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Morshausen


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Hunsrück-KreisVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verbandsgemeinde: Emmelshausen
Höhe: 334 m ü. NHN
Fläche: 7,56 km²
Einwohner: 359 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 47 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56283
Vorwahl: 02605
Kfz-Kennzeichen: SIM, GOA
Gemeindeschlüssel: 07 1 40 205
Adresse der Verbandsverwaltung: Rathausstraße 1
56281 Emmelshausen
Webpräsenz: www.morshausen.de
Ortsbürgermeister: Hans-Peter Friedrich
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Morshausen ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Hunsrück-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Emmelshausen an.

Geographie

Morshausen liegt sechs Kilometer von der Mosel entfernt und zehn Kilometer von Emmelshausen auf 334 m Höhe.

Zu Morshausen gehört auch der Wohnplatz Haus auf dem Bröhl.[2]

Geschichte

Ein Fragment eines neolithischen (ca. 4400 bis 2200 v. Chr.) Felsovalbeils, das in der Länge 9,3 cm und in der Breite 6,4 cm erhalten ist, zeugt sicherlich von Siedlungstätigkeiten früher Ackerbauern. Das Beil, das einige hundert Meter westlich des Dorfes gefunden wurde, besteht aus devonischem Quarzit, der in der Nähe ansteht. Vergleichbare Steinbeilfunde wurden von Mitgliedern des Archäologievereins ARRATA auch in den benachbarten Dörfern Beulich, Macken und Mermuth entdeckt.[3] Verschiedene Lesefunde aus der römischen Epoche (Dachziegel, Keramik etc.) in Dorfnähe sind als Zeugnisse eines Gutshofes (villa rustica) zu werten. In den umliegenden Wäldern lassen sich Grabgärten finden, die das typische römerzeitliche Totenbrauchtum im Hunsrück widerspiegeln.

Morshausen gehörte früher zum Gallscheider Gericht des Kurfürstentums Trier

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Morshausen besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[4]

Wappen

Die Blasonierung lautet: „Über einem Schildfuß, darin ein goldener Stutzwecken, in silbernem Feld ein schwarzer, linksgewendeter Schwengelbrunnen“.

Tourismus

Sehenswürdigkeiten

Der Schwenkbrunnen wurde im 15. Jahrhundert von einer auf der Ehrenburg eingeheirateten ungarischen Gräfin im Stil der ungarischen Pusztabrunnen errichtet. Die Holzkonstruktion wurde seither in regelmäßigen Abständen durch die Gemeinde erneuert und ist noch immer in der Brunnenstraße zu besichtigen. Der Stutzweck resultiert aus dem Vermächtnis eines Morshausener Einwohners aus dem Jahre 1782. Er vermachte sein Vermögen der Gemeinde mit der Maßgabe, einen guten Acker zu erwerben, mit dem Pachtzins in der Karwoche Stutzwecken zu backen und Wein zu kaufen.

Die 500-jährige Jakob-Kneip-Eiche am westlichen Ende der Jakob-Kneip-Straße wurde 1951 nach dem Heimatdichter benannt. Sie hat einen Stammumfang von 6 Metern.

Die neben der Eiche errichtete Marienstatue schuf im selben Jahr sein Freund Eugen Keller (Maler) zu seinem 70sten Geburtstag.

Wanderwege

Der Premiumwanderweg Saar-Hunsrück-Steig und seine Traumschleife Murscher Eselsche[5] verlaufen durch den Ort; als Wanderstart und -ziel ist der Parkplatz am Ende der Jakob-Kneip-Straße geeignet. Dort befinden sich eine Schutzhütte und ein Kinderspielplatz.[6]

Persönlichkeiten

Morshausen ist der Geburtsort des Heimatdichters Jakob Kneip.

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Morshausen  – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010 , Seite 36 (PDF; 2,2 MB)
  3. Wolfgang Welker: Erste Erkenntnisse zur Michelsberger Kultur im Hunsrück - neu entdeckte jungsteinzeitliche Steinbeile aus dem Vorderhunsrück, in: Abenteuer Archäologie, Heft 8, 2007, S. 24–31, ISSN 1615-7125
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Traumschleife
  6. Saar-Hunsrücksteig mit Traumschleifen

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Morshausen (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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