Motorsportjahr 1901 - LinkFang.de





Motorsportjahr 1901


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Weitere Sportereignisse

Im Motorsportjahr 1901 war nach dem schwachen Jahr 1900 wieder ein Aufwärtstrend zu verzeichnen. Die Mors-Rennwagen konnten sich immer mehr gegen die Panhard & Levassor durchsetzen.

Vor allem das Rennen Paris–Berlin zeigte bereits die Grenzen des sicherheitstechnisch Machbaren für solche Veranstaltungen auf, es kam zu zahlreichen Unfällen mit Todesopfern. Die stärker gewordenen Fahrzeuge überforderten zudem nun schon fast systematisch ihre Luftreifen und es kam zu einer gewaltigen Zahl von Reifendefekten. Für den austragenden Automobile Club de France waren dies Gründe, ein erstes Motorsportreglement auszuarbeiten und für 1902 in Kraft zu setzen.[1]

Rennergebnisse

Paris–Bordeaux

Platz Fahrer Team Zeit
1 Henri Fournier Mors 6:10,44
2 Maurice Farman Panhard & Levassor + 30,31
3 Carl Voigt Panhard & Levassor + 1:04,27

Auf der 527 km langen Strecke von Paris nach Bordeaux erwies sich am 29. Mai 1901 Henri Fournier als der Schnellste. Er erreichte einen Schnitt von 85 km/h. Beim gleichen Rennen drei Jahre früher (vgl. Motorsportjahr 1898) waren es noch 38 km/h gewesen.

Gordon-Bennett-Cup

Platz Fahrer Team Zeit
1 Léonce Girardot Panhard & Levassor 8:50,59
keine weiteren Fahrer klassifiziert

Die zweite Auflage des Gordon-Bennett-Cups am 29. Mai 1901 erwies sich als Flop. Was ein internationaler Leistungsvergleich sein sollte, lockte nur drei französische Teilnehmer an.

Das Rennen wurde zeitgleich auf der gleichen Strecke wie das Rennen Paris–Bordeaux ausgetragen. Nachdem Fernand Charron und Levegh ausgeschieden waren, konnte der „ewige Zweite“ Léonce Girardot auch einmal einen Sieg feiern.

Paris–Berlin

Platz Fahrer Team Zeit
1 Henri Fournier Mors 15:33,06
2 Léonce Girardot Panhard & Levassor + 1:05,32
3 René de Knyff Panhard & Levassor + 1:06,56

Das Rennen Paris–Berlin vom 27. bis 29. Juni 1901 war das bislang ehrgeizigste Projekt des Motorsports. Es beteiligten sich 110 Autos und 10 Motorräder am Rennen auf der rund 1200 km langen Strecke von Paris nach Berlin, die in drei Tagesetappen (Paris–Aachen, 459 Kilometer; Aachen–Hannover, 445,2 Kilometer; Hannover–Berlin, 293,93 Kilometer) aufgeteilt wurde.

Die Etappen führten im Einzelnen über folgende Strecken[2]:

  1. Paris-Aachen: Paris (Fort de Champigny), Coulommiers, Montmirail, Épernay, Reims, Rethel, Poix, Sedan, Florenville, Bastonge, Sankt Vith, Aachen
  2. Aachen-Hannover: Aachen, Aldenhoven, Julier, Bergheim, Köln, Düsseldorf, Duisburg, Dinslaken, Wesel, Haltern, Dülmen, Münster, Warendorf, Rheda, Bielefeld, Herford, Minden, Stadthagen, Hannover
  3. Hannover-Berlin: Hannover, Peine, Braunschweig, Königslutter, Erxleben, Magdeburg, Genthin, Plaue, Potsdam, Berlin (Westend, Trabrennbahn)

Es gab drei Klassen: schwere Fahrzeuge über 650 kg, leichte Autos mit einem Gewicht von 400 bis 650 kg und Voiturettes unter 400 kg. Manche Autos in der schweren Klasse waren deutlich schwerer als 650 kg, so brachte der Mors 1300 kg auf die Waage.

Sieger in der Klasse der schweren Fahrzeuge wurde Henri Fournier, in der leichten Klasse Giraud auf Panhard, bei der Voiturettes Louis Renault auf Renault und bei den Motorrädern Osmont auf einer dreirädrigen De Dion-Bouton.[2]

Die lokale Polizei übernahm vielerorts Sicherungsaufgaben, dennoch kam es zu vielen Unfällen, insgesamt 57 Unfälle mit 28 Toten und 29 Schwerverletzten[3].

Einzelnachweise

  1. Lengerke: Automobil-Rennen und Wettbewerbe (1894–1907), Faksimilie eines Werks von 1908, S. 26
  2. 2,0 2,1 Jean-Robert Dulier: La Triomphale Course Paris–Berlin 1901.
  3. Uwe Fraunholz: Motorphobia: Anti-Automobiler Protest in Kaiserreich und Weimarer Republik [1]

Literatur


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Motorsportjahr 1901 (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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