Nachkriegsliteratur - LinkFang.de





Nachkriegsliteratur


Dieser Artikel behandelt die deutsche Nachkriegsliteratur. Zu jener Japans siehe Japanische Nachkriegsliteratur.

Mit Nachkriegsliteratur bezeichnet man die nach dem Zweiten Weltkrieg und unter dem Eindruck des Krieges und des Nationalsozialismus entstandene Literatur. Historisch ist das Ende der Nachkriegszeit in Deutschland schwierig abzugrenzen. Die deutschsprachige Nachkriegsliteratur dürfte auf die Zeit von 1945 bis zur Auflösung der Gruppe 47 im Jahre 1967 datiert werden.

Deutsche Demokratische Republik

In der Sowjetischen Besatzungszone und der aus ihr hervorgehenden DDR bildete sich eine relativ homogene Literatur heraus. Staatliche Einflussnahme und die beherrschende Stellung heimgekehrter kommunistischer Emigranten prägten als erstes Hauptthema die Abrechnung mit dem Nationalsozialismus als einer verbrecherischen Ausformung des Kapitalismus. Danach stellte sich die Literatur weitestgehend in den Dienst des Aufbaus einer sozialistischen Gesellschaft.

Bundesrepublik Deutschland

In Westdeutschland wurde das literarische Leben zunächst von Autoren beherrscht, die thematisch und stilistisch an die Zwischenkriegszeit oder noch ältere Traditionen anknüpften. Die Katastrophe des Nationalsozialismus beantworteten sie vielfach mit einer Rückbesinnung auf christliche und bürgerliche Werte. Vielgelesene Autoren dieser Richtung waren unter anderem Ernst Wiechert, Werner Bergengruen und Hans Carossa.

Andere Schriftsteller befanden es nicht für richtig, nach den Kriegsereignissen noch in altem Stil weiterzuschreiben. Durch Sprachskepsis spaltete sich die Nachkriegsliteratur in drei verschiedene Arten: Literatur mit naturmagischen Tendenzen (Magischer Realismus), Trümmer- und Kahlschlagliteratur und Hermetik.

Die westdeutschen Autoren, die heute als Protagonisten der Nachkriegsliteratur erscheinen, waren größtenteils Debütanten und setzten sich in der Öffentlichkeit erst allmählich durch. Als Autor der Nachkriegszeit schlechthin gilt der 1947 verstorbene Wolfgang Borchert (Draußen vor der Tür). Großes Aufsehen erregte Alfred Anderschs Erzählung Die Kirschen der Freiheit, in der er seine Desertion rechtfertigte. Über die zunächst kritische Aufnahme der jungen Autoren schrieb Heinrich Böll 1952: „Die ersten schriftstellerischen Versuche unserer Generation nach 1945 hat man als Trümmerliteratur bezeichnet, man hat sie damit abzutun versucht. Wir haben uns gegen diese Bezeichnung nicht gewehrt, weil sie zu Recht bestand: tatsächlich, die Menschen von denen wir schrieben, lebten in Trümmern, sie kamen aus dem Kriege, Männer und Frauen in gleichen Maße verletzt.“

Siehe auch


Kategorien: Nachkriegsliteratur | Deutsche Geschichte (Nachkriegszeit) | Literatur (20. Jahrhundert) | Literatur (Deutsch)

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Nachkriegsliteratur (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.