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Nördliche Dwina


Nördliche Dwina
Северная Двина (Sewernaja Dwina)

Flusssystem der Nördlichen Dwina

Daten
Gewässerkennzahl RU03020100312103000005014
Lage Oblast Archangelsk, Oblast Wologda (Russland)
Flusssystem Nördliche Dwina
Zusammenfluss von Jug und Suchona bei Weliki Ustjug
Quellhöhe 50 m
Mündung unterhalb Archangelsk in das Weiße Meer
Mündungshöhe m
Höhenunterschied 50 m
Länge 744 km[1][2]
Einzugsgebiet 357.052 km²[1][2]
Abfluss am Pegel Abramkowo[3]
AEo: 220.000 km²
Lage: 528 km oberhalb der Mündung
MNQ 1877/1988
MQ 1877/1988
Mq 1877/1988
MHQ 1877/1988
440 m³/s
1927 m³/s
8,8 l/(s km²)
8115 m³/s
Abfluss am Pegel Zvoz[4]
AEo: 285.000 km²
Lage: 276 km oberhalb der Mündung
MNQ 1939/1988
MQ 1939/1988
Mq 1939/1988
MHQ 1939/1988
553 m³/s
2569 m³/s
9 l/(s km²)
10.926 m³/s
Abfluss am Pegel Ust-Pinega[5]
AEo: 348.000 km²
Lage: 137 km oberhalb der Mündung
MNQ 1881/1999
MQ 1881/1999
Mq 1881/1999
MHQ 1881/1999
730 m³/s
3331 m³/s
9,6 l/(s km²)
13.875 m³/s

Abfluss am Pegel in Mündungsnähe[2] MQ
3490 m³/s
Linke Nebenflüsse Waga, Jemza, Laja
Rechte Nebenflüsse Wytschegda, Uftjuga, Wajenga, Pukschenga, Jorga, Werchnjaja Toima, Nischnjaja Toima, Pinega
Großstädte Archangelsk, Sewerodwinsk
Mittelstädte Weliki Ustjug, Kotlas, Nowodwinsk
Kleinstädte Krassawino, Krasnoborsk, Werchnjaja Toima
Gemeinden Cholmogory
Schiffbar 744 km (gesamte Länge)

Dwinabrücke in Archangelsk

Eisgang auf der Nördlichen Dwina bei Kotlas

}} Die Nördliche Dwina (russisch Северная Двина, Sewernaja Dwina) ist ein 744 km langer Strom im Norden des europäischen Teils von Russland.

Der russische Name Sewernaja Dwina bedeutet wörtlich übersetzt „Nördliche Dwina“, zur Unterscheidung von der Westlichen Dwina.

Flusslauf

Der Fluss entsteht im Nordrussischen Tiefland bei Weliki Ustjug durch den Zusammenfluss von Jug und Suchona, wovon der Letztere der größere und längere Fluss ist. Von dieser „Flusshochzeit“ fließt die Nördliche Dwina, die fischreich ist, hauptsächlich in nordwestlicher Richtung durch eine sumpfige, waldreiche und von ihr ausgeräumte Niederung, die teils über 100 km breit ist und von Hügelketten gesäumt wird. Somit entwickelt sie sich zum größten schiffbaren Strom im europäischen Nordwest-Russland, der im Unterlauf recht inselreich und stellenweise bis zu 7 km breit und 15 m tief ist. Nur wenig nordwestlich von Archangelsk und direkt östlich von Sewerodwinsk mündet die Nördliche Dwina in einem 900 Quadratkilometer großen Delta in den Dwinabusen, eine bis zu 70 km breite Bucht des Weißen Meeres.

Einzugsgebiet und Schiffbarkeit

Das Einzugsgebiet der Nördlichen Dwina umfasst 357.052 km².

Der Fluss ist auf seinem gesamten Lauf schiffbar, allerdings von Dezember bis April zugefroren. Er ist über Kanäle mit anderen Gewässern verbunden: Ein Kanal führt zur Wolga, die in das Kaspische Meer mündet und über eine weitere Wasserstraße mit dem Schwarzen Meer verbunden ist. Über einen anderen Kanal gelangen die Schiffe von der Nördlichen Dwina über den Onegasee und den Ladogasee zum Finnischen Meerbusen. Dadurch ist das Weiße Meer mit der Ostsee und dem Mittelmeer verbunden. Die Nördliche Dwina ist daher eine wichtige Binnenschifffahrtsroute in Nordrussland, vor allem für den Holztransport nach Archangelsk.

Die bedeutendsten Nebenflüsse von rechts sind Wytschegda, Uftjuga und Pinega, von links die Waga. An der Nördlichen Dwina liegen in Fließrichtung die Städte Weliki Ustjug, Krassawino, Kotlas, Krasnoborsk, Nowodwinsk, Archangelsk und Sewerodwinsk.

Weblinks

 Commons: Nördliche Dwina  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Nördliche Dwina im Staatlichen Gewässerverzeichnis der Russischen Föderation (russisch)
  2. 2,0 2,1 2,2 Artikel Nördliche Dwina in der Großen Sowjetischen Enzyklopädie (BSE), 3. Auflage 1969–1978 (russisch)
  3. Nördliche Dwina am Pegel Abramkowo – hydrographische Daten bei R-ArcticNET
  4. Nördliche Dwina am Pegel Zvoz – hydrographische Daten bei R-ArcticNET
  5. Nördliche Dwina am Pegel Ust-Pinega – hydrographische Daten bei R-ArcticNET


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Nördliche Dwina (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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