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Moselkern


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Cochem-ZellVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verbandsgemeinde: Cochem
Höhe: 90 m ü. NHN
Fläche: 4,73 km²
Einwohner: 558 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 118 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56254
Vorwahl: 02672
Kfz-Kennzeichen: COC, ZEL
Gemeindeschlüssel: 07 1 35 065
Adresse der Verbandsverwaltung: Ravenéstraße 61
56812 Cochem
Webpräsenz: www.moselkern.de
Ortsbürgermeister: Wolfgang Kratz
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Moselkern ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Cochem-Zell in Rheinland-Pfalz. Sie gehört seit 1. Juli 2014 der Verbandsgemeinde Cochem an und liegt an der Mündung des Elzbaches in die Mosel. Moselkern ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden sind Müden (Mosel) im Westen, Lasserg und Wierschem im Norden, sowie Burgen (Mosel) und Hatzenport im Nordosten.

Geschichte

Eine villa Kerne wird um 1100 im Güterverzeichnis des Stiftes St. Kastor in Karden genannt. Mit der Besetzung des linken Rheinufers 1794 durch französische Revolutionstruppen endete die Herrschaft Kurtriers, von 1798 bis 1814 gehörte Moselkern zum Kanton Münstermaifeld. 1815 wurde der Ort auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Seit 1946 ist der Ort Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Wollfabrik Moselkern

1813 wurde die Decken- und Flanellfabrik C. Haan & Söhne auf dem Gelände einer alten Lohmühle an der Elz gegründet. 1892 erbauten die Besitzer eine repräsentative Fabrikantenvilla. Die Wollfabrik arbeitete bis in das 20. Jahrhundert und ging endgültig 1993 in Konkurs. Seit 2012 versucht ein Fördervein das denkmalgeschützte Gebäude mit kulturellem Leben zu füllen.[3]

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Moselkern besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[4]

Wappen

Die Gemeinde führt seit 1982 folgendes Wappen:

Blasonierung: „In Schwarz eine silberne wellenförmige Deichsel, oben ein rotbewehrter und -gezungter goldener Löwenkopf, vorne ein goldener Grabstein, hinten eine goldene Mitra.“

Die wellenförmige Deichsel weist auf den Zusammenfluss der Elz in die Mosel hin, an dem der Ort Moselkern liegt. Der Grabstein ist eine Abbildung des um 1800 ausgegrabenen Merowingersteins aus dem 7. Jahrhundert, eine der frühesten monumentalen christlichen Darstellungen des Abendlandes. An den Kirchenpatron, den hl. Bischof Valerius, erinnert die Mitra. Sein Bildnis befindet sich auf dem Gerichts- und Schöffensiegel vom Jahre 1562 und 1765.

Bildung

Die Kinder besuchen die Grundschule in Müden. Weiterführende Schulen befinden sich in Treis-Karden, Cochem, Münstermaifeld und Koblenz.

Sehenswürdigkeiten

  • In unmittelbarer Nähe des Ortes befindet sich die Burg Eltz (Gemarkung Wierschem).
  • Das Moselkerner Rathaus von 1535 ist das älteste Rathaus an der Mosel, das (wieder) als Rathaus genutzt wird. In seiner fast fünfhundertjährigen Geschichte diente es auch als Schule. 1909 wurde ein kleines Kloster mit Kindertagesstätte in dem Gebäude eingerichtet, das bis 1969 Bestand hatte. Seit 2002 wird das Gebäude wieder als Rathaus genutzt. Ein kleines Kuriosum ist der im Erdgeschoss eingelassene Metallring, an dem bis zur Französischen Revolution Straftäter festgebunden und dem Spott der Dorfbewohner preisgegeben wurden.
  • Ein Replikat von dem 1915 in Moselkern gefundenen sog. Merowinger-Kreuz von Moselkern aus dem 7. Jahrhundert befindet sich auf dem Vorplatz der St. Valerius Kirche. Es gilt als älteste Darstellung des gekreuzigten Christus in der Monumentalkunst nördlich der Alpen.[5] Das Original befindet sich im Rheinischen Landesmuseum in Bonn.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Moselkern

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Weblinks

 Commons: Moselkern  – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. http://wollfabrik-moselkern.de/wollfabrik/historie/
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Ernst Wackenroder: Die Kunstdenkmäler des Landkreises Cochem, Teil 2, S. 602f. Berlin 1959

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Moselkern (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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