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Nana Abrokwa


Nana Kwame Abrokwa (* 5. Oktober 1968 in Accra, Ghana), bekannt unter seinem Künstlernamen Nana (dabei handelt es sich hier nicht um seinen Vornamen; „Nana“ ist ein Verehrungsname der ghanaischen Akanvölker) oder dem Künstlernamen Darkman Nana, ist ein deutscher Rapper und DJ. Bekannt wurde er in der zweiten Hälfte der Neunziger-Jahre. Seine Texte drehen sich meistens um seine Beziehungen zu Gott und seiner Familie, behandeln aber auch Themen wie Rassismus und den Holocaust.

Leben und Karriere

Der gebürtige Ghanaer zog im Alter von zwölf Jahren mit seiner Mutter und seinen Geschwistern nach Hamburg. Nach seinem Schulabschluss war Nana zunächst als DJ in Hip-Hop-Clubs aktiv und wirkte Anfang der 90er bei einigen Songs von DJ David Fascher als Rapper und Co-Produzent mit (Here We Go, Make The Crowd Go Wild), damals noch unter dem Pseudonym MC Africa True.

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1990 sorgte zunächst eine Gewalttat von Nana Abrokwa für großes Aufsehen: Mit einem Baseballschläger stürmte der damals 22-Jährige auf eine türkische Frau zu und schlug auf sie ein. Die Ärzte diagnostizierten später einen doppelten Trümmerbruch. Ein zweiter Türke, der die Frau verteidigen wollte, erlitt einen mehrfachen Armbruch. Als der Ghanaer ein drittes Opfer angriff, zersplitterte der Baseballschläger. Nana Kwame Abrokwa flüchtete und ließ die verletzten Menschen zurück. Trotz rechtskräftigen Urteils musste der Straftäter für diese Tat nie ins Gefängnis, denn er stellte erfolgreich ein Gnadengesuch und wies stets auf seine günstige Sozialprognose auf Grund seiner musikalischen Aktivitäten hin. Auch eine Verurteilung zu dreieinhalb Jahren Haft wegen schweren Raubes blieb aus diesem Grund folgenlos und wurde nicht vollstreckt.[1]

1995 trat True als Rapper dem Eurodance-Projekt Darkness bei, das von Bülent Aris und Toni Cottura produziert wurde. Der Song In My Dreams wurde ein Clubhit; da Nana sich mit dieser Musikrichtung jedoch nicht identifizieren konnte, trennte sich die Gruppe wieder. Sein heutiger Spitzname Darkman stammt jedoch aus dieser Zeit.

1996 gründeten Aris und Cottura das Black-Music-Label Booya Music, dem Nana als erster Künstler beitrat. Die erste Single Darkman schaffte es auf Anhieb in die Top-Ten der deutschen Verkaufscharts; der Nachfolger Lonely wurde der erfolgreichste Song der Eurorap-Ära und hielt sich mehrere Wochen auf Platz 1. Das 1997 erschienene Album Nana bewegte sich stilistisch zwischen Mainstream-Rap und US-Hip-Hop; als Gäste waren zahlreiche andere Mitglieder der Booya-Family wie Jan van der Toorn und Alex Prince zu hören.

Das zweite Album Father erschien im Mai 1998 und enthielt eher langsame Stücke mit sehr persönlichen Texten. Ins Boot wurde der Nachwuchsproduzent Neco Tiglioglu geholt, der kurz daraufhin seine erste goldene Schallplatte erhielt. Parallel nahm Nana die Songs Too Much Heaven und War für die Tribute-Alben We Love The Bee Gees und Hands On Motown auf.

Nanas Ende 1999 erschienene Single I Wanna Fly floppte, nachdem die Öffentlichkeit mittlerweile das Interesse an Eurorap verloren hatte und sich stattdessen deutschsprachiger Hip-Hop-Musik zuwandte. Trotzdem nahm Nana noch zwei weitere Alben bei Booya Music auf, die aufgrund rechtlicher Probleme (die anderen beteiligten Produzenten und Künstler hatten das Label inzwischen verlassen) jedoch nicht mehr veröffentlicht wurden.

