war zunächst dem Unterlahnkreis in der Provinz Hessen-Nassau zugeordnet. Ab 1. April 1886 gehörte die Stadt mit dem westlichen Teil des aufgelösten Amtes Nastätten dem neu geschaffenen Kreis Sankt Goarshausen an.

Seit 1946 ist Nastätten Teil des Landes Rheinland-Pfalz. Seit der Gebietsreform von 1969 gehört die Stadt zum Rhein-Lahn-Kreis und wurde 1972 Sitz der neugeschaffenen Verbandsgemeinde Nastätten.

Politik

Stadtrat

Der Stadtrat in Nastätten besteht aus 20 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Stadtbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Stadtrat:[6]

Wahl SPD CDU GRÜNE FDP FWG Gesamt
2014 8 6 1 5 20 Sitze
2009 8 6 2 4 20 Sitze
2004 7 8 1 4 20 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe Nastätten e.V.

Gemeindepartnerschaften

Regelmäßige Veranstaltungen

Jährliche Veranstaltungen in Nastätten:

  • Blaufärbermarkt
  • Oktobermarkt
  • Weihnachtsmarkt
  • diverse Veranstaltungen des Gewerbevereins, z.B. Gewerbeausstellung oder Automobilschau

Kirchliche Zuordnung

Die Stadt ist kirchlich der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau bzw. dem katholischen Bistum Limburg zugeordnet.

Krankenhaus

Hauptartikel: Paulinenstift Nastätten

In Nastätten befindet sich das Paulinenstift, das zum Verbundklinikum Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein gehört. Es wurde 1857 auf Anregung der Herzogin von Nassau, Pauline von Württemberg, gegründet.

Söhne und Töchter der Stadt

Siehe auch

Literatur

  • Manfred Böckling: Im Allgemeinen ist es ruhig. Der Beginn des Stellungskriegs an der Vogesenfront 1914 im Spiegel des Kriegs-Notizbuchs des Nastätter Amtsgerichtssekretärs Joseph Klemen. – In: Nassauische Annalen, Jahrbuch des Vereins für Nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung, 121 (2010), S. 277-313. ISSN 0077-2887
  • Nastätten - Geschichte und Gegenwart. Hrsg. v. d. Stadt Nastätten. Nastätten 1992.

Weblinks

 Commons: Nastätten  – Sammlung von Bildern
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Panorama-Aufnahme von Nastätten

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010 , Seite 44 (PDF; 2,3 MB)
  4. Heinrich Beyer: Mittelrheinisches Urkundenbuch, Band I, Coblenz: Hölscher, 1860, S. 193 (www.dilibri.de )
  5. Christian Daniel Vogel: Beschreibung des Herzogthums Nassau, Beyerle, 1843, S. 622 (Google Books )
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  7. Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur des Landes Rheinland-Pfalz: Ehemalige Minister und Staatssekretäre , abgerufen am 23. März 2012

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Nastätten (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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