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Mutagen


Mutagene sind äußere Einwirkungen, die Genmutationen oder Chromosomenaberrationen auslösen, also das Erbgut eines Organismus verändern. Hierbei unterscheidet man physikalische Mutagene wie Strahlung und hohe Temperaturen sowie chemische Mutagene[1] wie z. B. Nitrosamine und polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe.

Die normale Mutationsrate (Häufigkeit, mit der sich ein oder mehrere Gene verändern) liegt bei höheren Organismen bei 10−5 – 10−9 pro Gen und Generation. Mutagene bewirken einen Anstieg dieser natürlichen Mutationsrate.

Mutagene

Bekannte Beispiele für Mutagene sind:

Der Ames-Test ist einer der einfachsten und häufigsten Tests, der zur Bestimmung einer Chemikalie als Mutagen angewendet wird.

Kategorien nach Gefahrstoffverordnung

Die nachstehenden Einteilungen nach § 1.4.2.3 GefStoffV Anhang 1 entsprachen der europäische Festlegung in der Richtlinie 67/548/EWG. Die inzwischen maßgebliche CLP-Verordnung bzw. das Globale harmonisierte System zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien (GHS) kennt diese Kategorien nicht mehr.

Es bedeuteten:

Kategorie 1

Stoffe der Kategorie 1 wirken beim Menschen bekanntermaßen erbgutverändernd. Es sind hinreichende Anhaltspunkte für einen Kausalzusammenhang zwischen der Exposition eines Menschen gegenüber dem Stoff und vererbbaren Schäden vorhanden. Einstufung und Kennzeichnung mit Gefahrensymbol T und R46: "Kann vererbbare Schäden verursachen. (muta. cat. 1)"

Kategorie 2

Stoffe der Kategorie 2 sollten für den Menschen als erbgutverändernd angesehen werden. Es bestehen hinreichende Anhaltspunkte zu der begründeten Annahme, dass die Exposition eines Menschen gegenüber dem Stoff zu vererbbaren Schäden führen kann. Diese Annahme beruht im Allgemeinen auf Langzeitversuchen und/oder sonstigen relevanten Informationen. Einstufung und Kennzeichnung mit Gefahrensymbol T und R46: "Kann vererbbare Schäden verursachen. (muta. cat. 2)"

Kategorie 3

Stoffe der Kategorie 3 geben wegen möglicher erbgutverändernder Wirkung beim Menschen Anlass zur Besorgnis. Genügend Informationen für eine befriedigende Beurteilung liegen jedoch nicht vor. Aus geeigneten Mutagenitätsversuchen liegen einige Anhaltspunkte vor, die jedoch nicht ausreichen, um den Stoff in Kategorie 2 einzustufen. Die Einstufung und Kennzeichnung erfolgte nur mit R68: "Irreversibler Schaden möglich."

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Eintrag zu Mutagene . In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 7. Juni 2014.

Weblinks

 Wiktionary: Mutagen – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Kategorien: Strahlenschutz | Genetik

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Mutagen (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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