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Montmédy


Montmédy
Region Lothringen
Département Meuse
Arrondissement Verdun
Kanton Montmédy
Gemeindeverband Communauté de communes du Pays de Montmédy
Koordinaten
Höhe 177–336 m
Fläche 23,49 km²
Einwohner 2.255 (1. Jan. 2013)
Bevölkerungsdichte 96 Einw./km²
Postleitzahl 55600
INSEE-Code
Website www.montmedy.fr

Blick auf Montmédy

Montmédy ist eine französische Gemeinde mit 2255 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013 ) im Département Meuse in der Region Lothringen. Sue gehört zum Arrondissement Verdun und ist Hauptort des Kantons Montmédy.

Geografie

Die Kleinstadt liegt am Fluss Chiers im Nordwesten Lothringens, sechs Kilometer von der belgischen Grenze entfernt.

Geschichte

Die Stadt war von 941 bis 1364 Mittelpunkt der Grafschaft Chiny. Im Anschluss daran gehörte sie bis 1657 dem Herzogtum Luxemburg an.

Der Kronprinz empfing mit einer aus Detachements aller Sturm-Kompanien sowie der Musikkapelle bestehenden Ehrenkompanie des Sturmbataillons Nr 5 (Rohr)[1] am 7. September 1916 auf dem Bahnhof den erstmals während des Ersten Weltkriegs französischen Boden betretenden Feldmarschall v. Hindenburg und dessen General Ludendorff.

Zitadelle

1221 wurde von Graf Arnold III. von Chiny die erste Burg in Montmédy errichtet. Im 16. Jahrhundert wurde die Burg unter der Herrschaft Kaiser Karls V. durch eine Festung ersetzt. Nachdem 1657 Marville und Stenay durch die Franzosen besetzt worden waren, wurde auch die Zitadelle von Montmédy durch 30.000 Soldaten unter der Führung von König Ludwig XIV., Jules Mazarin und Sébastien Le Prestre de Vauban belagert. 756 Männer verteidigten sie 57 Tage lang und ergaben sich erst nach dem Tod des Gouverneurs Jean V. von Allamont. Vauban verbesserte nach dem Ende der Belagerung die äußeren Befestigungsanlagen, die Burggräben sowie die Wälle. Die Zitadelle liegt auf einem Hügel westlich vom Ortskern. Es gibt nur eine Zufahrt zur Zitadelle von Norden her.

Im Juni 1791 versuchte König Ludwig XVI. von Frankreich, mit seiner Familie aus Paris zu entfliehen, um der Gefangenschaft in den Tuilerien zu entkommen. In der Grenzstadt Montmédy, in nächstmöglicher Nachbarschaft zu den rheinischen Emigranten-Hochburgen, wollte er Kontakt zu seinem emigrierten Bruder Graf von Artois und der Partei des Ancien Régime herstellen, ohne dafür Frankreich verlassen zu müssen. Die sogenannte Flucht nach Varennes hat Montmédy freilich nie erreicht.

Im Deutsch-Französischen Krieg wurde Montmédy als wichtiger Eisenbahnpunkt von der preußischen 14. Division unter General v. Kameke vom 7. bis 14. Dezember 1870 belagert und durch kurzen, aber heftigen Beschuss zur Übergabe gezwungen. Die Zitadelle wurde ebenfalls in beiden Weltkriegen genutzt.

Innerhalb der Zitadelle stehen Wohnhäuser sowie eine Kirche. Einige der Häuser wurden bereits im 17. Jahrhundert errichtet. Die meisten Häuser sind jedoch verfallen oder bereits zusammengebrochen, andere werden immer noch als Wohnhäuser verwendet. Ein Touristenbüro befindet sich ebenfalls in der Zitadelle. Die Zitadelle gilt heute als eines der wichtigsten Militärbauwerke im Nordosten Frankreichs.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 2455 2196 2250 2024 1943 2260 2263

Bauwerke

Ein Museum ist dem Maler Jules Bastien-Lepage gewidmet.

Die Strafanstalt Montmédy besteht seit ungefähr zwanzig Jahren und bietet Platz für rund dreihundert Insassen.[2]

Persönlichkeiten

Einzelnachweise

  1. Der Kronprinz galt als Förderer des Sturm-Bataillons.
  2. Un détenu retient un médecin en otage L'essentiel, 18. Oktober 2011.

Weblinks

 Commons: Montmédy  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Mommedy in der Topographia Circuli Burgundici (Mathäus Merian) – Quellen und Volltexte

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Montmédy (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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