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Monica Vitti


Monica Vitti (eigentlich Maria Luisa Ceciarelli; * 3. November 1931 in Rom, Latium) ist eine italienische Schauspielerin.

Leben

Bereits als Jugendliche tat sich Monica Vitti in Amateurproduktionen auf der Bühne hervor. Nach dem Abschluss an Roms Accademia Nazionale d’Arte Drammatica 1953 war sie vor allem für das Theater tätig, hatte jedoch schon 1954 ihr Filmdebüt mit einer kleinen Rolle in der Komödie Ridere! Ridere! Ridere! Ende der 1950er-Jahre lernte sie Michelangelo Antonioni kennen, mit dem sie mehrere Jahre zusammenlebte. Unter seiner Regie feierte sie Erfolge auf der Bühne und spielte in sechs gemeinsamen Filmen zwischen 1957 und 1981. Ihren Durchbruch zum Star bedeutete 1960 die Hauptrolle in Antonionis existenzialistischem Filmdrama Die mit der Liebe spielen (L’Avventura).

Monica Vitti, die zugleich Leidenschaft und Unnahbarkeit auszustrahlen wusste und in dramatischen Rollen ebenso überzeugte wie als Komödiantin, wurde zu einer der Ikonen des italienischen Films. 1966 wurde ihr Versuch, mit der Titelrolle in Joseph Loseys parodistischer Agentenkomödie Modesty Blaise - Die tödliche Lady (nach den Comics um Modesty Blaise von Autor Peter O’Donnell) auch im englischsprachigen Film und damit international Fuß zu fassen, zum Misserfolg.

Zwischen 1969 und 1979 wurde Vitti fünfmal mit dem italienischen Filmpreis David di Donatello ausgezeichnet. 1974 gehörte Monica Vitti zur Jury beim Filmfestival von Cannes. 1984 erntete sie für ihre Darstellung in dem Film Flirt einen Silbernen Bären bei der Berlinale 1984. Dieser Film, bei dem Monica Vitti auch am Drehbuch mitarbeitete, markierte zudem das Regiedebüt ihres Lebensgefährten Roberto Russo, mit dem sie seit 2000 verheiratet ist.

1989 war sie Regisseurin, Autorin und Darstellerin des Films Scandalo segreto. Danach zog sich Monica Vitti von der Leinwand zurück, trat aber weiterhin in Fernseh- und Theaterrollen auf. 1993 veröffentlichte sie mit Sette sottane eine erfolgreiche Autobiografie. 1995 erhielt Monica Vitti bei der Biennale Venedig den Goldenen Löwen für ihr Lebenswerk.

Filmografie (Auswahl)

  • 1960: Die mit der Liebe spielen (L'avventura)
  • 1961: Die Nacht (La notte)
  • 1962: Liebe 1962 (L'eclisse)
  • 1962: Die vier Wahrheiten (Les quatre vérités)
  • 1963: Bonbons mit Pfeffer (Dragées à poivre)
  • 1963: Ein Schloss in Schweden (Château en Suède) – Regie: Roger Vadim
  • 1964: Ehen zu dritt (Alta infedelta)
  • 1964: Die rote Wüste (Il deserto rosso)
  • 1965: Die Puppen (Le bambole)
  • 1966: Modesty Blaise – Die tödliche Lady (Modesty Blaise)
  • 1966: Die Gespielinnen (Le fate)
  • 1967: Mach mich kalt, ich friere (Fai in fretta ad uccidermi… ho freddo!) – Regie: Francesco Maselli
  • 1968: Mit Pistolen fängt man keine Männer (La ragazza con la pistola)
  • 1968: Der Keuschheitsgürtel (La cintura di castità) – Regie: Pasquale Festa Campanile
  • 1969: Amore mio (Amore mio aiutami)
  • 1969: Kalte Augen (La Femme écarlate) – Regie: Jean Valère
  • 1970: Eifersucht auf italienisch (Dramma della gelosia (tutti i particolari in cronaca))
  • 1973: Theresa, die Diebin (Teresa la ladra) – Regie: Carlo Di Palma
  • 1974: Das Gespenst der Freiheit (Le fantôme de la liberté)
  • 1975: Eine Laus im Pelz (A mezzanotte va la ronda del piacere) – Regie: Marcello Fondato
  • 1975: Ente auf Orange (L'anatra all'arancia) – Regie: Luciano Salce
  • 1975: Lucky Girls (Qui comincia l'avventura) – Regie: Carlo Di Palma
  • 1977: Hilfe, sie liebt mich (L'altra metà del cielo) – Regie: Franco Rossi
  • 1978: Staatsraison (La Raison d'état) – Regie: André Cayatte
  • 1979: Ein perfekter Seitensprung (An Almost Perfect Affair)
  • 1979: Wilde Betten – Lippenstift-Tigerinnen (Letti selvaggi) – Regie: Luigi Zampa
  • 1981: Das Geheimnis von Oberwald (Il mistero di Oberwald) - Regie: Michelangelo Antonioni
  • 1982: Die Geheimnisse meiner Frau (Io so che tu sai che io so) – Regie: Alberto Sordi
  • 1982: Pardon, darf ich dich ohrfeigen? (Scusa se è poco)
  • 1983: Flirt
  • 1986: Francesca e mia
  • 1989: Scandalo segreto (Regie)

Auszeichnungen

Nastro d’Argento

  • Beste Nebendarstellerin 1962 in Die Nacht
  • Beste Hauptdarstellerin 1969 in Mit Pistolen fängt man keine Männer, 1976 in Ente auf Orange

David di Donatello

Beste Hauptdarstellerin: 1969 in Mit Pistolen fängt man keine Männer, 1971 in Ninì Tirabusciò - La donna che inventò la mossa, 1974 in Polvere di stelle, 1976 in Ente auf Orange, 1979 in Amori miei

Berlinale

  • 1984: Silberner Bär

Verdienstorden der Italienischen Republik

  • 1986

Biennale Venedig

Weblinks

 Commons: Monica Vitti  – Sammlung von Bildern


Kategorien: Schauspieler | Geboren 1931 | Träger des Verdienstordens der Italienischen Republik (Großoffizier) | Mitglied der Ehrenlegion | Pseudonym | Italiener | Frau

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Monica Vitti (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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