Mostowoje (Kaliningrad, Tschernjachowsk) - LinkFang.de





Mostowoje (Kaliningrad, Tschernjachowsk)


Siedlung
Mostowoje/Kallwischken (Hengstenberg)
Мостовое
Flagge Wappen
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Rajon Tschernjachowsk
Gegründet {{#property:P571}}
Frühere Namen Kalwischken (nach 1785),
Kallwischken (bis 1938),
Hengstenberg (1938–1946)
Bevölkerung 28 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Zeitzone UTC+2
Telefonvorwahl (+7) 40141
Postleitzahl 238174
Kfz-Kennzeichen 39, 91
OKATO 27 239 807 005
Geographische Lage
Koordinaten }

Mostowoje (russisch Мостовое, deutsch Kallwischken, 1938–1946 Hengstenberg, litauisch Kalviškiai ) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad (Gebiet Königsberg (Preußen)) und gehört zur Kaluschskoje selskoje posselenije (Landgemeinde Kaluschskoje (Grünheide)) im Rajon Tschernjachowsk (Kreis Insterburg).

Geographische Lage

Mostowoje liegt 21 Kilometer nordwestlich der Stadt Tschernjachowsk (Insterburg) an einer Nebenstraße, die unweit von Kalinowka (Aulowönen, 1938–1946 Aulenbach) von der russischen Fernstraße A 197 (einstige deutsche Reichsstraße 137) abzweigt und über Dubrowka (Spannegeln) nach Wyssokoje (Popelken, 1938–1946 Markthausen) führt. Ein Bahnanschluss besteht nicht.

Geschichte

Das spätere Gutsdorf Kallwischken[2] war ehemals eine Kolonie der Salzburger Exulanten und kam 1874 zum neu errichteten Amtsbezirk Aulowönen[3] (1938 umbenannt in: „Amtsbezirk Aulenbach“, der Ortsname heißt russisch: Kalinowka). Dieser bestand bis 1945 und gehörte zum Kreis Insterburg im Regierungsbezirk Gumbinnen der preußischen Provinz Ostpreußen. Im Jahre 1910 lebten im Gutsbezirk Kallwischken 52 Einwohner[4].

Am 17. Oktober 1928 schlossen sich die Nachbargemeinden Kemsen und Klein Aulowönen (beide nicht mehr existent) mit dem Gutsdorf Kallwischken zur neuen Landgemeinde Kallwischken zusammen, die 1933 insgesamt 197 und 1939 bereits 202 Einwohner[5] zählte. Am 3. Juni 1938 wurde Kallwischken – mit amtlicher Bestätigung vom 16. Juli 1938 – aus politisch-ideologischen Gründen in „Hengstenberg“ umbenannt.

In Kriegsfolge kam der Ort 1945 mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion und erhielt 1946 die russische Bezeichnung „Mostowoje“. Im Jahre 1947 wurde das Dorf dem neu gebildeten Rajon Tschernjachowsk (Kreis Insterburg) zugeordnet und gleichzeitig in den Wyssowski selski sowjet (Dorfsowjet Wyssokoje (Popelken, 1938–1946 Markthausen)) eingegliedert. Aufgrund einer Struktur- und Verwaltungsreform[6] ist Mostowoje heute mit seinen 28 Einwohnern (Stand: 14. Oktober 2010 [1]) eine als „Siedlung“ (russisch: possjolok) bezeichnete Ortschaft im Verbund der neu gebildeten Kaluschskoje selskoje posselenije (Landgemeinde Kaluschskoje (Grünheide)), die ihren Amtssitz in Sagorskoje (Pelleningken, 1938–1946 Strigengrund) hat.

Kirche

Die mehrheitlich evangelische Bevölkerung Kallwischkens resp. Hengstenbergs war bis 1945 in das Kirchspiel der Kirche Aulowönen (1938–1946: Aulenbach, russisch: Kalinowka) eingepfarrt und war Teil des Kirchenkreises Insterburg in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Heute liegt Mostowoje im Einzugsbereich der in den 1990er Jahren neu entstandenen evangelisch-lutherischen Gemeinde in Bolschakowo (Groß Skaisgirren, 1938–1946 Kreuzingen), einer Filialgemeinde der Kirchenregion Slawsk (Heinrichswalde) in der Propstei Kaliningrad[7] der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland.

Verweise

Weblinks

Fußnoten

  1. 1,0 1,1 Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Kaliningradskaja oblastʹ. (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Oblast Kaliningrad.) Band 1 , Tabelle 4 (Download von der Website des Territorialorgans Oblast Kaliningrad des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. D. Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Hengstenberg
  3. Rolf Jehke, Amtsbezirk Aulowönen/Aulenbach
  4. Uli Schubert, Gemeindeverzeichnis, Landkreis Insterburg
  5. Michael Rademacher, Deutsch-österreichisches Ortsbuch, Landkreis Insterburg
  6. Nach dem Gesetz über die Zusammensetzung und Territorien der munizipalen Gebilde der Oblast Kaliningrad vom 25. Juni/1. Juli 2009, nebst Gesetz Nr. 262 vom 30. Juni 2008, präzisiert durch Gesetz Nr. 370 vom 1. Juli 2009
  7. Evangelisch-lutherische Propstei Kaliningrad

Kategorien: Ort im Rajon Tschernjachowsk

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Mostowoje (Kaliningrad, Tschernjachowsk) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.