Anfang 2001 veröffentlichte Nana den deutschsprachigen Song Du wirst sehen, der von der internationalen Fangemeinde eher kritisch aufgenommen wurde. Auch diese Single wurde ein kommerzieller Flop, und die Arbeiten am geplanten zweisprachigen Album Global Playa wurden auf Drängen der Plattenfirma eingestellt.

Im Sommer 2004 konnte Nana schließlich auf seinem zwischenzeitlich gegründeten Label Darkman Records die CD All Doors In Flight No. 7 herausgeben. Das Album entstand in Zusammenarbeit mit Jan van der Toorn und Manuell und wurde zunächst ausschließlich im Versandhandel über Nanas Website vertrieben. Später wurde eine Veröffentlichung durch Sony BMG angekündigt, die jedoch aus unbekannten Gründen nie erfolgte. 2005 war Nana auf einer Kompilation des Underground-DJs „Dj Desk“ auf dem „Essenz Finezt Pt. II Mixtape“ vertreten.[2]

Beim dritten RTL Promiboxen siegte Darkman Nana gegen den Schauspieler Willi Herren. 2007 schrieb er Musik für einen Werbespot.[3]

2008 erschien ein neues Album von Nana, 12 Y.O. das neue Tracks und Arrangements seiner größten Hits enthält.

2011 wirkte Nana als Gastrapper in dem Song Jesus Loves Me mit, welcher auf dem Album Liebe, Sex und Twilight Zone des deutschsprachigen Rappers Kaas zu hören ist.

Diskografie

Studioalben

Jahr Titel Chartplatzierungen[4][5] Anmerkungen
Deutschland DE Osterreich AT Schweiz CH
1997 Nana 4
(45 Wo.)
22
(16 Wo.)
6
(39 Wo.)
Erstveröffentlichung: 19. Mai 1997
1998 Father 4
(16 Wo.)
17
(10 Wo.)
8
(13 Wo.)
Erstveröffentlichung: 18. Mai 1998

weitere Alben

  • 2004: All Doors In Flight No. 7
  • 2008: 12 Y.O.
  • 2010: Stand Up!

Singles

Jahr Titel Chartplatzierungen[4] Anmerkungen
Deutschland DE Osterreich AT Schweiz CH
1996 Darkman
Nana
9
(17 Wo.)
20
(11 Wo.)
Erstveröffentlichung: 6. Dezember 1996
1997 Lonely
Nana
1
(20 Wo.)
2
(12 Wo.)
1
(18 Wo.)
Erstveröffentlichung: 7. April 1997
Let It Rain
Nana
12
(11 Wo.)
22
(10 Wo.)
48
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 7. Juli 1997
He’s Comin’
Nana
4
(17 Wo.)
14
(12 Wo.)
11
(13 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1. September 1997
Too Much Heaven
Father
2
(16 Wo.)
6
(12 Wo.)
7
(12 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1. Dezember 1997
1998 Remember The Time
Father
6
(13 Wo.)
10
(12 Wo.)
10
(11 Wo.)
Erstveröffentlichung: 6. April 1998
Dreams
Father
18
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: August 1998
1999 I Wanna Fly (Like An Eagle) 84
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: November 1999

weitere Singles

  • 1998: Father
  • 2001: Du wirst sehen

Auszeichnungen

  • 1997: Comet als bester nationaler Newcomer
  • 1998: RSH-Gold[6]
  • 1998: Echo als erfolgreichster nationaler Newcomer
  • 1998: Echo als erfolgreichster nationaler Künstler
  • 1998: Comet als bester nationaler Act

Einzelnachweise

  1. JUSTIZSKANDAL – Der Scheinheilige ; Artikel aus FOCUS Nr. 14, 1998
  2. Euro-Rap.com: New Nana Track on a Mixtape!! 29. November 2005
  3. Youtube.com: NANA – Maxi King ’07 Commercial (dort von Nana eingestellt)
  4. 4,0 4,1 Chartquellen: DE AT CH
  5. Auszeichnungen: DE CH
  6. RSH-Gold Verleihung 1998

Weblinks

 Commons: Nana (rapper)  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Nana Abrokwa (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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