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Muldestausee


Dieser Artikel behandelt den Stausee Muldestausee, für die danach benannte Gemeinde siehe Muldestausee (Gemeinde).
Muldestausee
Blick vom Einfluss auf den See}
Lage: Landkreis Anhalt-Bitterfeld
Zuflüsse: Mulde
Größere Orte in der Nähe: Friedersdorf, Schlaitz, Pouch und Mühlbeck
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Daten zum Bauwerk
Bauzeit:  ?–1975
Höhe über Gründungssohle: 19 m
Bauwerksvolumen: 40.000 m³
Kronenlänge: 303 m
Daten zum Stausee
Höhenlage (bei Stauziel) 79 m
Wasseroberfläche 630 ha
Stauseelänge 9 km
Stauseebreite 2 km
Speicherraum 120 Mio. m³
Gesamtstauraum: 135,5 Mio. m³
Bemessungshochwasser: 2400 m³/s

Der Muldestausee ist ein gefluteter Tagebau im Landkreis Anhalt-Bitterfeld/Sachsen-Anhalt. Seine Anliegerorte sind Friedersdorf, Schlaitz, Pouch und Mühlbeck. Er ist mit 6,3 km² Oberfläche das viertgrößte Gewässer des Landes Sachsen-Anhalt. Seine Länge beträgt ca. 9 km, seine breiteste Stelle 2 km, die größte Tiefe 35 m.

Entstehungsgeschichte

Nach Auskohlung des Tagebau Muldenstein (1954–1975) wurde zwecks Erweiterung des Tagebaues Goitzsche (heutiger Großer Goitzschesee) die Verlegung der Mulde auf einer Strecke von etwa elf Kilometer nötig. Ein Teil des neuen Flusslaufs wurde durch den ausgekohlten Tagebau Muldenstein gelegt. Die Flutung erfolgte in der Zeit vom 30. April 1975 bis zum 1. März 1976. Der Muldestausee besitzt ein Einlauf- und ein Auslaufbauwerk.

Hydrologie

Der Normalwasserspiegel bewegt sich um 79 m ü. NN bei ca. 110 Mio. m³ Speichervolumen. Die Rolle des Muldestausee als Hochwasserrückhaltebecken ist unbedeutend. Das Becken kann aber bei Hochwasser immerhin 15 Millionen m³ zeitweise zurückhalten (Differenz zwischen Gesamtstauraum und Speicherraum). Im Ergebnis handelt es sich im eigentlichen Sinne auch nicht um einen Stausee sondern einen Flussstau. Da sich beim Zufluss der Mulde deren Fließgeschwindigkeit stark verlangsamt, ist der Muldestausee eine Sedimentationsfalle, in die jährlich ca. 400.000 t Feststoffe (Kies, Sand, Schluff) eingetragen werden. Diese Feststoffe fehlen dem Fluss bei Austritt aus dem Auslaufbauwerk, was zu einer stärkeren Eintiefung des Flussbettes der unteren Mulde führt und ökologische Auswirkungen hat.

Staumauer

Das Absperrbauwerk bei Friedersdorf ist eine 19 m hohe und 303 m lange Gewichtsstaumauer mit einem Bauwerksvolumen von 40.000m³.

Freizeitmöglichkeiten

Möglich sind viele Arten des Wassersports einschließlich Segeln, Surfen, außerdem Camping, Wandern, Angeln usw. Der See hat eine sehr gute Wasserqualität und einen großen Fischreichtum. Zwischen den Orten Pouch und Friedersdorf gibt es einen Naturlehrpfad.

Bis Ende 2009[1][2][3] gab es ein Fahrgastschiff („Muldeperle“) auf dem See, das Rundfahrten machte.

Galerie

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Muldestausee  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. MDR: Muldeperle gesunken, MDR, 27. November 2009. Abgerufen am 13. Juli 2010.
  2. MDR: Bergung Muldeperle schwierig,, MDR, 6. Dezember 2009. Abgerufen am 13 Juli 2010.
  3. Naumburger Tageblatt: Fahrgastschiffahrt Muldestausee eingestellt, Naumburger Tageblatt, 29. März 2010. Abgerufen am 13. Juli 2010.

Kategorien: Tagebaurestsee im Mitteldeutschen Braunkohlerevier | Staumauer in Sachsen-Anhalt | Stausee in Sachsen-Anhalt | Muldestausee (Gemeinde) | Stausee in Europa | Gewichtsstaumauer | Erbaut in den 1970er Jahren

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Muldestausee (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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