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Mundtrockenheit


Klassifikation nach ICD-10
K11.7 Störungen der Speichelsekretion
- Xerostomie
R68.2 Mundtrockenheit, nicht näher bezeichnet
ICD-10 online (WHO-Version 2016)

Mundtrockenheit oder Xerostomie (Kunstwort nach griechisch ξηρός „ausgedörrt, trocken“ und στόμα „Mund“, wohl über englisch xerostomia) bezeichnet die Trockenheit der Mundhöhle, die verschiedene Ursachen haben kann.

Ursachen

Mundtrockenheit entsteht durch Hyposalivation, welche eine häufige Nebenwirkung von Arzneimitteln wie Anticholinergika, Atropin bzw. Hyoscyamin, Diuretika oder Psychopharmaka. Ursachen können auch Erkrankungen wie die Sialadenitis, das Sjögren-Syndrom, das Sicca-Syndrom oder das Heerfordt-Syndrom sein. Außerdem können die Entfernung von Speicheldrüsen, eine Strahlentherapie, fieberhafte Allgemeinerkrankungen, die Einnahme von Tetrahydrocannabinol oder chronischer Stress mit gesteigertem Sympathikotonus zu Mundtrockenheit führen.

Eine weitere Ursache von Mundtrockenheit kann eine vermehrte Mundatmung sein. Der bei Mundtrockenheit entstehende hochvisköse Speichel kann Entzündungen in den Ausführungsgängen der Speicheldrüsen hervorrufen, besonders betroffen ist hierbei die Unterzungenspeicheldrüse (Glandula sublingualis).

Folgen

Die direkten (unangenehmen) Folgen sind die Trockenheit der Mundschleimhäute und Schluckbeschwerden. Damit ergeben sich Probleme beim Sprechen und beim Verzehr trockener Nahrung. Auch das Einschlafen kann erschwert sein.

Chronisch Betroffene leiden meist hinsichtlich ihrer Zahngesundheit. Häufige Folge ist Karies in Abwesenheit der schützenden Begleitstoffe des normalen Speichelflusses.[1][2] Der normale Mundspeichel enthält eine Reihe antimikrobiell wirksamer Bestandteile, u. a. Immunglobulin A (Antikörper), Lysozym (Enzym), Lactoferrin und Histatin (Protein).

Therapie

Eine systemische Therapie ist nicht bekannt. Symptomatische Therapie erfolgt durch Speichelersatzprodukte (benetzendes Gel, Aerosol, Mundwasser, Kaumittel).

Einzelnachweise

  1. Mund- und Zahnpflege bei Krebs , Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), Heidelberg. 15. Juli 2010. Zuletzt abgerufen am 4. September 2014.
  2. Patienteninformation der Bundesärztekammer (PDF; 95 kB).
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